Heute steht sportliche Betätigung auf dem Programm – wir wollen zum Kvalvika Beach (Walbucht) wandern! Es handelt sich dabei um einen wunderschönen Sandstrand auf den Lofoten, den man nur zu Fuß erreichen kann. Berühmtheit erlangte er – mal abgesehen von seiner Schönheit – durch den Outdoor-Film „North of the Sun“, in dem zwei junge Norweger 9 Monate im eiskalten artischen Winter in einer kleinen selbstgebauten Hütte an einem Strand hausen, um dort zu surfen. Der Film basiert auf einer wahren Begebenheit und der Strand, an dem sich das alles abspielte, ist der Kvalvika Beach. Das wollen wir uns natürlich ansehen! Drohnenaufnahmen sind hier nicht gestattet, da es sich um ein Naturreservat handelt.
Das Wetter meint es heute gut mit uns und wir finden an einem der nahe gelegenen kleinen Parkplätze eine Parkmöglichkeit. Hier sollte man früh vor Ort sein, da es insgesamt wenige davon gibt.
Kvalvika Beach auf einen Blick
Etwa 3 km bis zum Strand, je nach gewähltem Startpunkt und Route.
Für den direkten Weg zum Kvalvika Beach solltest Du etwa 1,5 Stunden pro Richtung einplanen.
Moskenesøy auf den Lofoten, im Lofotodden-Nationalpark.
Geeignete Ausgangspunkte findest Du unter anderem bei Fredvang und Innersand.
Die Wanderung lässt sich mit dem 543 Meter hohen Ryten verbinden.
Mit dem Camper kannst Du nicht direkt zum Kvalvika Beach fahren. Wir haben in der Region am Lofoten Beach Camp übernachtet.
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Die Lofoten gehören zu den Reisezielen, die viele Camper schon lange auf ihrer Wunschliste haben. Schroffe Berge, weiße Strände, kleine...
Kvalvika Beach Wanderung: So kommst Du zum Strand
Der Kvalvika Beach gehört zu den Stränden auf den Lofoten, die Du nicht einfach mit dem Camper anfahren kannst. Genau das macht für uns einen Teil seines Reizes aus: Um die von steilen Bergen eingerahmte Bucht zu erreichen, musst Du zu Fuß losziehen.
Für die Wanderung gibt es verschiedene Möglichkeiten. Ein geeigneter Ausgangspunkt liegt bei Innersand, außerdem wird der Parkplatz an der Schule in Fredvang als Ausgangspunkt genutzt. Von dort führen die Wege durch die typische Berglandschaft der Lofoten in Richtung Kvalvika.
Für den direkten Weg zum Strand kannst Du mit ungefähr 3 Kilometern und rund 1,5 Stunden pro Richtung rechnen. Wie lange Du tatsächlich brauchst, hängt natürlich von Deinem Tempo, den Bedingungen und Deinen Fotopausen ab.
Unterwegs erreichst Du den Bereich am Forsvatnet. Hier kannst Du Dich entscheiden, ob Du direkt zum Kvalvika Beach hinuntergehst oder die Tour mit dem Ryten verbindest.
Gerade diese Kombination ist interessant, weil Du vom Ryten den bekannten Blick von oben auf die Bucht bekommst. Möchtest Du hauptsächlich den Strand erleben, musst Du den zusätzlichen Aufstieg dagegen nicht zwingend einplanen.
Parken zum Kvalvik Beach und Ryten
Für die Wanderung solltest Du einen der vorgesehenen Parkplätze nutzen. Als Ausgangspunkte kommen unter anderem Fredvang skole und Innersand infrage.
Der Parkplatz bei Innersand liegt direkt an einem geeigneten Zugang zum Wandergebiet. Dort gibt es unter anderem eine öffentliche Toilette, Trinkwasser und Möglichkeiten zur Müllentsorgung. Die Parkgebühren beginnen aktuell bei 100 NOK; für eine Übernachtung wird ebenfalls eine Gebühr genannt.
Da sich Preise und Bedingungen ändern können, würden wir die aktuellen Angaben vor der Tour noch einmal vor Ort beziehungsweise beim Betreiber prüfen.
Die Wanderung zum Kvalvika Beach
Zunähst wandern wir etwa einen Kilometer an der Straße entlang, bis wir am eigentlichen – sehr kleinen – Parkplatz beim Ausgangspunkt der Wanderung ankommen. Lustigerweise treffen wir hier Kai, der den sehr schönen Reise-Vlog „TravelCampingLiving“ betreibt und tolle Videos auf seinem Youtube-Kanal anbietet. Herzliche Grüße an dieser Stelle und allzeit sichere Reise! Wir unterhalten uns ein bisschen, dann beginnen wir den Anstieg.
Wir wandern etwa 45 Minuten den Hang hinauf, teilweise über Stock und Stein, teilweise auf schönen Bohlenwegen, immer einen Einschnitt zwischen zwei Bergen vor Augen, den es offensichtlich als höchsten Punkt der Wanderung zu erreichen gilt, bevor es wieder hinab zum Kvalvika Beach geht. Die Aussicht auf die umgebenden Berge, das glitzernde blaue Wasser und die schönen Wollgraswiesen, die sich im Wind wiegen, macht Lust auf mehr.
Bei sonnigem Wetter ist der Weg gut zu gehen, festes Schuhwerk aber Pflicht. Immer wieder kraxelt man nach Erreichen der Scharte über große Steine, teilweise von der Witterung flutschig abgeschmirgelt. Bei Regenwetter sicher nicht ganz so spaßig. Wir sind jedenfalls froh über unsere Stöcke.
In der Scharte angekommen öffnet sich der Blick auf den wuchtigen Berg „Ryten“, der von 543 Metern Höhe einen tollen Blick auf den Strand zuläßt. Auch das Meer taucht auf und wir freuen uns auf den Beach!
Endlich am Strand
Das Wetter ist heute so warm, das wir locker im T-Shirt unterwegs sein können. Am Strand sehen wir schon Menschen beim Baden. Auch Kai von TravelCampingLiving treffen wir nochmal am Strand. Gerne hätte ich hier ein paar Drohnenaufnahmen gemacht, im Naturreservat gehts verständlicherweise aber leider nicht. Das letzte Stück des Abstiegs erfolgt über saftige Wiesen, immer den Strand im Blick.
Die Hobbithöhle
Wir wollen natürlich auch die Behausung der zwei Jungs von „North of the Sun“ besuchen. Sie ist nicht schwer zu finden links im Schatten des Berges gelegen und erinnert stark an eine Hobbithöhle, in die man heute noch einziehen könnte – wenn man vom Zivilisationsmüll absieht, der sich mittlerweile im Inneren angesammelt hat.
Jetzt gibts Brotzeit
Ein kleines Stück hinter der Behausung finden wir einen Lagerplatz mit einer Feuerstelle, die wir für unsere Brotzeit nutzen. Auf den wenigen ebenen Stellen um den Strand herum sehen wir im Gras auch ein paar Zelte stehen. Hätten wir mehr Zeit, würden wir hier sicher auch gerne eine Nacht verbringen. So packen wir aber unseren geliebten Trangia-Kocher aus, bereiten uns einen frischen Cowboy-Kaffee zu und genießen eine zünftige Brotzeit, bevor wir den Rückweg antreten.
Plant für den Rückweg mindestens genauso viel Zeit ein wie für den Hinweg, da doch noch ein paar Höhenmeter vom Strand bis zur Bergscharte zu absolvieren sind. Wir haben für die ganze Wanderung mit Pausen ca. 4 Stunden benötigt.
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Wer viel im Norden unterwegs ist – ob mit dem Camper, zu Fuß durchs Fjell oder beim Paddeln durch Schwedens...
Camping nach der Kvalvika Beach Wanderung
Nach der Wanderung sind wir mit unserem Camper zum Lofoten Beach Camp gefahren. Für uns war das eine schöne Kombination: tagsüber die Wanderung zum Kvalvika Beach und anschließend ein Platz direkt an der spektakulären Küste der Lofoten.
Nachdem wir wieder gut am Fahrzeug angekommen sind, wollen wir heute noch einen aufgrund seiner Lage traumhaften Campingplatz besuchen – das „Lofoten Beach Camp“. Es sind vom Parkplatz beim Kvalvika Beach nur wenige Kilometer zu fahren, bis wir linker Hand den schön direkt am Strand gelegenen Campingplatz erblicken.
Natürlich hatten schon viele vor uns die selbe Idee und zur Hauptsaison ist der Platz entsprechend voll. Teilweise gibt es befestigte Parzellen, natürlich eine Zeltwiese und einen Bereich direkt in Strandnähe, auf den sich nicht alle Fahrzeuge trauen sollten, da der Untergrund zum festfahren einlädt und die Zufahrt sehr uneben ist. Wir finden noch ein schönes Plätzchen neben einem Artgenossen.
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Mitternachtssonne am Lofoten Beach Camp
Das Wetter ist heute gradezu ideal um die Mitternachtssonne zu bewundern. Kurz nach 23 Uhr schicke ich die Drohne nochmal hoch um die herrliche goldene Beleuchtung der umliegenden Berge einzufangen. Es entstehen sehr stimmungsvolle Bilder.
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Wer im Sommer mit dem Camper durch Norwegen, Schweden oder Finnland reist, kennt diesen merkwürdigen Moment: Es ist längst Zeit...
Da es derzeit nie dunkel wird, kommt unser Tag-Nacht-Rhythmus zunehmend durcheinander. Abendessen gibts oft erst um 10 Uhr abends und ins Bett geht’s erst weit nach Mitternacht. Da helfen auch unsere Schlafbrillen nur bedingt weiter.
Macht aber nichts – dadurch verpaßt man die Mitternachtssonne nicht! Gegen Mitternacht wandern wir nochmal am Strand entlang und genießen das goldene Licht der tief stehenden Sonne. Ein über dem Campingplatz plötzlich aufleuchtender Regenbogen warnt uns vor einem Regenschauer, der nur Sekunden später die Landschaft in ein Märchen verwandelt.
ℹ️ Unsere Erfahrungen mit dem Lofoten Beach Camp: Nach unserer Wanderung zum Kvalvika Beach haben wir auf dem direkt am Strand gelegenen Campingplatz übernachtet. Wie uns der Platz gefallen hat und was Du zu Stellplätzen, Ausstattung und Mitternachtssonne wissen solltest, erfährst Du in unserem Beitrag [Lofoten Beach Camp: Unsere Erfahrungen mit dem Campingplatz].
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Das Lofoten Beach Camp gehört sicherlich zu den spektakulärer gelegenen Campingplätzen, die wir auf unseren Reisen durch Norwegen kennengelernt haben....
Fazit: Kvalvika Beach oder Ryten?
Wenn Du nur wenig Zeit hast, hängt die Entscheidung vor allem davon ab, was Du von der Wanderung erwartest. Der Kvalvika Beach ist für uns das eigentliche Naturerlebnis: eine abgelegene Bucht, umgeben von steilen Bergen, die Du nur zu Fuß erreichst. Der Ryten bietet dagegen den spektakulären Blick von oben auf Kvalvika und die Küste der Lofoten.
Du musst Dich allerdings nicht zwingend zwischen beiden entscheiden. Wenn Wetter, Kondition und Zeit passen, kannst Du Kvalvika Beach und Ryten miteinander verbinden und bekommst damit sowohl den Strand als auch das Bergpanorama.
Wir würden die Entscheidung immer von den aktuellen Bedingungen abhängig machen. Bei tiefen Wolken oder schlechter Sicht bringt Dir der zusätzliche Aufstieg zum Ryten wenig, während sich die Wanderung hinunter zum Kvalvika Beach trotzdem lohnen kann.
Unser Tipp: Hast Du genügend Zeit und gutes Wetter, kombiniere beide Ziele. Möchtest Du es etwas entspannter angehen oder steht für Dich die abgelegene Bucht im Mittelpunkt, ist der Kvalvika Beach auch ohne Ryten ein lohnendes Ziel auf den Lofoten.
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Der Reinebringen gehört zu den bekanntesten Wanderungen auf den Lofoten – und wenn Du oben stehst, verstehst Du schnell, warum....

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