Das erste Mal mit Wohnwagen oder Wohnmobil nach Schweden

Schweden ist für uns eines der schönsten Reiseziele in Europa. Endlose Wälder, unzählige Seen, kleine rote Holzhäuser und jede Menge Platz machen das Land zu einem wunderbaren Ziel für eine Reise mit dem Wohnwagen oder Wohnmobil. Gleichzeitig tauchen vor der ersten Schwedenreise viele Fragen auf: Wie funktioniert die Anreise? Kommen wir mit unserem Wohnwagengespann überall zurecht? Brauchen wir Campingplatzreservierungen? Und darf man in Schweden tatsächlich überall übernachten?

Wir kennen diese Fragen noch aus der Zeit, als wir selbst mit dem Wohnwagen unterwegs waren. Inzwischen haben wir zahlreiche Reisen durch Skandinavien unternommen und sind heute mit unserem Iveco Daily 4×4 unterwegs. Dabei haben wir festgestellt, dass vieles, was vor der ersten Reise kompliziert erscheint, vor Ort ziemlich unkompliziert funktioniert.

In diesem Beitrag möchten wir unsere Erfahrungen weitergeben und Dir die wichtigsten Fragen für Deine erste Reise nach Schweden beantworten. Für einzelne Themen wie Freistehen, Einreisebestimmungen oder Internet haben wir inzwischen eigene ausführliche Ratgeber. Hier konzentrieren wir uns auf das, was Du vor Deiner ersten Reise mit Wohnwagen oder Wohnmobil wissen solltest.

Schweden mit Wohnwagen oder Wohnmobil auf einen Blick
Reiseform Sehr gut für Wohnwagen und Wohnmobil geeignet
Anreise Per Fähre oder über Dänemark und die Öresundbrücke
Straßen Gute Hauptverkehrsstraßen, teilweise schmale Neben- und Schotterstraßen
Campingplätze Zahlreiche Angebote im ganzen Land
Freistehen Möglich, sofern Verkehrsregeln und örtliche Beschränkungen eingehalten werden
Bezahlung Überwiegend bargeldlos
Währung Schwedische Krone (SEK)
Aktivitäten Wandern, Radfahren, Baden, Kanu und Kajak
Reiseplanung Entfernungen berücksichtigen und genügend Zeit einplanen
Unser Tipp Lieber weniger Ziele auswählen und mehrere Tage an einem Ort bleiben

Schweden ist ein ausgesprochen vielseitiges Reiseland. Während der Süden mit seinen Städten, Stränden und Seen auch für kürzere Urlaubsreisen geeignet ist, erwarten Dich weiter nördlich immer größere Entfernungen und weitläufigere Landschaften.

Gerade beim ersten Besuch empfehlen wir, nicht zu viel in eine einzige Reise zu packen. Schweden ist viel zu schön, um ständig nur von einem Ziel zum nächsten zu fahren.

Mit dem Wohnwagen nach Schweden: Unsere Erfahrungen

Unsere ersten Reisen nach Schweden haben wir mit dem Wohnwagen unternommen. Dabei haben wir schnell festgestellt, dass das Land für diese Art des Reisens hervorragend geeignet ist. Es gibt zahlreiche Campingplätze, viele Straßen sind angenehm zu fahren und außerhalb der größeren Städte findet man häufig viel Ruhe.

Ein großer Vorteil des Wohnwagens ist für uns bis heute die Möglichkeit, das Gespann auf einem Campingplatz stehen zu lassen. Anschließend kann man mit dem Zugfahrzeug die Umgebung erkunden, einkaufen oder zu einer Wanderung aufbrechen. Gerade wenn Du mehrere Tage an einem Ort verbringen möchtest, ist das ausgesprochen praktisch.

Natürlich gibt es auch Situationen, in denen ein Wohnmobil Vorteile bietet. Auf schmalen Nebenstraßen, bei spontanen Übernachtungen oder beim Rangieren ist ein einzelnes Fahrzeug häufig einfacher zu handhaben. Trotzdem würden wir uns von der Größe eines Wohnwagengespanns nicht davon abhalten lassen, Schweden zu bereisen.

Viel wichtiger ist, dass Du Dein Fahrzeug kennst und die geplante Route zu Deinen eigenen Fahrkünsten passt.

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Auch kleine Straßen können zum Abenteuer werden

Eine Erfahrung aus unserer Wohnwagenzeit ist uns besonders in Erinnerung geblieben: die Fahrt auf den teilweise schwierigen Schotterstraßen im Gebiet Glaskogen.

Solche Strecken zeigen, dass nicht jede auf einer Karte eingezeichnete Straße automatisch eine gute Wahl für ein großes Gespann ist. Besonders auf schmalen Waldwegen kann es unangenehm werden, wenn plötzlich Gegenverkehr auftaucht oder eine geeignete Wendemöglichkeit fehlt.

Heute schauen wir uns unbekannte Zufahrten deshalb genauer an. Dabei verlassen wir uns nicht ausschließlich auf die vorgeschlagene Route unseres Navigationsgeräts. Ein Blick auf die Straßenverhältnisse und gegebenenfalls eine alternative Zufahrt können viel Ärger ersparen.

Das bedeutet allerdings nicht, dass Du in Schweden ständig mit schwierigen Straßen rechnen musst. Unsere Erfahrungen mit solchen Strecken sind eher eine Erinnerung daran, dass sich ein wenig Vorbereitung gerade mit einem Wohnwagen lohnt.

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Die Anreise nach Schweden

Für die Anreise aus Deutschland hast Du grundsätzlich zwei Möglichkeiten: Du kannst eine Fähre nutzen oder über Dänemark und die Öresundbrücke nach Schweden fahren.

Welche Variante für Dich sinnvoll ist, hängt von Deinem Startpunkt, Deinem Reiseziel und Deiner bevorzugten Art zu reisen ab. Wenn Du beispielsweise nach Südschweden möchtest, kommen andere Verbindungen infrage als bei einer längeren Reise Richtung Nordschweden.

Mit der Fähre nach Schweden

Eine Fährüberfahrt kann eine angenehme Unterbrechung der Anreise sein. Gerade nach einer längeren Autofahrt finden wir es schön, das Fahrzeug abzustellen und die restliche Strecke über das Wasser zurückzulegen.

Bei der Buchung solltest Du auf die vollständigen Abmessungen Deines Fahrzeugs achten. Das gilt besonders für Wohnwagengespanne, denn die Gesamtlänge einschließlich Zugfahrzeug und Wohnwagen ist für die Buchung entscheidend.

Wir würden außerdem nicht ausschließlich den günstigsten Fährpreis vergleichen. Abfahrtshafen, Anfahrtsstrecke, Überfahrtsdauer und Ankunftszeit können einen erheblichen Unterschied machen.

Über Dänemark nach Schweden

Alternativ kannst Du über Dänemark fahren und Schweden über die Öresundbrücke erreichen. Diese Variante bietet Dir mehr Flexibilität, weil Du nicht an eine bestimmte Fährabfahrt gebunden bist.

Allerdings solltest Du die zusätzlichen Straßenkilometer, mögliche Übernachtungen und die Brückengebühren in Deine Kalkulation einbeziehen. Gerade mit einem großen Wohnwagen oder Wohnmobil können sich die Kosten deutlich unterscheiden.

Für uns gibt es deshalb keine grundsätzlich bessere Anreise. Wir entscheiden abhängig davon, wohin wir fahren und wie viel Zeit wir zur Verfügung haben.

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Planst Du eine Reise nach Skandinavien?

Von Anreise, Maut und Fähren bis zu Freistehen, Internet und Gesundheit: Wir haben die wichtigsten Punkte aus unseren Reisen nach Norwegen, Schweden und Finnland für Dich zusammengestellt.

Autofahren in Schweden: Was Du wissen solltest

Das Autofahren in Schweden empfinden wir insgesamt als sehr angenehm, denn außerhalb der größeren Städte ist häufig deutlich weniger Verkehr unterwegs, als wir es aus Deutschland kennen. Auf den gut ausgebauten Hauptverkehrsstraßen kommst Du normalerweise problemlos voran und kannst auch mit einem größeren Wohnmobil oder Wohnwagengespann entspannt reisen. Anders sieht es allerdings auf manchen Nebenstraßen aus, die teilweise recht schmal und nicht immer asphaltiert sind. Gerade mit einem Wohnwagen lohnt es sich deshalb, die geplante Strecke vorab etwas genauer anzuschauen und sich nicht ausschließlich auf die kürzeste Route des Navigationsgeräts zu verlassen.

Schotterstraßen und schmale Waldwege

Schotterstraßen gehören in vielen Regionen Schwedens ganz selbstverständlich zum Straßennetz und sind keineswegs grundsätzlich schlecht oder schwierig zu befahren. Ihr Zustand kann allerdings erheblich variieren, weshalb wir gerade mit einem größeren Fahrzeug oder Wohnwagengespann etwas vorsichtiger unterwegs sein würden. Auf gut ausgebauten Schotterstraßen sind wir auch mit unserem Wohnwagen problemlos zurechtgekommen, während schmale Waldwege und unübersichtliche Zufahrten durchaus zur Herausforderung werden können. Besonders wichtig ist dabei, dass ausreichend Platz zum Ausweichen vorhanden ist und Du im Zweifelsfall auch eine Möglichkeit zum Wenden findest.

Unsere eigenen Erfahrungen haben uns gezeigt, dass die kürzeste Strecke nicht unbedingt die angenehmste sein muss. Deshalb planen wir für unbekannte Nebenstraßen lieber etwas mehr Zeit ein und fahren entsprechend vorsichtig. So bleibt auch eine Fahrt über abgelegene Schotterstraßen ein schönes Reiseerlebnis, statt unnötig in Stress auszuarten.

Entfernungen nicht unterschätzen

Schweden ist ein ausgesprochen großes Land, dessen Entfernungen gerade bei der Planung einer ersten Reise häufig unterschätzt werden. Wenn Du von Südschweden aus weiter nach Norden fahren möchtest, kommen schnell viele Hundert Kilometer zusammen, selbst wenn die einzelnen Etappen auf der Karte zunächst überschaubar erscheinen. Zwar kannst Du auf den größeren Straßen durchaus längere Tagesetappen zurücklegen, allerdings bleibt dann häufig wenig Zeit für spontane Zwischenstopps, kleine Wanderungen oder die vielen schönen Orte entlang der Strecke.

Wir haben auf unseren Reisen festgestellt, dass es sich wesentlich mehr lohnt, einzelne Regionen intensiver zu erkunden, statt möglichst viele Kilometer zurückzulegen. Gerade wenn Du zum ersten Mal mit dem Wohnwagen oder Wohnmobil nach Schweden fährst, würden wir Dir deshalb empfehlen, Dich auf eine überschaubare Region zu konzentrieren und ausreichend Zeit für ungeplante Entdeckungen einzuplanen. Schließlich sind es häufig genau diese spontanen Erlebnisse, die uns von einer Reise besonders lange in Erinnerung bleiben.

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Camping in Schweden mit Wohnwagen oder Wohnmobil

Schweden bietet zahlreiche Campingplätze, vom einfachen Naturcampingplatz bis zur gut ausgestatteten Ferienanlage. Gerade während unserer Reisen mit dem Wohnwagen haben wir diese Möglichkeiten gerne genutzt, denn ein Campingplatz ist für uns weit mehr als eine reine Übernachtungsmöglichkeit. Besonders schön finden wir Plätze direkt an einem See oder in der Nähe interessanter Wandergebiete. Dort bleiben wir gerne mehrere Tage, erkunden die Umgebung und genießen es, nicht jeden Morgen alles für die Weiterfahrt vorbereiten zu müssen.

Muss man Campingplätze reservieren?

Ob Du einen Campingplatz vorab reservieren solltest, hängt vor allem von der Reisezeit, der Region und Deinen persönlichen Vorstellungen ab. Während der schwedischen Sommerferien kann es auf beliebten Campingplätzen durchaus voller werden, insbesondere in bekannten Ferienregionen oder an besonders schönen Seen. Außerhalb der Hauptsaison ist spontanes Reisen dagegen häufig problemlos möglich. Allerdings solltest Du berücksichtigen, dass kleinere Campingplätze teilweise nur während der Sommermonate geöffnet sind.

Wir persönlich möchten auf unseren Reisen möglichst flexibel bleiben und entscheiden häufig erst unterwegs, wo wir die nächsten Tage verbringen. Wenn wir allerdings einen ganz bestimmten Campingplatz besuchen möchten oder während der Hauptsaison unterwegs sind, kann eine Reservierung durchaus sinnvoll sein. Ansonsten genießen wir gerade die Freiheit, auch einmal spontan länger an einem schönen Ort zu bleiben.

Mit dem Wohnwagen mehrere Tage bleiben

Ein großer Vorteil des Wohnwagens ist für uns die Möglichkeit, ihn auf einem Campingplatz abzustellen und die Umgebung ganz entspannt mit dem Zugfahrzeug zu erkunden. Das haben wir während unserer früheren Schwedenreisen besonders geschätzt, denn gerade für Wanderungen, Fahrradtouren oder Ausflüge mit Kindern ist ein fester Ausgangspunkt ausgesprochen praktisch. Gleichzeitig entfällt das tägliche Rangieren und Aufbauen des Gespanns, sodass deutlich mehr Zeit für die eigentlichen Urlaubserlebnisse bleibt.

Deshalb würden wir gerade bei der ersten Schwedenreise empfehlen, nicht jeden Tag den Campingplatz zu wechseln. Oft lohnt es sich, mehrere Nächte an einem Ort zu verbringen und von dort aus die nähere Umgebung zu entdecken.

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Freistehen in Schweden und das Jedermannsrecht

Schweden ist für seine weitläufige Natur und das Jedermannsrecht bekannt, weshalb viele Reisende davon ausgehen, dass sie mit ihrem Wohnmobil oder Wohnwagen nahezu überall übernachten dürfen. Ganz so einfach ist es allerdings nicht, denn das schwedische Jedermannsrecht gilt nicht für motorisierte Fahrzeuge. Insbesondere das Befahren von Naturflächen abseits der dafür vorgesehenen Straßen ist nicht erlaubt. Hinzu kommen örtliche Park- und Übernachtungsverbote sowie besondere Vorschriften in Naturreservaten und anderen Schutzgebieten, die Du unbedingt beachten solltest.

Wir kombinieren auf unseren Schwedenreisen ganz unterschiedliche Übernachtungsmöglichkeiten. Neben Campingplätzen nutzen wir geeignete Stellplätze und andere Orte, an denen wir mit unserem Fahrzeug legal übernachten können. Gerade diese Flexibilität schätzen wir am Reisen durch Skandinavien, wobei wir selbstverständlich darauf achten, die Natur zu respektieren und niemanden zu stören. Wenn Du zum ersten Mal nach Schweden fährst, solltest Du Dich deshalb vorab mit den wichtigsten Regeln vertraut machen. So vermeidest Du unangenehme Überraschungen und kannst die Freiheit des Reisens mit Wohnwagen oder Wohnmobil entspannt genießen.

Weiterlesen: Freistehen mit dem Wohnmobil in Schweden – Regeln und unsere Erfahrungen.

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Wie viel Zeit solltest Du für Deine erste Schwedenreise einplanen?

Wie viel Zeit Du für Deine erste Schwedenreise einplanen solltest, hängt vor allem davon ab, welche Regionen Du besuchen möchtest und wie Du am liebsten reist. Für einen kürzeren Urlaub bietet sich Südschweden an, denn bereits hier erwarten Dich abwechslungsreiche Landschaften, zahlreiche Seen, schöne Küstenabschnitte und jede Menge Möglichkeiten für Outdoor-Aktivitäten. Gleichzeitig sparst Du Dir die langen Anfahrtswege in den Norden und hast mehr Zeit, um die einzelnen Reiseziele in Ruhe zu erkunden.

Wenn Du etwas mehr Zeit mitbringst, lohnt sich auch eine Reise nach Mittelschweden. Besonders die Region Dalarna mit dem Siljansee hat uns begeistert, aber auch die schwedische Westküste mit ihren Schärenlandschaften ist immer wieder einen Besuch wert. Möchtest Du dagegen bis nach Lappland fahren, solltest Du allein für die An- und Abreise deutlich mehr Zeit einkalkulieren. Schweden ist ein großes Land und die Entfernungen werden gerade bei der Planung einer ersten Reise häufig unterschätzt.

Unsere wichtigste Erfahrung aus vielen Jahren in Skandinavien lautet deshalb: Nimm Dir lieber weniger Ziele vor und verbringe dafür mehr Zeit an den Orten, die Dir besonders gut gefallen. Gerade mit dem Wohnwagen oder Wohnmobil hast Du schließlich die Freiheit, spontan länger zu bleiben, wenn Du unterwegs einen besonders schönen Platz entdeckst.

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Einkaufen und Bezahlen in Schweden

Die Versorgung mit Lebensmitteln ist in Schweden unkompliziert, denn in Städten und größeren Orten findest Du zahlreiche Supermärkte mit einem breiten Sortiment. Wir kaufen auf unseren Reisen gerne vor Ort ein, weil es für uns einfach dazugehört, auch die Lebensmittel und regionalen Spezialitäten eines Landes kennenzulernen. Natürlich kann es sinnvoll sein, bestimmte Lieblingsprodukte von zu Hause mitzunehmen, aber den gesamten Lebensmittelvorrat für mehrere Wochen durch Skandinavien zu transportieren, halten wir nicht für notwendig.

Auch das Bezahlen ist in Schweden denkbar einfach, denn das Land ist inzwischen weitgehend bargeldlos. Wir bezahlen unterwegs fast ausschließlich mit Karte und benötigen deshalb nur selten schwedische Kronen in bar. Trotzdem haben wir grundsätzlich eine zweite Zahlungsmöglichkeit dabei, falls eine Karte einmal nicht funktioniert. Gerade in abgelegeneren Regionen empfiehlt es sich außerdem, rechtzeitig einzukaufen, da die Entfernungen zwischen größeren Supermärkten deutlich zunehmen können.

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Gas, Wasser und Strom unterwegs

Wie viel Vorbereitung Du bei der Versorgung mit Gas, Wasser und Strom benötigst, hängt vor allem von Deinem Fahrzeug, Deiner technischen Ausstattung und der geplanten Reisezeit ab. Während Du auf Campingplätzen normalerweise eine gute Versorgungsinfrastruktur vorfindest, solltest Du bei längeren Aufenthalten abseits der Campingplätze etwas vorausschauender planen.

Gasversorgung

Wenn Du mit einer klassischen deutschen Gasflasche nach Schweden reist, solltest Du Dich vor der Abfahrt über mögliche Nachfüll- und Tauschmöglichkeiten informieren, denn deutsche Gasflaschen lassen sich im Ausland nicht überall problemlos austauschen. Besonders bei längeren Reisen oder niedrigen Temperaturen kann die Gasversorgung zu einem wichtigen Thema werden, insbesondere wenn Du nicht nur kochst, sondern auch mit Gas heizt oder warmes Wasser erzeugst.

Wie lange Deine Gasvorräte ausreichen, hängt deshalb stark von Deinem persönlichen Verbrauch und der Ausstattung Deines Fahrzeugs ab. Wir empfehlen Dir, vor der Reise Deinen ungefähren Bedarf abzuschätzen und Dich rechtzeitig über passende Versorgungsmöglichkeiten entlang Deiner Route zu informieren.

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Frischwasser und Entsorgung

Die Versorgung mit Frischwasser und die Entsorgung von Abwasser sind auf schwedischen Campingplätzen normalerweise unkompliziert. Darüber hinaus gibt es je nach Region weitere Ver- und Entsorgungsmöglichkeiten, allerdings solltest Du nicht davon ausgehen, dass jede Raststätte oder jeder Parkplatz entsprechend ausgestattet ist.

Gerade wenn Du gerne mehrere Tage unabhängig von Campingplätzen unterwegs bist, lohnt es sich, Deine Wasserreserven im Blick zu behalten und geeignete Entsorgungsmöglichkeiten frühzeitig einzuplanen. Wir verbinden die Ver- und Entsorgung nach Möglichkeit mit ohnehin notwendigen Zwischenstopps, damit wir unterwegs möglichst flexibel bleiben.

Stromversorgung

Ob Du regelmäßig einen Landstromanschluss benötigst, hängt hauptsächlich von Deiner technischen Ausstattung und Deinem persönlichen Stromverbrauch ab. Mit ausreichend Batteriekapazität und einer passenden Solaranlage kannst Du auch längere Zeit unabhängig von Campingplätzen unterwegs sein. Allerdings spielen dabei die Jahreszeit und das Wetter eine entscheidende Rolle, denn gerade im Herbst oder während längerer Schlechtwetterperioden fällt der Solarertrag deutlich geringer aus.

Wir empfehlen Dir deshalb, Deinen täglichen Strombedarf realistisch einzuschätzen und ausreichend Reserven einzuplanen. So kannst Du auch spontan mehrere Tage an einem schönen Ort verbringen, ohne ständig nach der nächsten Stromversorgung suchen zu müssen.

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Internet und Mobilfunk in Schweden

Mobiles Internet ist für uns auf unseren Schwedenreisen inzwischen unverzichtbar. Ob zur Navigation, für aktuelle Wettervorhersagen, die Suche nach Übernachtungsplätzen oder zum Arbeiten unterwegs – eine zuverlässige Internetverbindung erleichtert uns den Reisealltag erheblich. Da Schweden zur Europäischen Union gehört, kannst Du mit einem deutschen Mobilfunktarif grundsätzlich die europäischen Roaming-Regelungen nutzen. Allerdings solltest Du vor Deiner Reise prüfen, welches Datenvolumen Dir im EU-Ausland tatsächlich zur Verfügung steht, denn insbesondere bei Tarifen mit sehr hohem oder unbegrenztem Datenvolumen können Einschränkungen gelten.

Wenn Du Dein Smartphone hauptsächlich zur Navigation und gelegentlich zum Surfen verwendest, dürfte Dein bestehender Mobilfunktarif häufig ausreichen. Möchtest Du dagegen unterwegs arbeiten, regelmäßig Videos streamen oder mehrere Geräte gleichzeitig mit dem Internet verbinden, lohnt sich eine leistungsfähigere Lösung. Wir haben uns über die Jahre intensiv mit diesem Thema beschäftigt und nutzen inzwischen eine umfangreichere Internetausstattung in unserem Camper. Unsere Erfahrungen mit mobilen Routern, Datentarifen und verschiedenen technischen Lösungen haben wir in einem eigenen Ratgeber zusammengefasst.

Weiterlesen: Internet im Wohnmobil – unsere Technik und Erfahrungen in Skandinavien.

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Schweden mit Kindern: Natur und Outdoor-Aktivitäten

Schweden ist ein wunderbares Reiseziel für Familien mit Kindern, denn die abwechslungsreiche Natur bietet unzählige Möglichkeiten, gemeinsam Zeit im Freien zu verbringen. Ob beim Baden in einem der zahlreichen Seen, auf einer Wanderung durch die Wälder, bei einer Fahrradtour oder während einer gemeinsamen Kanufahrt – häufig braucht es gar kein aufwendiges Ausflugsprogramm, um einen abwechslungsreichen Urlaubstag zu erleben. Gerade diese unkomplizierten Naturerlebnisse machen für uns einen großen Teil des Reizes einer Schwedenreise aus.

Besonders praktisch ist es, mit dem Wohnwagen einen schön gelegenen Campingplatz als Ausgangspunkt für mehrere Tage zu wählen. So kannst Du die Umgebung mit dem Auto erkunden und unterschiedliche Aktivitäten unternehmen, ohne ständig mit dem gesamten Gespann unterwegs sein zu müssen. Gerade bei einer Reise mit Kindern würden wir deshalb darauf achten, nicht zu viele Ortswechsel einzuplanen und genügend Zeit für spontane Unternehmungen zu lassen. Ein Badetag am See, ein gemeinsames Lagerfeuer an einem dafür vorgesehenen Platz oder eine kleine Wanderung können schließlich mindestens genauso schön sein wie ein umfangreiches Besichtigungsprogramm.

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Medizinische Versorgung und wichtige Vorbereitungen

Auch wenn Schweden ein unkompliziertes Reiseland ist, solltest Du Dich vor Deiner Abreise mit einigen grundlegenden Dingen beschäftigen. Dazu gehören neben gültigen Reisedokumenten und einem ausreichenden Versicherungsschutz auch eine gut ausgestattete Reiseapotheke mit den wichtigsten Medikamenten und Verbandsmaterialien. Wenn Du regelmäßig Medikamente benötigst oder mit Kindern unterwegs bist, lohnt es sich besonders, die medizinische Versorgung bereits vor der Reise zu planen.

Mit der Europäischen Krankenversicherungskarte (EHIC) kannst Du in Schweden grundsätzlich medizinisch notwendige Leistungen im öffentlichen Gesundheitssystem in Anspruch nehmen. Da allerdings nicht alle Kosten abgedeckt sind, empfehlen wir zusätzlich eine Auslandsreisekrankenversicherung, die gegebenenfalls auch einen medizinisch notwendigen Rücktransport übernimmt. Im Notfall erreichst Du die schwedischen Rettungsdienste unter der europäischen Notrufnummer 112. Benötigst Du dagegen medizinischen Rat, ohne dass ein akuter Notfall vorliegt, kannst Du Dich unter 1177 an die schwedische Gesundheitsberatung wenden.

Weitere Informationen zur medizinischen Vorbereitung, unserer Reiseapotheke und wichtigen Maßnahmen für unterwegs findest Du in unserem ausführlichen Ratgeber.

Weiterlesen: Reisemedizin und Erste Hilfe auf Reisen.

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Unsere Tipps für Deine erste Schwedenreise

Wenn wir heute an unsere ersten Reisen mit dem Wohnwagen nach Schweden zurückdenken, würden wir vor allem eines anders machen: Wir würden uns weniger vornehmen.

Schweden ist ein Land, in dem es sich lohnt, einfach einmal mehrere Tage an einem schönen Ort zu bleiben. Die großen Entfernungen und die vielen interessanten Regionen verleiten schnell dazu, eine möglichst umfangreiche Route zusammenzustellen. Dabei bleibt dann manchmal zu wenig Zeit, um die einzelnen Orte wirklich kennenzulernen.

Mit einem Wohnwagen würden wir außerdem weiterhin besonders auf die Zufahrten zu abgelegenen Wandergebieten und kleinen Campingplätzen achten. Unsere Erfahrungen auf schmalen Schotterstraßen haben uns gezeigt, dass die kürzeste Strecke nicht immer die angenehmste ist.

Ansonsten würden wir die erste Reise möglichst entspannt angehen. Schweden bietet eine hervorragende Infrastruktur für Campingurlauber und gleichzeitig jede Menge Möglichkeiten, abseits der bekannten Reiseziele die Natur zu genießen.

Ob Du mit dem Wohnwagen oder dem Wohnmobil unterwegs bist, spielt dabei für uns eine untergeordnete Rolle. Viel wichtiger ist, dass Du Dir ausreichend Zeit nimmst.

Deine Schwedenreise weiter planen

Mit diesem Beitrag möchten wir Dir einen Einstieg in Deine erste Schwedenreise geben und unsere persönlichen Erfahrungen weitergeben.

Wenn Du jetzt eine konkrete Route zusammenstellen möchtest oder nach weiteren Reisezielen suchst, findest Du in unserem Schweden-Hub zusätzliche Informationen zu Regionen, Sehenswürdigkeiten, Outdoor-Aktivitäten und der Reiseplanung mit dem Camper.

Weiterlesen: Schweden mit dem Wohnmobil – Reiseplanung, Tipps und Reiseziele.

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Unsere Essentials für Skandinavien

Die Produkte, die wir beim Camping selbst nutzen oder bewusst ausgewählt haben, haben wir in einer thematischen Amazon-Storefront gebündelt, so dass Du sie leichter durchsuchen kannst.

Hinweise: Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links. Wenn Du über einen dieser Links etwas kaufst, erhalten wir eine Provision. Für Dich ändert sich der Preis nicht. Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen. In diesem Artikel werden teilweise KI-generierte Bilder zur Illustration verwendet.

Die Anzeige der Produkte wurde mit dem WordPress-Plugin „Affiliate-Toolkit“ umgesetzt.

Matthias

Nordlandverrückt und gerne draußen unterwegs. Hat Spaß am Fotografieren, Wandern, Packrafting und Mountainbiking. Ab 2026 Vollzeit im Reisemobil unterwegs auf der Suche nach mehr Freiheit und mehr Norden.

Dieser Beitrag hat 21 Kommentare

  1. Andreas

    Vielen Dank für die praktischen Tipps und Buch Empfehlungen!

    1. Matthias

      Lieber Andreas, wir freuen uns sehr über Dein Lob und wünschen Dir eine tolle Reise in den Norden!

    2. Siegfried Keller

      Hallo ihr beiden,
      Herzlichen Dank für Eure tollen Tipps.
      Wir fahren am Dienstag auf die Fähre von Rostock nach Trelleborg.
      An der Ostküste entlang auf die Insel Oland.
      Nach Stockholm und zum Götakanal.
      An den Vanernsee nach Malmö und nach Dänemark.

      Liebe Grüße Siggi und Moni aus Wange

      1. Matthias

        Wir wünschen Euch beiden eine ganz tolle Rundtour! Euer Trip kling nach einem super Plan! Wir sind schon weit oberhalb des Polarkreises und genießen die (fast) Mitternachtssonne. Ganz liebe Grüße!

  2. Engels

    Vielen Dank für die tollen Erläuterungen und hilfreichen Tipps.
    Richtig gut formuliert und niedergeschrieben.

    1. Matthias

      Urlaubsbedingt erst jetzt die Antwort auf Deinen netten Post. Vielen Dank für die positive Rückmeldung die mich sehr freut! Hoffe Du konntest viel für Deinen Urlaub an Infos gewinnen!

  3. Steven

    Vielen Dank für die tollen Tipps und Infos. Das hat mir sehr geholfen. Ende Juli gehts fürs uns mit Schorsch durch Südschweden. Da wir versuchen wollen einen Teil frei zu stehen ,stellt sich mir eine Frage. Wie sieht es mit Parkmöglichkeiten von Gespannen bei Sehenswürdigkeiten aus? Wenn man auf auf einem CP steht kann man ja den Wowa da lassen aber wenn wir frei stehen möchte ich den Wowa nicht auf dem Parkplatz stehen lassen. Hast du dazu auch Tipps für mich? Geplannt ist es am ersten Tag nach Ales Stenar zu fahren und dann an der Ostküste hoch. Kyrkö steht auch auf dem Programm, weiter nach Orrefors Camping und dann nach 2 Nächten richtung Astrid Lindgreen Park.
    LG Steven

    1. Matthias

      Da die Kriminalitätsrate gerade im Süden des Landes – was man so hört – in den letzten Jahren deutlich angestiegen ist, würde ich eher abraten, den WoWa allein auf einem Parkplatz stehen zu lassen, in einer Stadt wäre das für mich ein absolutes NoGo. Wir sind bisher zwar noch nie beklaut worden, lassen aber im Süden des Landes auch beim Einkaufen immer eine Person im Camper, die aufpaßt. Ich würde Euch raten, den WoWa lieber auf einem Campingplatz zu parken und von dort die Sehenswürdigkeiten mit dem Auto/Fahrrad zu erkunden. Da steht er auf jeden Fall sicher. An der Ostküste würde ich unbedingt die Insel Öland besuchen, dort gibt es herrliche Campingplätze mit flachem Sandstrand die für Kinder wunderbar zum Baden geeignet sind.

  4. Matthias

    Hallo Matthias,
    Danke, dass du dir die Mühe gemacht hast. Ein top-geschriebener Übersichtsartikel für Wohnwagenanfänger! Hat alle meine ersten Fragen beantwortet und ich denke in den kommenden Jahren werden wir dies mal versuchen.
    Gruß aus Schweden, aber gerade ohne Anhänger vom Namensvetter, Matthias

  5. Wicki, Eva

    Lieber Matthias,
    danke für diesen tollen Artikel.Er wird uns Schweden Erstlingen -mit Gespann( übrigens auch ein Bürsti) – sehr weiterhelfen!
    LG Eva

    1. Matthias

      Liebe Eva, besser spät als nie aber vielen Dank für Dein Lob. Ich hoffe Ihr habt einen ganz tollen ersten Urlaub im sonnigen Schweden!

  6. Bobby

    Vielen Dank für die guten Hinweise. Reise steht an am 10 Mai. Obwohl ich schon zwanzig Jahre mit WW fahre ist es dennoch immer gut solche Reisehinweise vorher zu bekommen. Weiterhin viel Freude Euch beiden.
    Gruß Bobby

    1. Matthias

      Lieber Bobby, vielen Dank für Dein Lob. Motiviert die Seite weiter zu entwickeln!

  7. Rudolf Frieser

    Hat vielleicht jemand eine Ahnung, wie hoch aktuell die Strompreise in Skandinavien sind?

    Rudolf

    1. Matthias

      Hallo Rudolf, auf den allermeisten Campingplätzen ist Strom in einer Pauschale von ca. 2-3€/Tag enthalten. Die Absicherung ist oft 16A, also mehr als ausreichend.

  8. Anneke

    Moin! Habt ihr zufällig auch Erfahrungen, wie es sich auf den Campingplätzen mit Hundefreundlichkeit verhält? Mein Mann muss arbeitsbedingt längere Zeit nach Schweden und wir wollen dann mit unserem Dietmar und 2 Hundis das Land erkunden. Freue mich über Rückmeldung und toller Beitrag!

  9. Hermann Meyer

    Sehr geehrte/r Heike und Matthias, meine Frau und ich sind in Rente und möchten gerne mal nach Schweden mit dem Wowa. Da meine
    Frau Gehbehindert ist hat sie Angst das wir nur zu zweit fahren! Gibt es eine Möglichkeit evtl. sich jemanden anzu-
    schließen?? Ihre Beiträge sind sehr interessant.
    Mit freundlichen Grüßen
    Hermann

    1. Matthias

      Lieber Hermann,
      es gibt wirklich keinen Grund Angst zu haben, die Schweden sind sehr hilfsbereit. Ich würde vorwiegend Campingplätze anfahren, mir als Zeitraum nicht unbedingt die Hauptsaison raussuchen und große Städte meiden, vor allem im Süden (Stichwort Malmö). Geführte Reisen durch Schweden kenne ich leider nur für 4×4-Fahrzeuge.
      Vg, Matthias

  10. viercampen.de

    Ein toller Artikel den ihr da geschrieben habt. Wir sind mit dem Norden auch noch nicht fertig 😉
    VG Pascal von viercampen.de

  11. Marco Weber

    Ihren Beitrag fand ich super cool! Ich habe nur das Allerbeste erlebt und werde euch selbstverständlich weiterempfehlen, obwohl ich es schon bei der Firma Hachinger-Camper (https://hachinger-camper.de/) getan habe. Ich habe euch selbstverständlich nur positiv weiterempfohlen und freue mich auf weitere positive Erfahrungen in der Zukunft.

    Gerne wieder!

    Mit freundlichen Grüßen,

    Marco Weber

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Du betrachtest gerade Das erste Mal mit Wohnwagen oder Wohnmobil nach Schweden