Atlanterhavsveien – Brücken über den Atlantik

Ein weiteres Must See in Norwegen ist der Atlanterhavsveien – eine Touristenstraße, die über insgesamt acht Brücken von Insel zu Insel über einen Teil der Atlantikküste in Møre og Romsdal führt. Die Straße ist nur knapp 8 Kilometer lang und liegt zwischen Molde und Kristiansund auf der Reichsstraße 64. Bei schönem Wetter sollte man sich das kurze Sträußchen keinesfalls entgehen lassen.

Über 7 Brücken fährt man immer wieder vorbei an kleinen Schäreninseln, die spärlich bewachsen zum Anhalten und die Seele baumeln lassen einladen. Den Sonnenuntergang hier zu erleben ist fast zu schön um wahr zu sein.

Durch den Wechsel der Gezeiten kommt es unter den Brücken zu heftigen Strömungen, was vor allem von Anglern sehr geschätzt wird. Im Meer vor dem Atlanterhavsveien gibt es großen Fischreichtum. Meist sind die betreffenden Brückenabschnitte also dicht von Anglern bevölkert, die dort teilweise mit beeindruckender “Hardware” auf Fischfang gehen (Handgroße Haken mit unterarmlangen Ködern hängen an dicken Angeln, die direkt auf dem Brückengeländer verschraubt werden).

Ausblick auf die Storseisund-Brücke

Die Storseisund-Brücke ist mit 230 Meter Länge und 23 Metern lichter Höhe die längste und wohl durch ihren geschwungenen Verlauf auch imposanteste Brücke des Atlanterhavsveien. Gebaut wurde die Atlantikstraße zwischen 1983 und 1989. Inzwischen ist die Benutzung der Straße mautfrei möglich. Auf der Website von Visitmolde.com (Link zur Website) oder der Informationsseite über die norwegischen Touristenstraßen (Link zur Website) kann man sich näher zur Küstenstraße informieren. Die Straße wurde erst vor wenigen Jahren renoviert und wohl durch Aussichtsplattformen bereichert, die wir aber leider noch nicht besichtigen konnten.

Ausblick auf die Storseisund-Brücke

Auf dem Atlanterhavsveien ist man gut beraten, sich rasch einen Parkplatz zu suchen, da man die Straße auch schneller wieder hinter sich gebracht hat, als man sich das wohl gedacht hat. 8 Kilometer sind halt doch nicht ganz so lang…

Teilweise führen kleine Trampelpfade von den Parkplätzen zu schönen Aussichtspunkten auf kleinen Anhöhen. Man marschiert über vom Wind blinkgeschliffene Felsen während einem der Wind um die Nase pfeift.

Die Straße ist mit Wohnwagen und Wohnmobil gut zu befahren, Parkplätze (auch teilweise groß) sind mehrere im Verlauf der 8 Kilometer am Wegesrand. Die Angel sollte man keinesfalls vergessen, wir haben auf jeden Fall ein paar leckere Makrelen aus dem Meer gezogen. Eine offiziell erlaubte Übernachtungsmöglichkeit gibt es in unmittelbarer Nähe der Brücken leider bisher nicht.

Herrliche Aussicht beim Angeln inklusive.

An Campingplätzen in der Nähe wird man jedoch fündig. Ein schöner Platz in der Nähe ist Lysø Camping, den wir bereits mehrfach besucht haben. Dort sollte man jedoch nur mit genug Bargeld aufkreuzen, da es am Platz keine Möglichkeit der Kartenzahlung gibt.

Matthias

Nordlandverrückt und gerne draußen unterwegs. Oft mit zu viel und zu schwerer Fotoausrüstung. Könnte das ganze Jahr im Reisemobil unterwegs sein, wenn die Arbeit nicht wäre...

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