Blå Vägen: Mit dem Wohnmobil über die E12 nach Norwegen

Der Blå Vägen gehört für uns zu den interessantesten Ost-West-Verbindungen durch Nordskandinavien. Statt einfach möglichst schnell von Schweden nach Norwegen zu fahren, führt Dich die E12 durch Wälder und Seenlandschaften, entlang des Umeälven und schließlich hinauf ins schwedische Fjäll.

Wir sind diese Strecke mit dem Wohnmobil auf unserem Weg nach Norwegen gefahren. Je weiter wir nach Westen kamen, desto stärker veränderte sich die Landschaft. Aus den endlosen Wäldern im schwedischen Inland wurden schließlich Berge, Fjäll und eine zunehmend kargere Landschaft, bevor wir die Grenze nach Norwegen überquerten.

Der schwedische Abschnitt des Blå Vägen ist rund 460 Kilometer lang. Er führt von der Küste bei Umeå über Lycksele und Storuman nach Tärnaby und Hemavan bis zur norwegischen Grenze. Von dort kannst Du der E12 weiter bis Mo i Rana folgen.

Für uns ist der Blå Vägen deshalb weit mehr als eine praktische Verbindung zwischen Schweden und Norwegen. Mit genügend Zeit wird aus der Fahrt ein eigener Roadtrip durch sehr unterschiedliche Landschaften Nordskandinaviens.

Blå Vägen auf einen Blick

🛣️ Straße

Der Blå Vägen folgt in Schweden weitgehend der E12 und verbindet die Ostseeküste mit dem schwedischen Fjäll und Norwegen.

📏 Strecke

Der schwedische Abschnitt ist rund 460 Kilometer lang.

📍 Wichtige Orte

Umeå, Lycksele, Storuman, Tärnaby und Hemavan liegen direkt oder unmittelbar an der Route.

🏔️ Landschaft

Wälder, Seen, Umeälven und schließlich das Fjäll prägen die Fahrt Richtung norwegische Grenze.

🚐 Wohnmobil

Die E12 ist eine wichtige Verkehrsverbindung und lässt sich problemlos mit größeren Wohnmobilen befahren.

🇳🇴 Weiterfahrt

Hinter Hemavan führt die E12 über die Grenze und weiter durch die norwegische Bergwelt nach Mo i Rana.

Auf der E45 Richtung Norden

Was ist der Blå Vägen?

Blå Vägen bedeutet übersetzt schlicht „Blauer Weg“ oder „Blaue Straße“. Der Name passt ziemlich gut zur Landschaft, denn Wasser begleitet Dich auf großen Teilen der Strecke.

Die gesamte internationale Route reicht weit über Schweden hinaus und verbindet Regionen in Norwegen, Schweden und Finnland. Für einen Roadtrip mit dem Wohnmobil ist für uns vor allem der schwedische Abschnitt der E12 interessant.

Von der Ostseeküste bei Umeå führt die Straße immer weiter ins Landesinnere. Lange Zeit begleitet sie dabei die Landschaft des Umeälven. Über Lycksele und Storuman geht es schließlich in Richtung Tärnaby und Hemavan.

Westlich von Hemavan verändert sich die Umgebung noch einmal deutlich. Die Wälder werden weniger, die Berge dominieren zunehmend die Landschaft und schließlich erreichst Du die Grenze zu Norwegen.

Dort endet das Erlebnis allerdings nicht. Die E12 führt weiter durch die Berge bis nach Mo i Rana und schafft damit eine direkte Verbindung von der schwedischen Ostseeküste bis in die Nähe der norwegischen Atlantikküste.

Warum heißt die Straße Blå Vägen?

Der Name ist kein moderner Marketingbegriff für eine schöne Ferienstraße. Die Bezeichnung Blå Vägen wird bereits seit Jahrzehnten für die Ost-West-Verbindung verwendet.

Der Name passt zu den zahlreichen Gewässern entlang der Route. Besonders prägend ist der Umeälven, dessen Flusssystem Dich über weite Teile der Fahrt durch Västerbotten begleitet.

Dazu kommen Seen, Stromschnellen und kleinere Flüsse. Selbst wenn die E12 nicht ständig unmittelbar am Wasser entlangführt, spielt es landschaftlich auf der gesamten Strecke eine große Rolle.

Je weiter Du nach Westen fährst, desto stärker verändert sich dieses Bild. Aus der von Wald und Flüssen geprägten Landschaft wird schließlich das offene schwedische Fjäll.

Gerade dieser Übergang macht den Blå Vägen für uns interessanter als eine reine Transitroute.

Die Route des Blå Vägen durch Schweden

Wenn Du den schwedischen Abschnitt vollständig fahren möchtest, kannst Du an der Küste bei Umeå beziehungsweise Holmsund starten.

Von dort führt die E12 zunächst durch Västerbotten ins Landesinnere. Wichtige Stationen sind Vännäs und Lycksele, bevor Du Storuman erreichst.

In Storuman kreuzt die E12 die E45. Der Ort ist deshalb ein wichtiger Verkehrsknoten für Reisende, die Schweden in Nord-Süd-Richtung auf der Inlandsvägen durchqueren.

Ab Storuman wird die Strecke für uns landschaftlich zunehmend interessanter. Die E12 führt weiter Richtung Tärnaby und Hemavan und damit immer tiefer in die Bergregion hinein.

Hinter Hemavan folgt schließlich der letzte Abschnitt durch das schwedische Fjäll bis zur norwegischen Grenze. Auf norwegischer Seite bleibt die Straße die E12 und führt weiter bis Mo i Rana.

Die komplette schwedische Strecke kannst Du zwar theoretisch an einem langen Fahrtag zurücklegen. Für einen Roadtrip würden wir das aber nicht machen. Dafür gibt es unterwegs zu viele Möglichkeiten für Stopps und die Landschaft verändert sich zu stark.

Umeå – Start an der Ostseeküste

Umeå eignet sich gut als Ausgangspunkt für den Blå Vägen. Die größte Stadt entlang des schwedischen Abschnitts liegt nahe der Ostseeküste und bietet sich gleichzeitig an, um vor der Fahrt ins Landesinnere noch einmal einzukaufen, zu tanken oder Vorräte aufzufüllen.

Von hier folgt die E12 zunächst dem Umeälven in westlicher Richtung.

Der landschaftliche Charakter unterscheidet sich dabei noch deutlich von dem, was Dich später im Fjäll erwartet. Wälder, Flüsse und Seen prägen diesen ersten Teil der Route.

Gerade das macht die komplette Fahrt interessant: Der Blå Vägen zeigt Dir nicht nur eine einzelne spektakuläre Bergstraße, sondern einen Querschnitt durch unterschiedliche Landschaften Nordschwedens.

Lycksele – unterwegs durch Västerbotten

Lycksele liegt ungefähr auf dem Weg zwischen Umeå und Storuman und eignet sich gut für eine Pause auf dem ersten Teil der Strecke.

Die Umgebung ist noch stark von Wald und Flusslandschaften geprägt. Wenn Du den Blå Vägen nicht nur als Transitstrecke fährst, findest Du rund um Lycksele verschiedene Möglichkeiten, die Fahrt zu unterbrechen und die Region etwas genauer kennenzulernen.

Wir würden allerdings nicht versuchen, aus jedem Ort entlang der E12 einen Pflichtstopp zu machen. Der Reiz dieser Route liegt für uns mindestens genauso sehr in der Fahrt selbst.

Nimm Dir Zeit, halte dort an, wo Dir die Landschaft gefällt, und lass Dich nicht von einer langen Liste vermeintlicher Sehenswürdigkeiten durch den Tag treiben.

Storuman – wo Blå Vägen und Inlandsvägen zusammentreffen

Storuman ist für Wohnmobilreisende ein wichtiger Punkt auf der Route. Hier kreuzen sich mit E12 und E45 zwei der großen Straßen durch Nordschweden.

Kommst Du aus dem Süden über die Inlandsvägen, kannst Du in Storuman auf den Blå Vägen Richtung Norwegen wechseln. Genau dadurch eignet sich die Route hervorragend für unterschiedliche Rundreisen durch Skandinavien.

Landschaftlich markiert Storuman für uns außerdem langsam den Übergang. Westlich des Ortes kommst Du den Bergen immer näher und die Fahrt bekommt zunehmend Fjällcharakter.

Wenn Du Lebensmittel oder andere Vorräte benötigst, ist Storuman zudem ein sinnvoller Ort für einen Zwischenstopp, bevor Du weiter Richtung Tärnaby und Hemavan fährst.

Von Storuman nach Tärnaby

Westlich von Storuman beginnt für uns einer der schönsten Teile des Blå Vägen.

Die Siedlungen werden kleiner, die Landschaft wirkt zunehmend weiter und am Horizont tauchen immer häufiger Berge auf. Gleichzeitig begleitet Dich weiterhin das Wasser in Form von Seen und Flüssen.

Je weiter Du Richtung Tärnaby fährst, desto deutlicher merkst Du, dass Du das schwedische Inland hinter Dir lässt und Dich dem Fjäll näherst.

Gerade mit dem Wohnmobil würden wir auf diesem Abschnitt genügend Zeit für spontane Pausen einplanen. Nicht jeder schöne Aussichtspunkt trägt einen Namen und manche unserer liebsten Stopps in Skandinavien entstehen genau deshalb zufällig.

Tärnaby – mitten im schwedischen Fjäll

Tärnaby liegt bereits mitten in einer ausgeprägten Berglandschaft und ist vor allem als Wintersportort bekannt.

Für uns ist der Ort auf dem Blå Vägen vor allem deshalb interessant, weil sich die Landschaft hier endgültig verändert. Die bewaldeten Abschnitte des schwedischen Inlandes liegen zunehmend hinter Dir und die Berge bestimmen das Panorama.

Wenn Du mehr Zeit mitbringst, kannst Du Tärnaby als Ausgangspunkt für Wanderungen und weitere Ausflüge in die Fjällregion nutzen.

Fährst Du dagegen hauptsächlich den Blå Vägen Richtung Norwegen, ist der Ort ein guter Zwischenstopp auf den letzten Kilometern vor Hemavan.

Hemavan – letzter größerer Ort vor Norwegen

Hemavan liegt rund 100 Kilometer von Mo i Rana entfernt und ist der letzte größere schwedische Ort, bevor der Blå Vägen über die Grenze nach Norwegen führt.

Für viele Reisende ist Hemavan vor allem als Ski- und Wanderregion bekannt. Gleichzeitig eignet sich der Ort gut für eine Pause, bevor Du den letzten Abschnitt über das Fjäll in Angriff nimmst.

Ab hier wird die Fahrt für uns besonders interessant. Die Landschaft wird offener und Du näherst Dich immer weiter der norwegischen Bergwelt.

Wenn Du genügend Zeit hast, lohnt es sich deshalb, Hemavan nicht nur als letzten Versorgungsstopp vor der Grenze zu betrachten. Die Fjällregion rund um Hemavan und Tärnaby bietet zahlreiche Möglichkeiten für Wanderungen und weitere Outdoor-Aktivitäten.

Über das Fjäll zur norwegischen Grenze

Hinter Hemavan führt die E12 weiter Richtung Westen und damit mitten hinein in die Berglandschaft an der schwedisch-norwegischen Grenze.

Dieser Abschnitt gehört für uns zu den landschaftlich schönsten Teilen des gesamten Blå Vägen. Die Vegetation wird karger, Berge und Seen bestimmen die Umgebung und die Straße zieht sich durch eine zunehmend offene Landschaft.

An der Grenze gibt es keinen dramatischen Landschaftswechsel. Trotzdem merkst Du nach der Weiterfahrt schnell, dass Du Norwegen erreicht hast.

Die Berge rücken näher an die Straße und die Strecke verliert immer mehr den Charakter einer typischen schwedischen Fernstraße.

Gerade nach vielen Kilometern durch die Wälder Nordschwedens ist dieser Übergang besonders eindrucksvoll.

Vom Blå Vägen nach Mo i Rana

Nach der Grenze folgt die E12 weiter der Berglandschaft Richtung Mo i Rana. Zwischen Hemavan und Mo i Rana liegen rund 100 Kilometer.

Auf diesem Abschnitt durchquerst Du unter anderem den langen Umskaret-Tunnel. Er ersetzte die frühere Strecke über das Fjäll, die bei schlechtem Winterwetter regelmäßig Probleme bereitete.

Danach geht es zunehmend hinunter in Richtung Mo i Rana.

Für uns war die Ankunft dort gleichzeitig der Übergang vom schwedischen Inland in eine völlig andere norwegische Landschaft. Wer von hier weiter Richtung Küste fährt, erreicht schnell Fjorde, Berge und schließlich die Helgelandküste.

Übernachten direkt am Wasser - in Schweden kein Problem!

Auf dem Blå Vägen von Schweden nach Norwegen

In Storuman zweigt die E12 in nordwestlicher Richtung von der E45 ab und heißt bis zur norwegischen Grenze „Blå vägen“, der blaue Weg. Diesen Namen hat sich die Strecke, welche durch eine schöne Seenlandschaft führt, auch redlich verdient. Leider finden auf einigen Teilen der Strecke derzeit Straßenarbeiten statt und wir rumpeln über sehr grobschlottrigen Kies bis zu unserem heutigen Übernachtungsplatz direkt an einem See. Hier gibt es um diese Jahreszeit leider derart viele Mücken, das wir es vorziehen, den Rest des Abends im Reisemobil zu bleiben. Auch heute haben wir wieder ca. 450km geschafft.

Die Aussicht ist atemberaubend!

Erst kurz vor Mo i Rana auf norwegischer Seite, verläßt die Straße das Hochplateau und es geht hinunter bis auf Meereshöhe. Wer nochmal LPG tanken muss, der findet in Mo i Rana eine Auffüllmöglichkeit für Gastanks, die im Norden nicht wirklich häufig sind.

Nun wollen wir auf den Rv17, den Küstriksveien queren und nutzen dazu den sehr schönen Rv810 am Nordufer des Ranfjorden. Auch hier wieder viele schöne Blicke auf den Fjord. Den heutigen Tag lassen wir am Hellåga rasteplass ausklingen. Hier übernachtet man direkt oberhalb des Fjords. Treppenstufen führen bis ans Wasser, ein Zustieg lädt zum Baden oder Angeln ein. Abends sehen wir Schweinswale. Die Natur hier ist echt klasse! Die heutige Tagesetappe war ca. 250km.

Großer See am Blå vägen
Rastplatz kurz vor der Grenze
Der Helga rasteplass von oben

Unsere Fahrt auf dem Blå Vägen

Wir sind damals nicht in Umeå auf den Blå Vägen gestartet, sondern kamen aus Richtung Torsby und fuhren durch das schwedische Inland nach Norden.

Dadurch war der Blå Vägen für uns zunächst vor allem die Verbindung hinüber nach Norwegen. Erst während der Fahrt wurde uns bewusst, wie stark sich die Landschaft auf dieser Strecke verändert.

Besonders der westliche Abschnitt Richtung Hemavan und norwegische Grenze ist uns dabei in Erinnerung geblieben. Nach den langen Waldstrecken des schwedischen Inlandes wirkt die zunehmend offene Fjälllandschaft wie ein deutlicher Wechsel.

Genau deshalb würden wir die Route heute nicht mehr nur als Anreise betrachten.

Wasserfall kurz vor der norwegischen Grenze

Blå Vägen mit dem Wohnmobil

Der Blå Vägen eignet sich sehr gut für größere Wohnmobile. Die E12 ist keine kleine Touristenstraße, sondern eine wichtige Verkehrsverbindung zwischen Schweden und Norwegen.

Entsprechend musst Du Dir normalerweise keine Gedanken darüber machen, ob Dein Wohnmobil für die Strecke zu groß ist.

Das bedeutet allerdings auch, dass Du Dir die Straße mit normalem Fern- und teilweise Schwerverkehr teilst. Wer eine einsame kleine Panoramastraße erwartet, hat deshalb die falsche Vorstellung vom Blå Vägen.

Seine Stärke liegt vielmehr in der Kombination: Du kommst gut voran und fährst trotzdem durch eine abwechslungsreiche Landschaft.

Mit dem Wohnmobil hast Du außerdem die Freiheit, unterwegs spontan Pausen einzulegen und den Roadtrip auf mehrere Tage zu verteilen.

Tanken und Einkaufen entlang des Blå Vägen

Auch wenn der Blå Vägen durch teilweise dünn besiedelte Regionen führt, handelt es sich nicht um eine abgelegene Piste.

In den größeren Orten entlang der Strecke findest Du Möglichkeiten zum Tanken und Einkaufen. Besonders Umeå, Lycksele, Storuman sowie die Region Tärnaby/Hemavan eignen sich dafür.

Trotzdem würden wir mit dem Wohnmobil nicht bis zum letzten Liter Diesel warten. Die Abstände zwischen Tankstellen können im dünner besiedelten Norden größer sein, als Du es aus Deutschland gewohnt bist.

Das Gleiche gilt für Lebensmittel. Wenn Du mehrere Tage unterwegs sein möchtest, ist ein größerer Einkauf in einem der Orte entlang der Route entspannter als die Suche nach einem bestimmten Produkt in einer kleinen Siedlung.

ℹ️ Weitere Erfahrungen zu Tankstellen, Bezahlen und Kraftstoff findest Du in unserem Ratgeber zum Tanken in Skandinavien.

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Wie viel Zeit solltest Du für den Blå Vägen einplanen?

Rein fahrtechnisch kannst Du den schwedischen Abschnitt des Blå Vägen an einem Tag bewältigen. Visit Sweden gibt für die rund 460 Kilometer eine reine Fahrzeit von knapp sechs Stunden an.

Für uns würde das dem Charakter der Strecke aber nicht gerecht.

Wenn Du lediglich von Schweden nach Norwegen gelangen möchtest, ist ein langer Fahrtag natürlich möglich. Möchtest Du die Route dagegen als Teil Deiner Reise erleben, würden wir mindestens zwei Tage einplanen.

Mit drei oder mehr Tagen bleibt genügend Zeit für längere Stopps, Spaziergänge oder eine Wanderung im Fjäll.

Gerade mit dem Wohnmobil besteht schließlich kein Grund, die Strecke möglichst schnell abzuhaken.

Wann ist die beste Reisezeit für den Blå Vägen?

Im Sommer lässt sich der Blå Vägen besonders unkompliziert in einen Roadtrip durch Schweden und Norwegen integrieren. Die langen Tage geben Dir viel Zeit für spontane Stopps und die Fjällregion rund um Tärnaby und Hemavan eignet sich dann auch für Wanderungen.

Frühling und Herbst können landschaftlich ebenfalls sehr reizvoll sein. Gerade im westlichen Abschnitt musst Du aber bedenken, dass Du Dich bereits in einer nordischen Bergregion bewegst und sich Wetterbedingungen schnell ändern können.

Im Winter bekommt der Blå Vägen einen völlig anderen Charakter. Schnee, Eis und winterliche Straßenverhältnisse gehören dann zur Reiseplanung dazu.

Wenn Du die Strecke außerhalb des Sommers fährst, würden wir deshalb unmittelbar vor der Fahrt die aktuellen Straßen- und Wetterbedingungen kontrollieren.

ℹ️ Planst Du eine Reise in der kalten Jahreszeit, findest Du in unserem Ratgeber Skandinavien im Winter mit dem Wohnmobil unsere Erfahrungen und Tipps zu Straßen, Fahrzeug und Wintercamping.

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Lohnt sich der Blå Vägen?

Wenn Du einfach möglichst schnell von Südschweden nach Norwegen möchtest, gibt es je nach Ausgangspunkt andere und teilweise direktere Routen.

Der Blå Vägen ist für uns deshalb vor allem dann interessant, wenn Du Nordschweden ohnehin in Deine Reise einbeziehen möchtest oder vom schwedischen Inland Richtung Helgeland und Mo i Rana unterwegs bist.

Seine Stärke liegt nicht in einem einzelnen spektakulären Aussichtspunkt.

Stattdessen verändert sich die Landschaft über viele Kilometer hinweg. Du startest zwischen Wäldern und Flüssen, folgst dem Umeälven immer weiter ins Landesinnere und erreichst schließlich das schwedische Fjäll. Hinter der Grenze geht die Fahrt durch die norwegischen Berge weiter bis Mo i Rana.

Genau dieser Übergang macht die Strecke für uns zu einem Roadtrip und nicht nur zu einer Verbindung von A nach B.

Unser Fazit zum Blå Vägen

Der Blå Vägen war für uns ursprünglich Teil der Anreise nach Norwegen. Rückblickend würden wir der Strecke deutlich mehr Aufmerksamkeit schenken.

Besonders schön ist die Veränderung der Landschaft. Über viele Kilometer begleiten Dich Wälder, Flüsse und Seen, bevor die Berge immer näher rücken und schließlich das Fjäll die Umgebung bestimmt.

Mit dem Wohnmobil lässt sich die E12 entspannt fahren und gleichzeitig gut mit anderen Routen durch Schweden und Norwegen kombinieren.

Wenn Du genügend Zeit hast, würden wir deshalb nicht versuchen, die gesamte Strecke an einem Tag abzuhaken. Plane ein oder zwei zusätzliche Stopps ein, verlasse zwischendurch das Wohnmobil und genieße den Weg.

Denn genau darum geht es für uns beim Blå Vägen: Er bringt Dich nicht nur von Schweden nach Norwegen – die Anreise wird selbst zu einem Teil der Reise.

Matthias

Nordlandverrückt und gerne draußen unterwegs. Hat Spaß am Fotografieren, Wandern, Packrafting und Mountainbiking. Ab 2026 Vollzeit im Reisemobil unterwegs auf der Suche nach mehr Freiheit und mehr Norden.

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