Siljansee in Schweden: Unsere Tipps für Dalarna

Der Siljansee in Schweden gehört für uns zu den Orten, die ziemlich genau dem Bild entsprechen, das viele von Dalarna im Kopf haben: tiefblaues Wasser, rote Holzhäuser, Wälder, kleine Orte und jede Menge Möglichkeiten, draußen unterwegs zu sein.

Wir haben mehrere Tage am Siljansee verbracht und die Region mit Wohnwagen, Fahrrad und Kanu erkundet. Unser Ausgangspunkt war die Insel Sollerön im westlichen Teil des Sees. Von dort waren wir unter anderem in Mora unterwegs und haben den Siljan auch vom Wasser aus erlebt.

In diesem Beitrag zeigen wir Dir unsere Erfahrungen am Siljansee, welche Orte sich rund um den See lohnen und was Du dort beim Camping, Radfahren und Paddeln unternehmen kannst.

Stand: September 2026. Unsere persönlichen Erfahrungen stammen von unserer damaligen Schwedenreise. Zeitabhängige Informationen haben wir für diesen Beitrag aktualisiert.

Siljansee auf einen Blick
Region Dalarna, Mittelschweden
Bekannte Orte Mora, Rättvik, Leksand und Tällberg
Insel Sollerön
Bekannt für Natur, Dalakultur und Outdooraktivitäten
Aktivitäten Radfahren, Wandern, Baden, Kanu und Kajak
Camping Zahlreiche Möglichkeiten rund um den See
Besonders interessant Nusnäs und die traditionellen Dalapferde
Unser Ausgangspunkt Sollerön
Unser Tipp Nicht nur durchfahren, sondern mehrere Tage bleiben

Der Siljan ist der siebtgrößte See Schwedens. Rund um den See liegt eine der bekanntesten Kulturlandschaften Dalarnas.


Wo liegt der Siljansee in Schweden?

Der Siljansee liegt in Dalarna in Mittelschweden.

Rund um den See liegen bekannte Orte wie Mora, Rättvik und Leksand. Dazu kommen kleinere Orte und Dörfer wie Tällberg und Nusnäs sowie die große Insel Sollerön.

Gerade diese Mischung gefällt uns an der Region.

Du kannst morgens am See sitzen, tagsüber eine Fahrradtour oder Wanderung unternehmen und anschließend einen der kleinen Orte rund um den Siljan besuchen.

Wer mit Wohnmobil oder Wohnwagen durch Schweden reist, kann die Region deshalb sehr gut für mehrere Tage in eine Rundreise einbauen.

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Was macht den Siljansee besonders?

Auf den ersten Blick ist der Siljan einfach ein großer schwedischer See.

Wenn Du etwas länger bleibst, merkst Du aber schnell, dass die Region mehr zu bieten hat.

Rund um den Siljan treffen Natur und traditionelle Kultur Dalarnas unmittelbar aufeinander. Rote Holzhäuser, alte Dörfer, Dalapferde und Mittsommertraditionen gehören genauso zur Region wie Wälder, Wasser und Wanderwege.

Auch geologisch ist die Gegend außergewöhnlich.

Vor etwa 380 Millionen Jahren schlug hier ein großer Meteorit ein und schuf den sogenannten Siljansring. Heute gehört das Gebiet zum Siljan Geopark, Schwedens erstem nationalen Geopark.

Für uns ist das aber eher ein interessanter Hintergrund als der eigentliche Grund für einen Besuch.

Wir kommen wegen der Landschaft.


Die schönsten Orte am Siljansee

Wenn Du einige Tage am Siljan verbringst, musst Du nicht versuchen, jeden Ort rund um den See abzuhaken.

Ein paar Orte würden wir aber in die Reiseplanung aufnehmen.

Mora

Mora liegt am nordwestlichen Ende des Siljan und ist vermutlich der bekannteste Ort der Region.

International ist Mora vor allem durch den Vasaloppet bekannt. Gleichzeitig ist die Stadt ein guter Ausgangspunkt, um die Region rund um den Siljan zu erkunden.

Wir selbst haben Mora während unseres Aufenthalts mit dem Fahrrad besucht.

In Mora gibt es einen Souvenir-Shop gegenüber der großen Kirche am Beginn der Fußgängerzone, in dem man Dalapferdchen jeder Größe, Farbe und Preisklasse kaufen kann. Unsere Tochter war schwer begeistert und konnte sich kaum entscheiden, welches Pferdchen es denn nun sein sollte. Auch zwei Outdoor-Geschäfte sind in der Fußgängerzone, wo man seine Ausrüstung komplettieren kann. Interessant ist auch die große Dampflock, die direkt am Hafen ausgestellt ist.

Mora selbst hat einen riesigen, aber auch nicht ganz preiswerten Campingplatz mit allen Annehmlichkeiten zu bieten. Er liegt sehr zentral und man kann von da aus Mora bei einem kleinen Spaziergang erkunden.

Mora hat einige schöne Bauwerke zu bieten

Rättvik

Rättvik liegt am östlichen Ufer des Siljan.

Besonders bekannt ist die Långbryggan, eine lange Holzbrücke, die weit in den See hinausführt. Die aktuelle Tourismusinformation gibt ihre Länge mit 628 Metern an. Einen Spaziergang auf die lange Holzbrücke sollte man sich bei einem Besuch von Rättvik auf keinen Fall entgehen lassen.

Weiterhin gibt es oberhalb von Rättvik noch einen bekannten Aussichtsturm, von dem aus sich große Teile des Siljansees überblicken lassen. Der Turm ist ein schönes Ziel für eine Radtour.

Rättvik eignet sich gut für einen Zwischenstopp während einer Tour rund um den Siljan und besitzt außerdem einen flachen Sandstrand am See.

Auch in Rättvik gibt es den herrlich am See gelegenen Campingplatz Siljansbadet mit Stellplätzen direkt am Wasser und Sandstrand. Wir haben den Platz schon mehrfach besucht und können ihn für einen Stop auf der Durchreise sehr empfehlen.

Ausblick vom herrlichen Campingplatz in Rättvik direkt am See
Neben der Kirche in Rättvik kann man historische Gebäude besichtigen.

Leksand

Auch Leksand gehört zu den klassischen Orten der Siljanregion.

Der Ort ist stark mit den Traditionen Dalarnas verbunden und besonders für seine Mittsommerfeiern bekannt. Leksand liegt dort, wo der Österdalälven in den Siljan mündet.

Bekannt ist Leksand durch eine große Knäckebrot-Fabrik „Leksands Knäcke“, die auch einen Fabrikverkauf und seit kurzem einen Wohnmbilstellplatz bietet. Unserer Meinung nach unbedingt einen Besuch wert!

Wenn Du ohnehin eine Runde um den Siljan fährst, lässt sich Leksand gut in die Tour integrieren.


Sollerön – unser Ausgangspunkt am Siljansee

Für uns ist Sollerön mit dem Siljansee besonders eng verbunden, denn hier haben wir während unserer Reise übernachtet.

Die Insel liegt im westlichen Teil des Sees und war für uns ein guter Ausgangspunkt, um die Umgebung zu erkunden.

Nusnäs und die Dalapferde

Nur wenige Kilometer außerhalb von Mora liegt Nusnäs.

Der kleine Ort ist eng mit einem der bekanntesten Symbole Schwedens verbunden: dem Dalapferd – Dalahäst.

Noch heute werden dort Dalapferde hergestellt und von Hand bemalt. Auch die aktuelle regionale Tourismusinformation nennt Nusnäs ausdrücklich als Ort der traditionellen Dalapferd-Herstellung.

Wenn Du ohnehin in Mora unterwegs bist, lässt sich Nusnäs gut mit einem Besuch verbinden.

Wenn Du gerne nach schwedischen Outdoorprodukten, Werksverkäufen und regionalen Herstellern suchst, findest Du weitere Stopps in unserem Beitrag über Fabrikverkäufe und Outlets in Schweden.

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Nusnäs ist für seine Dalapferde weithin bekannt.

Unsere Erfahrungen am Siljansee

Unser Aufenthalt am Siljansee war keine klassische Rundreise von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit.

Wir hatten unser Lager auf Sollerön aufgeschlagen und erkundeten die Region von dort aus. Genau das würden wir heute wieder so machen. Sollerön-Camping liegt herrlich in der Natur, etwas außerhalb, bietet aber gleichzeitig eine gute Anbindung, um die umliegenden Hotspots gut zu erreichen.


Camping am Siljansee

Rund um den Siljan gibt es zahlreiche Campingmöglichkeiten.

Wir selbst haben während unserer Reise auf Sollerö-Camping übernachtet.

Unsere Camping-Erfahrung am Siljansee

Bei unserem Aufenthalt haben wir den Campingplatz folgendermaßen erlebt:

Sollerö-Camping liegt herrlich auf der Insel Sollerön. Es ist ein großer, vor allem von Caravanern und Dauercampern dominierter Platz auf einem aufsteigendem Wiesengelände und direkt am See gelegen. Die Parzellen sind groß, nicht gegeneinander mit Bewuchs abgegrenzt, es gibt kostenloses WLAN, die Sanitäreinrichtungen sind sauber und gepflegt. Auch eine Waschmaschine/Trockner gibt es. Weiterhin sind Badestellen und ein Spielplatz vorhanden. Wir haben uns dort sehr wohl gefühlt.

Auch Camping Sollerö liegt direkt am See
Das eigene Kanu kann man hier leicht zu Wasser bringen

Mit dem Fahrrad am Siljansee

Eine unserer schönsten Möglichkeiten, die Gegend zu erkunden, war das Fahrrad.

Von Sollerön aus sind wir über den Wanderweg Siljansleden Richtung Mora gefahren.

Direkt am Campingplatz Sollerö führt der Wanderweg „Siljansleden“ vorbei, auf dem man wunderbar bis Mora, der „Hauptstadt“ am Siljansee radeln kann. Landschaftlich ist es eine schöne Strecke, leider aber zum Teil auf einer breiten Landstraße mit Seitenstreifen. Nach Mora und retour legt man mit dem Fahrrad ca. 40 Kilometer auf zumeist ebener Strecke zurück, was sich auch mit etwas größeren Kindern noch gut radeln lässt. Pro Strecke sollte man etwa 90 Minuten einkalkulieren.

Auch heute spielt Radfahren rund um den Siljan eine große Rolle. Der Siljansleden verbindet verschiedene Bereiche der Region; daneben gibt es weitere kürzere Radrouten.

Radtour nach Mora auf dem Siljanleden
Interessantes findet man immer wieder am Wegesrand.

Kanu und Kajak auf dem Siljansee

Natürlich wollten wir den Siljan nicht nur vom Ufer aus erleben.

Also ging es für uns auch aufs Wasser.

Vom Campingplatz aus kann man auch mit dem Kanu den See erkunden, es gibt wenige Verleihkanus. Wir haben unsere eigenen genommen, zwei Sevylor-Kanus, in denen man deutlich bequemer sitzt, als in den Alukanus. Natürlich ist der Wasserwiderstand größer und man kommt dafür etwas langsamer voran. Der See ist sehr groß und kann bei Wind auch ungemütlich werden. Schwimmwesten sollten daher bei einer Kanutour auf dem Siljan Pflicht sein. Bei unserer Tour lag er aber vor uns wie ein Spiegel und es war fast schon meditativ über den stillen See zu gleiten.

Der Siljan eignet sich grundsätzlich sehr gut zum Paddeln. Allerdings solltest Du seine Größe nicht unterschätzen.

Die Gemeinde Rättvik weist ausdrücklich darauf hin, dass das Wetter auf dem Siljan schnell umschlagen und sich bei Wind größere Wellen bilden können. Sie empfiehlt Paddlern deshalb, sich eher in Ufernähe zu halten und große Buchten beziehungsweise offene Seeabschnitte nicht einfach abzukürzen.

Nicht weil wir Angst machen wollen – sondern weil ein großer See eben etwas anderes ist als ein kleiner Waldsee.

Kanutour auf dem Siljansee - bei schönem Wetter ein Genuss!

Wandern rund um den Siljansee

Auch Wanderer finden rund um den Siljan zahlreiche Möglichkeiten.

Der bekannteste Fernwanderweg ist der Siljansleden. Er führt rund um Siljan und Orsasjön und ist ungefähr 340 Kilometer lang. Die Route ist in 21 Etappen aufgeteilt und verläuft unter anderem durch Wälder, Moorlandschaften und alte Almgebiete.

Für einen normalen Siljanurlaub musst Du natürlich keine 340 Kilometer laufen.

Interessanter sind einzelne Etappen oder kürzere Wanderungen, die sich mit euren jeweiligen Standorten verbinden lassen.

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Siljansee mit Wohnmobil oder Wohnwagen

Die Region rund um den Siljan eignet sich aus unserer Sicht sehr gut für eine Reise mit Wohnmobil oder Wohnwagen.

Die Orte liegen nah genug beieinander, um verschiedene Tagesausflüge zu unternehmen. Gleichzeitig gibt es genügend Möglichkeiten, mehrere Tage an einem Standort zu bleiben.

Gerade mit dem Wohnwagen mögen wir diese Art zu reisen:

Wohnwagen auf dem Campingplatz stehen lassen, Zugfahrzeug nehmen und die Umgebung erkunden.

Mit dem Wohnmobil würden wir ebenfalls nicht jeden Tag den Standort wechseln. Ein paar Nächte an einem guten Platz am Siljan geben Dir wesentlich mehr Möglichkeiten, den See auch mit Fahrrad, Kanu oder zu Fuß zu erleben.

Wie viele Tage sollte man für den Siljansee einplanen?

Wenn Du nur auf der Durchreise bist, kannst Du natürlich an einem Tag einen Eindruck vom Siljan bekommen.

Wir würden das aber nicht empfehlen.

Für Mora, Sollerön, eine Fahrradtour, etwas Zeit auf dem Wasser und vielleicht Rättvik oder Nusnäs würden wir mindestens mehrere Tage einplanen.

Unser persönlicher Ansatz wäre:

Lieber drei oder vier Tage an einem Standort verbringen als jeden Morgen zusammenpacken und zum nächsten Punkt auf der Karte fahren. Sollerö-Camping und Siljansbadet-Camping in Rättvik sind für uns die besten Ausgangspunkte.

Gerade der Siljan ist für uns keine Region, die von einer einzelnen spektakulären Sehenswürdigkeit lebt.

Der Reiz entsteht aus der Kombination von See, Landschaft, kleinen Orten und dem typisch dalarnischen Umfeld.


Was wurde aus dem Bärenpark in Orsa?

Falls dieser Tipp noch aus unserem alten Reisebericht bekannt ist:

Den früheren Orsa Rovdjurspark würden wir heute natürlich nicht mehr als Ausflugsziel empfehlen.

Der Raubtierpark wurde nach 36 Jahren Betrieb im November 2022 dauerhaft für Besucher geschlossen.

Deshalb haben wir ihn aus unseren aktuellen Empfehlungen für den Siljansee herausgenommen.


Lohnt sich der Siljansee?

Für uns eindeutig ja.

Aber nicht unbedingt, weil dort die eine Sehenswürdigkeit wartet, die jeder Schwedenreisende gesehen haben muss.

Der Siljansee ist vielmehr eine Region, in der wir gerne einige Tage bleiben.

Morgens mit dem Fahrrad losfahren, mittags Mora oder Nusnäs besuchen, nachmittags aufs Wasser und abends wieder am See sitzen – genau diese Mischung hat uns gefallen.

Wer Dalarna nicht nur durchfahren, sondern ein paar Tage erleben möchte, findet rund um den Siljan einen sehr guten Ausgangspunkt.

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Unser Fazit zum Siljansee in Schweden

Unser Aufenthalt am Siljansee in Schweden liegt inzwischen einige Jahre zurück – die Erinnerungen daran sind aber geblieben.

Besonders Sollerön, unsere Fahrradtour nach Mora und die Zeit auf dem Wasser verbinden wir bis heute mit dieser Region.

Und wahrscheinlich würden wir den Siljan heute sogar etwas langsamer bereisen als damals.

Nicht möglichst viele Orte abhaken, sondern einen guten Standort suchen, Fahrräder ausladen und ein paar Tage bleiben.

Genau dafür eignet sich der Siljansee für uns besonders gut.

Wenn Du mit Wohnmobil oder Wohnwagen durch Dalarna reist und Natur, Wasser und kleinere schwedische Orte magst, würden wir den Siljan deshalb jederzeit wieder in unsere Route aufnehmen.

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Matthias

Nordlandverrückt und gerne draußen unterwegs. Hat Spaß am Fotografieren, Wandern, Packrafting und Mountainbiking. Ab 2026 Vollzeit im Reisemobil unterwegs auf der Suche nach mehr Freiheit und mehr Norden.

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