Reine gehört für viele Reisende zu den bekanntesten Orten der Lofoten. Das überrascht kaum: Kleine Inseln, rote Rorbuer, steil aus dem Meer aufragende Berge und der Reinefjord ergeben genau die Landschaft, die viele mit den Lofoten verbinden.
Doch es lohnt sich, nicht nur Reine anzuschauen. Entlang der E10 liegen mit Hamnøy, Sakrisøy und Å mehrere kleine Fischerdörfer dicht beieinander, die Du hervorragend miteinander verbinden kannst. Auch Fredvang und die Landschaft rund um den Selfjord sind von hier schnell erreichbar.
Wir waren während unserer Reisen mit dem Wohnmobil mehrfach in diesem Teil der Lofoten unterwegs. Dabei haben wir nicht nur Reine und Å besucht, sondern sind gewandert, haben verschiedene Aussichtspunkte erkundet und einige Nächte in der Region verbracht.
In diesem Beitrag zeigen wir Dir unsere schönsten Orte rund um Reine und Å und geben Dir praktische Tipps für Deine Reise durch den Süden der Lofoten.
Reine & der Süden der Lofoten auf einen Blick
Reine, Hamnøy, Sakrisøy und Å liegen im Süden von Moskenesøy und lassen sich gut miteinander verbinden.
Eines der bekanntesten Fischerdörfer der Lofoten und Ausgangspunkt für Ausflüge rund um den Reinefjord.
Die bekannte Wanderung bietet einen spektakulären Blick über Reine, den Reinefjord und die umliegenden Berge.
Das Fischerdorf liegt ganz im Süden von Moskenesøy und markiert praktisch das Ende der E10 auf den Lofoten.
Die Orte sind mit dem Camper gut erreichbar. In der Hauptsaison können Parkplätze allerdings schnell knapp werden.
Reinebringen, Kvalvika Beach und weitere Wanderungen machen die Region zu einem unserer liebsten Gebiete auf den Lofoten.
Reine – zwischen Bergen und Reinefjord
Reine liegt auf mehreren kleinen Inseln am Reinefjord und ist von einer eindrucksvollen Bergkulisse umgeben. Kaum ein anderer Ort steht so sehr für das klassische Bild der Lofoten.
Trotzdem solltest Du keine große Ortschaft erwarten. Reine ist klein und lässt sich gut zu Fuß erkunden. Für uns liegt der eigentliche Reiz ohnehin weniger in einzelnen Sehenswürdigkeiten als in der Kombination aus Fischerdorf, Meer und Bergen.
Besonders schön sind die unterschiedlichen Perspektiven auf den Ort. Schon von der E10 und den umliegenden Brücken bekommst Du immer wieder neue Ausblicke auf Reine und den Fjord.
Nimm Dir deshalb ruhig etwas Zeit und fahre nicht einfach nur durch. Gerade zu Fuß entdeckst Du zwischen Hafen, Rorbuer und kleinen Inseln immer wieder schöne Fotomotive.
Parken in Reine mit dem Wohnmobil
Mit dem Wohnmobil solltest Du Dir für Reine etwas mehr Zeit einplanen. Besonders während der Hauptreisezeit sind die verfügbaren Flächen begrenzt und beliebte Parkmöglichkeiten können schnell belegt sein.
Wir würden deshalb nicht versuchen, mit einem größeren Camper möglichst weit in jeden kleinen Seitenweg hineinzufahren. Stelle das Wohnmobil lieber auf einer geeigneten Parkfläche ab und erkunde Reine anschließend zu Fuß.
Achte dabei immer auf die aktuelle Beschilderung. Parkregelungen und Gebühren können sich ändern, weshalb wir bewusst keine festen Preise in diesem Beitrag nennen.
Wenn Du anschließend zum Reinebringen möchtest, solltest Du außerdem genügend Zeit für die Wanderung einplanen und Deinen Parkplatz nicht nur für einen kurzen Ortsbesuch wählen.
Reinebringen – Reine von oben
Direkt bei Reine beginnt eine der bekanntesten Wanderungen der Lofoten: der Aufstieg auf den Reinebringen.
Der Berg ist nicht besonders hoch, trotzdem ist der Blick von oben außergewöhnlich. Unter Dir liegen Reine und die kleinen Inseln im Fjord, dahinter ragen die steilen Berge der Lofoten aus dem Wasser.
Der Aufstieg führt heute größtenteils über eine lange Steintreppe und ist entsprechend anstrengend. Besonders bei schlechtem Wetter solltest Du die Bedingungen nicht unterschätzen.
Wir haben dem Reinebringen deshalb einen eigenen ausführlichen Beitrag gewidmet.
ℹ️ Alle Informationen zu Aufstieg, Stufen, Höhe und unseren Erfahrungen findest Du in unserem Ratgeber zur Reinebringen Wanderung.
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Hamnøy – das klassische Lofoten-Motiv
Nur wenige Kilometer von Reine entfernt liegt Hamnøy. Der kleine Ort ist vor allem wegen eines Motivs bekannt, das Dir vermutlich schon auf zahlreichen Fotos der Lofoten begegnet ist: rote Rorbuer direkt am Wasser und dahinter die steilen Berge.
Die bekannteste Perspektive bekommst Du im Bereich der Brücke. Gerade bei ruhigem Wetter und schönem Licht ist leicht nachvollziehbar, warum Hamnøy zu den meistfotografierten Orten der Lofoten gehört.
Wir würden Hamnøy trotzdem nicht nur auf diesen einen Fotospot reduzieren. Rund um den kleinen Hafen findest Du weitere schöne Perspektiven auf die Landschaft und die traditionellen Fischerhütten.
Viel Zeit brauchst Du für den Ort nicht zwingend. In Verbindung mit Sakrisøy und Reine lohnt sich der kurze Stopp aber auf jeden Fall.
Sakrisøy – zwischen Hamnøy und Reine
Zwischen Hamnøy und Reine liegt die kleine Insel Sakrisøy. Schon die Fahrt über die Brücken macht diesen Abschnitt der E10 besonders.
Während auf den Lofoten die roten Rorbuer dominieren, fallen auf Sakrisøy einige gelbe Fischerhäuser sofort ins Auge. Zusammen mit dem türkisfarbenen Wasser und den umliegenden Bergen ergibt sich dadurch eine ganz andere Stimmung als im benachbarten Hamnøy.
Auch hier würden wir keinen langen Programmpunkt daraus machen. Viel schöner ist es, Hamnøy, Sakrisøy und Reine als zusammenhängende Region zu betrachten und unterwegs immer wieder anzuhalten.
Genau das ist für uns eine der Stärken dieses Teils der Lofoten: Die Entfernungen sind kurz, trotzdem verändert sich die Perspektive auf Berge, Meer und Fischerdörfer ständig.
Moskenes – mehr als nur der Fährhafen
Moskenes kennen viele Reisende vor allem als Ankunfts- oder Abfahrtsort der Fähre nach Bodø. Entsprechend schnell fährt man auf der E10 weiter in Richtung Reine oder Å.
Für die Reiseplanung ist der Ort trotzdem wichtig. Wenn Du mit der Fähre auf die Lofoten kommst oder sie hier wieder verlässt, beginnt beziehungsweise endet Deine Route durch den südlichen Teil der Inselgruppe praktisch in Moskenes.
Gerade bei einer frühen Abfahrt oder späten Ankunft würden wir deshalb etwas Puffer in die Reiseplanung einbauen. In der Hauptreisezeit kann rund um die Fährverbindungen entsprechend viel Betrieb entstehen.
Von Moskenes sind es nur wenige Kilometer bis Reine und auch Å erreichst Du schnell.
Å – am Ende der E10
Fährst Du von Reine weiter nach Süden, erreichst Du schließlich Å. Viel weiter geht es mit dem Wohnmobil nicht: Hier endet die E10 und damit die Straßenverbindung durch die Lofoten.
Allein deshalb ist Å für viele Reisende ein besonderes Ziel. Für uns lohnt sich der Ort aber nicht nur wegen des berühmten Ortsschildes.
Å ist ein historisch geprägtes Fischerdorf mit alten Rorbuer, Bootshäusern und Gebäuden, die an die lange Geschichte der Fischerei auf den Lofoten erinnern. Zwischen den Häusern kannst Du zu Fuß durch den Ort laufen und Dir Zeit für die Details nehmen.
Gerade nach einer längeren Fahrt über die E10 fühlt sich Å tatsächlich ein wenig wie das Ende der Lofoten an. Vor Dir liegen nur noch Berge und das offene Meer.
Fotospot
Man kann allein auf der Landspitze mehrere Stunden locker mit Fotografieren und Vogelbeobachtung verbringen. Auch das Dorf Å ist einen Besuch wert. Am Parkplatz findet man auch den obligatorischen Andenkenshop. Günstig ist aber, möglichst früh vor Ort zu sein, da es im Laufe des Vormittags zunehmend voll wird und die Menschenmassen auf die Landzunge drängen.
Wir haben uns als nächsten Spot Reine ausgesucht und hatten die Wanderung auf den Reinibringen auf dem Zettel. Da wir aber schon auf den ersten Kilometern merken, das außer uns noch viele viele andere Reisemobile unterwegs sind, rechnen wir uns nur sehr geringe Chancen auf einen Parkplatz in Reine aus.
Warum heißt Å eigentlich Å?
Der ungewöhnlich kurze Ortsname sorgt fast zwangsläufig für Aufmerksamkeit. Å ist tatsächlich ein vollständiger norwegischer Ortsname und kein abgekürzter Begriff.
Im Norwegischen geht die Bezeichnung auf ein altes Wort für einen kleinen Fluss beziehungsweise Bach zurück. Entsprechende Ortsnamen findest Du deshalb auch an anderen Stellen in Norwegen.
Das Ortsschild von Å ist inzwischen selbst zu einem beliebten Fotomotiv geworden. Trotzdem würden wir den Besuch nicht darauf reduzieren – das historische Fischerdorf und die Landschaft am Ende der E10 sind deutlich interessanter als ein schnelles Foto am Schild.
Fredvang – zwischen Bergen, Stränden und Wanderungen
Fredvang liegt etwas weiter nördlich und bildet für uns einen schönen Übergang zwischen den Fischerdörfern rund um Reine und den Outdoor-Zielen im Norden von Moskenesøy.
Schon die Anfahrt über die markanten Fredvang-Brücken ist sehenswert. Dahinter öffnet sich eine Landschaft aus Bergen, Meer und vergleichsweise dünn besiedelten Flächen.
Für viele Reisende ist Fredvang vor allem Ausgangspunkt für Wanderungen. Besonders bekannt sind der Kvalvika Beach und der Ryten, von dem Du auf die Bucht hinunterblicken kannst.
Wir haben die Gegend selbst zu Fuß erkundet und würden gerade deshalb etwas mehr Zeit einplanen, statt Fredvang nur auf dem Weg zum nächsten Ziel zu durchfahren.
ℹ️ Wenn Du die Region zu Fuß erkunden möchtest, findest Du unsere Erfahrungen zu Route, Parken und Camping in unserem Beitrag zur Kvalvika Beach Wanderung.
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Mit dem Wohnmobil rund um Reine und Å
Die Region zwischen Reine und Å eignet sich hervorragend für eine Reise mit dem Wohnmobil. Gleichzeitig gehört sie zu den Bereichen der Lofoten, in denen Du während der Hauptreisezeit mit besonders vielen Besuchern rechnen musst.
Die E10 selbst ist gut befahrbar. Sobald Du sie verlässt, können Straßen und Zufahrten allerdings deutlich schmaler werden. Mit unserem größeren Wohnmobil überlegen wir deshalb lieber einmal mehr, bevor wir in eine kleine Nebenstraße abbiegen.
Besonders bei Aussichtspunkten und beliebten Fotostellen solltest Du nicht spontan am Straßenrand stehen bleiben, wenn dadurch der Verkehr behindert wird. Nutze vorhandene Parkmöglichkeiten und erkunde die Orte anschließend zu Fuß.
Auch für die Übernachtung würden wir einen regulären Camping- oder Stellplatz wählen. Der hohe Besucherdruck auf den Lofoten hat in den vergangenen Jahren dazu geführt, dass an vielen Stellen stärker auf Parken und Übernachten geachtet wird.
ℹ️ Ausführliche Informationen zu Camping, Stellplätzen und unserer Reise mit dem Wohnmobil findest Du in unserem großen Ratgeber Lofoten mit dem Camper.
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Wie viel Zeit solltest Du für Reine und Å einplanen?
Reine, Hamnøy, Sakrisøy und Å liegen so dicht beieinander, dass Du die Orte theoretisch an einem Tag besuchen kannst.
Wir würden uns trotzdem mehr Zeit nehmen.
Möchtest Du nur die Fischerdörfer anschauen und einige Fotostopps machen, reicht ein voller Tag für einen ersten Eindruck. Sobald Wanderungen hinzukommen, sieht die Planung völlig anders aus.
Allein für den Reinebringen solltest Du mehrere Stunden reservieren. Gleiches gilt für einen Ausflug zum Kvalvika Beach oder auf den Ryten.
Für die Region rund um Reine und Å würden wir deshalb mindestens zwei Tage einplanen. Drei oder mehr Tage geben Dir deutlich mehr Freiheit, auf das Wetter zu reagieren und auch einmal länger an einem Ort zu bleiben.
Gerade auf den Lofoten ist das ein großer Vorteil. Wolken, Regen und Wind können Deine Pläne schnell verändern – und manchmal sieht derselbe Ort nur wenige Stunden später vollkommen anders aus.
Unsere schönsten Orte rund um Reine und Å
Welcher Ort uns in dieser Region am besten gefällt, lässt sich kaum auf einen einzigen Namen reduzieren.
Reine bietet die vielleicht beeindruckendste Kombination aus Fischerdorf, Fjord und Bergen. Vom Reinebringen bekommst Du dazu eine Perspektive, die zu unseren schönsten Aussichten auf den Lofoten gehört.
Hamnøy ist für uns vor allem wegen seiner Lage und der klassischen Rorbuer interessant, während Sakrisøy mit seinen kleinen Inseln und Brücken einen ganz eigenen Charakter besitzt.
Å fühlt sich dagegen tatsächlich wie ein Endpunkt an. Hier endet die Straße und die Landschaft übernimmt wieder vollständig.
Fredvang steht schließlich für eine andere Seite der Region: weniger Fischerdorf, dafür mehr Wandern, Strände und offene Landschaft.
Genau diese Abwechslung macht den Süden der Lofoten für uns so interessant.
Stellplatz für die Nacht
Nun heißt es aber einen neuen Platz für die Nacht suchen. Auf der Fahrt zum Sandstrand haben wir einen schönen Stellplatz direkt unterhalb einer Brücke und am Wasser gelegen ausfindig gemacht, nur wenige Kilometer von hier entfernt. Viele Wohnmobilhersteller präsentieren genau dort, mit dem bekannten spitzen Berg im Hintergrund ihre neuesten Wohnmobile in den einschlägigen Zeitschriften.
Heute sind wir von der Landschaft schon so platt, das wir beschließen die Nacht an diesem Stellplatz zu verbringen und nicht noch weiterzufahren. Hier ist ein Top-Angelspot, es geht schnell und tief ins Wasser, man kann auf Dorsch hoffen.
Fazit: Reine und Å gehören für uns zu den schönsten Regionen der Lofoten
Wenn Du zum ersten Mal auf die Lofoten reist, wirst Du an Reine und Å vermutlich ohnehin kaum vorbeikommen. Die E10 führt Dich direkt durch diese außergewöhnliche Landschaft.
Wir würden trotzdem vermeiden, die einzelnen Orte nur als Fotospots abzuhaken. Reine, Hamnøy und Sakrisøy liegen zwar dicht beieinander, wirken aber aus unterschiedlichen Perspektiven immer wieder anders. In Å endet schließlich die Straße und damit auch die Reise durch den südlichsten Teil der Lofoten.
Für uns wird die Region besonders interessant, wenn Du die Fischerdörfer mit Wanderungen kombinierst. Der Reinebringen zeigt Dir die Landschaft von oben, während Du rund um Fredvang und den Kvalvika Beach eine deutlich wildere Seite der Lofoten kennenlernst.
Plane deshalb lieber etwas mehr Zeit ein und lass Dich nicht von einer langen Liste vermeintlicher Sehenswürdigkeiten treiben. Gerade im Süden der Lofoten lohnt es sich, das Wohnmobil stehen zu lassen und die Region zu Fuß zu entdecken.
ℹ️ Wenn Du Deine komplette Reise über die Inselgruppe planst, findest Du in unserem Ratgeber Lofoten mit dem Camper weitere Tipps zu Camping, Stellplätzen, Wanderungen und unseren Erfahrungen auf den Lofoten.
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