Wanderung auf den Volandstind – Dein Highlight auf den Lofoten

Wanderung auf den Volandstind: Dein Highlight auf den Lofoten

Du stehst am Fuße eines markanten Berges, der wie eine scharfe Klinge aus dem türkisfarbenen Fjordwasser ragt. Der Volandstind auf den Lofoten ist genau so ein ikonischer Gipfel. Er thront mit 457 Metern über dem Meeresspiegel auf der Insel Flakstadøya und bietet Dir atemberaubende Panoramablicke auf die wildromantische norwegische Küstenlandschaft. In diesem umfassenden Guide zeige ich Dir Schritt für Schritt, wie Du diese beeindruckende Wanderung meisterst. 
 

Geografische Lage

Die Lofoten sind ein Paradies für Outdoor-Enthusiasten. Diese Inselkette im Nordatlantik, nördlich des Polarkreises, erstreckt sich von den Vesterålen bis nach Moskenesøy. Die Lofoten-Berge entstanden vor Millionen Jahren durch tektonische Plattenverschiebungen, was die zerklüfteten Formen erklärt. Der Volandstind selbst ist aus hartem Gneis, der ihm diese scharfe Form gibt. 
 
Flakstadøya, wo der Volandstind liegt, liegt zentral in dieser Kette und ist durch die E10-Hauptstraße leicht erreichbar. Der Berg erhebt sich direkt über dem Skjelfjord im Süden und dem Selfjord im Norden, mit ikonischen Sehenswürdigkeiten wie den Fredvang-Brücken in unmittelbarer Nähe. Diese Brücken verbinden die Inseln und rahmen die Szenerie mit ihrem eleganten Bogen ein. Die geografische Lage macht den Volandstind zu einem Muss: Von hier aus siehst Du die dramatischen Felswände, endlosen Strände und das Nordlicht im Winter oder Mitternachtssonne im Sommer.
 
Flakstadøya ist geprägt von granitigen Bergen, die direkt ins Meer abfallen. Der Volandstind markiert den Übergang vom flachen Küstenstreifen zu höheren Graten. Im Süden schützt der Skjelfjord vor Wellen, im Norden öffnet sich der Selfjord zu breiteren Buchten.
 
Die Umgebung ist reich an Flora und Fauna. Du triffst auf viele verschiedene Vögel, Seeadler und vielleicht einen Polarfuchs
 
Das Klima ist subarktisch: Starke Winde, plötzliche Nebelbänke und Temperaturschwankungen. Unstetes Wetter ist auf den Lofoten die Regel, Sonne, Regen, Schnee – aber genau das formt die smaragdgrünen Moore und kristallklaren Bäche.
Der Beginn der Wanderung mit dem Parkplatz im Hintergrund

Ausgangspunkt der Wanderung

Du fährst die E10 entlang, den Lofoten-Roadtrip-Klassiker, und siehst den Volandstind plötzlich aufragen: steil, pyramidal, fast wie ein Matterhorn-Nachahmer. Er befindet sich bei Skjelfjord, nahe Fredvang und Ramberg, etwa 20 Minuten nördlich von Reine. Die Koordinaten des Parkplatzes (Volandstind Parkering) als Ausgangspunkt der Wanderung lauten N68.064217, E13.194224.
 
Der Parkplatz liegt direkt am Straßenrand und bietet Platz für 3-4 Wohnmobile. Nach starkem Regen würden wir die Wanderung nicht empfehlen, da es vor allem zu Beginn über steiles und rutschiges Gelände geht.
Gerade zu Beginn geht es über rutschiges und steiles Gelände. Vorsicht bei Nässe!

Vorbereitung auf Deine Volandstind-Wanderung

Die Tour ist mittelschwer: 5 km Rundweg, 476 Höhenmeter, 3 Stunden Aufstieg, 2 Stunden Abstieg. Du brauchst wetterfeste Kleidung (Gore-Tex-Jacke, Merino-Layers), Trekkingstöcke für die steilen Passagen und wasserdichte Schuhe für sumpfige Stellen. Nimm genug Wasser und eine Brotzeit mit.
 
Bei schlechtem Wetter und nach Regenphasen würden wir von der Wanderung abraten, da im unteren Teil steile und rutschige Passagen über lange Strecken die Regel sind und Ausrutschen hier wirklich gefährlich werden kann.
 
Checke daher zunächst das Wetter via Yr.no.
 
Unseren Vorschlag, was Du beim Hiking im hohen Norden auf keinen Fall vergessen darfst, kannst Du sicherheitshalber nochmal nachlesen und Dir eine praktische Checkliste als PDF runterladen.
 
Mit dieser Ausrüstung bist Du bereit für den Auftakt zu Deinem skandinavischen Hiking-Abenteuer.
 

Der Aufstieg: Dein Weg zum Gipfel Schritt für Schritt

Teil 1 – Vom Parkplatz bis zum Sattel

Du startest am Volandstind-Parkplatz direkt neben der Straße. Ein kleiner Pfad führt von der anderen Straßenseite bald steil bergan über moorigen Untergrund und über rutschige, vom Regenwasser ausgewaschene Steine. Pass hier gut auf, nicht abzurutschen! Vorbei an einem Wasserfall und unter einer Stromleitung hindurch. Die Luft riecht nach Salz und Heidekraut – pure Arktis!
 
Der erste steile Anstieg wartet: Zickzack-Pfad, ca. 200 Höhenmeter. Deine Stöcke helfen bei den rutschigen Steinen. Du wanderst vorbei an einem kleinen See. und über sumpfige Tundalandschaft bis auf den Sattel. Dort angekommen, eröffnen sich Blicke auf den Skjelfjord: Türkiswasser, ferne Fischerboote. Hier kommt von der anderen Seite des Berges ein weiterer Weg hinauf, der zu einem kleinen Parkplatz auf der anderen Bergseite führt, der als weiterer Ausgangspunkt in Frage kommt.
Nach dem ersten Anstieg kommst Du an einem kleinen See vorbei durch mooriges Gelände
Kurs darauf erreichst Du den Sattel
Nach dem Sattel erklimmst Du am Berggrat weitere Höhenmeter

Teil 2 – Über den Grat zum Gipfel

Nun der Grat: Biege links ab Richtung Norden. Der Pfad wird felsiger, führt über grobe Geröllfelder. Halte die Kante im Auge – rechts fällt es steil ab und paß auf Deine Sprunggelenke auf!
Pausiere, atme tief: Der Stjerntinden (938m) ragt gegenüber auf.
Der finale Push: Parallel zur Gratkante hoch. Leichte Kraxelei, aber machbar. Trittsicherkeit ist Pflicht – kein Klettern nötig, aber Ausrutschen und Abstürzen ist hier keine Option! Wer sich das nicht traut, kann die Tour auch auf dem Vorgipfel beenden – die Aussicht ist genauso toll!
 
Nebelschwaden ziehen hier oft durch, schaffen mystische Stimmungen. Die drei Gipfelkuppen: Erste zwei easy, die dritte (Hauptgipfel) erfordert Hände und Mut. Der Aufstieg ist exponiert, aber der Ausblick belohnt alles: Die Fredvang-Brücken wie an der Perlenkette, Ramberg-Strände, endlose Fjorde. 360-Grad-Panorama – Dein Reel-Material!
Plane als Gipfelzeit: 1-1,5 Stunden ein. Genieße eine Zimtschnecke und Kaffee, halte nach Seeadlern Ausschau. Abstieg über denselben Weg: Vorsicht bei Müdigkeit.
Das Gelände wird wieder steiniger und schwieriger zu gehen
Aber die Tiefblicke sind atemberaubend

Highlights und Panoramablicke vom Volandstind-Gipfel

Oben auf dem Volandstind fühlst Du Dich wie auf einem natürlichen Balkon der Lofoten. Im Norden: Die Fredvang-Brücken spannen sich über türkise Lagunen – Symbol norwegischer Ingenieurskunst. Ramberg mit seinem goldenen Strand lockt zum Baden (im Sommer 15°C). Südlich: Skjelfjord, umrahmt von Zackenbergen, Selfjord öffnet sich zu Moskenesøy.
Bei klarem Wetter siehst Du bis zu den Lofoten-Wänden, Vestvågøy im Osten. Mitternachtssonne (Juni-Juli) verlängert Deinen Tag auf bis zu 24 Stunden – pack Dein Stativ ein. 
 
Vergleich zu anderen Lofoten-Hikes: Länger als Reinebringen, anspruchsvoller als Kvalvika-Strand. Perfekt als Einstieg für Deine Lofoten-Tour!
Am Vorgipfel des Volandtind
Der eigentliche Gipfel erfordert etwas Klettern
Senkrecht gehts nach unten!
Der Ausblick vom Gipfel entschädigt für alle Mühen!

Nach der Tour

  • Zur Übernachtung kannst Du das Lofoten Beach Camp nutzen, mit allem Service inklusive Bar und Sauna – zum entsprechenden Preis, aber super! Wir waren schon mehrfach dort und der Campingplatz mit Traumstrand ist ein Must-Stop auf jeder unserer Lofoten-Touren.
  • Wer es etwas günstiger mag, für den ist das Bobil Parking Avløsinga direkt vor einer der herrlichen Brücken eine gute Alternative.
  • Kostenlos kann man auf der anderen Fjordseite am Parkplatz des Ausgangspunktes der Wanderung zum Kvalvika Beach übernachten. Leider sind dort nur wenige Parkplätze, die meist besetzt sind, verfügbar.

Unser Fazit zur Tour: Gigantisch – aber sei immer vorbereitet!

Breche nie ohne Top-Ausrüstung auf! Die Lofoten sind exponiert – Nebel, Wetterumschwünge, Temperatur, schwieriges Gelände. 
Wandern ist Freiheit, aber Respekt vor der Natur schützt Dich. Mit guter Prep eroberst Du den Volandstind sicher und kehrst mit epischen Stories zurück.
Jetzt pack Deinen Rucksack – die Lofoten warten auf Dich!
 
Warst Du schon mal auf dem Volandstind? Wie hat Dir die Tour gefallen?
 
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Matthias

Nordlandverrückt und gerne draußen unterwegs. Hat Spaß am Fotografieren, Wandern, Packrafting und Mountainbiking. Ab 2026 Vollzeit im Reisemobil unterwegs und ist dem beruflichen Hamsterrad entkommen.

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