NORWEGEN RUNDREISE MIT DEM WOHNMOBIL

Routen & Reiseplanung

Norwegen ist wie gemacht für einen Roadtrip mit dem Wohnmobil. Fjorde, Berge, Küstenstraßen und Hochplateaus sorgen dafür, dass sich die Landschaft manchmal innerhalb weniger Kilometer komplett verändert.

Allerdings ist Norwegen auch ein Land, bei dem wir die Entfernungen auf der Karte nicht unterschätzen würden. Eine Strecke von 200 Kilometern kann durch schmale Straßen, Gebirgspässe, Tunnel und Fährverbindungen deutlich länger dauern als erwartet. Und spätestens wenn hinter der nächsten Kurve wieder ein Aussichtspunkt auftaucht, ist der ursprüngliche Zeitplan ohnehin schnell vergessen.

Wir planen unsere Routen durch Norwegen deshalb lieber mit etwas Luft. Eine grobe Richtung und einige Ziele stehen vorher fest – vieles dazwischen ergibt sich unterwegs.

Auf dieser Seite findest Du unsere eigenen Roadtrips und Erfahrungen, besondere Straßen und Landschaftsrouten sowie Ideen für Stopps, die Du zu Deiner persönlichen Norwegen-Rundreise kombinieren kannst.

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Welche Route passt zu Deiner Norwegenreise?

Norwegen ist lang. Sehr lang. Deshalb würden wir bei der Reiseplanung zuerst entscheiden, welche Region im Mittelpunkt stehen soll, statt möglichst viele bekannte Ziele in eine einzige Reise zu packen.

Südnorwegen eignet sich gut für eine erste Reise und lässt sich relativ einfach über die Fähren nach Kristiansand oder über Oslo erreichen. Küste, Fjorde und Berglandschaften lassen sich hier bereits auf vergleichsweise kurzen Strecken miteinander verbinden.

Fjordnorwegen ist das klassische Norwegen vieler Reiseträume. Hardangerfjord, Sognefjord, Wasserfälle und spektakuläre Gebirgsstraßen liegen hier vergleichsweise dicht beieinander. Die Straßen sorgen allerdings dafür, dass Du trotzdem deutlich langsamer vorankommst, als die Kilometerzahl vermuten lässt.

Mittelnorwegen eignet sich hervorragend, wenn Du Fjorde und Gebirge mit weniger bekannten Regionen verbinden möchtest. Von hier kannst Du Deine Reise Richtung Atlantikküste oder weiter nach Norden fortsetzen.

Die Helgelandsküste ist für uns eine der Regionen, bei denen schon die Route selbst zum Reiseziel wird. Statt auf der E6 möglichst schnell nach Norden zu fahren, folgt die Küstenroute dem Meer und verbindet ihre Abschnitte über mehrere Fähren. Die offizielle Landschaftsroute ist 433 Kilometer lang und umfasst sechs Fährpassagen.

Lofoten, Vesterålen und Senja sind perfekt für einen Roadtrip durch Nordnorwegen. Hier treffen schroffe Berge unmittelbar auf das Meer und selbst kurze Fahrtage können problemlos einen ganzen Tag füllen.

Finnmark und der äußerste Norden sind noch einmal eine andere Reise. Die Entfernungen werden größer, die Landschaft weiter und Orte liegen teilweise weit auseinander. Nordkap, Varanger und die Barentssee solltest Du deshalb nicht einfach als zusätzlichen Abstecher an eine ohnehin volle Zwei-Wochen-Route hängen.

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Unsere Roadtrips durch Norwegen

Auf unseren Roadtrips durch Norwegen ist die Strecke zwischen zwei Reisezielen oft genauso spannend wie das eigentliche Ziel. Fjorde erzwingen Umwege, Fähren werden ganz selbstverständlich Teil der Route und schmale Straßen führen direkt am Wasser entlang oder hinauf ins Gebirge. Deshalb planen wir unsere Etappen lieber mit ausreichend Zeit und lassen unterwegs Raum für Aussichtspunkte, kleine Wanderungen und spontane Stopps.

Dabei solltest Du Dich von den Entfernungen auf der Karte nicht täuschen lassen. 200 Kilometer in Norwegen können sich völlig anders anfühlen als 200 Kilometer auf einer deutschen Autobahn. Fähren, Gebirgspässe, schmale Straßen und vor allem die vielen Stopps unterwegs sorgen dafür, dass wir für eine Etappe häufig deutlich länger brauchen. Das empfinden wir aber nicht als Nachteil – gerade diese Abwechslung macht einen Roadtrip durch Norwegen für uns aus.

Besonders gerne verlassen wir dabei auch einmal die schnellste Verbindung. Statt durch einen Tunnel fahren wir über die alte Straße durchs Fjell, folgen einer kleinen Straße entlang eines Fjords oder nehmen bewusst eine der norwegischen Landschaftsrouten. Unsere Route ist deshalb meistens nur der rote Faden der Reise. Welche Straße wir tatsächlich nehmen und wo wir länger bleiben, entscheiden wir häufig erst unterwegs.

Unsere Traumstraßen in Norwegen auf der Karte

ie Karte zeigt Dir, wo unsere bisher selbst gefahrenen Traumstraßen und Landschaftsrouten liegen und welche davon sich gut in Deinen eigenen Roadtrip durch Norwegen einbauen lassen.

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Planst Du eine Reise nach Skandinavien?

Von Anreise, Maut und Fähren bis zu Freistehen, Internet und Gesundheit: Wir haben die wichtigsten Punkte aus unseren Reisen nach Norwegen, Schweden und Finnland für Dich zusammengestellt.

Wie viel Zeit brauchst Du für einen Norwegen-Roadtrip?

Wie viel Zeit Du für eine Rundreise durch Norwegen einplanen solltest, hängt weniger davon ab, wie viele Kilometer Du fahren möchtest, sondern vor allem davon, welche Regionen Du miteinander verbinden willst.

Norwegen ist lang, die Entfernungen sind groß und gerade an der Fjordküste kommst Du häufig deutlich langsamer voran, als es die Strecke auf der Karte vermuten lässt. Fähren, schmale Straßen und Gebirgspässe gehören hier genauso zur Reise wie spontane Stopps und Wanderungen.

Deshalb würden wir bei einer kürzeren Reise nicht versuchen, möglichst weit nach Norden zu kommen. Schon Südnorwegen und Fjordnorwegen bieten genügend Ziele für mehrere Wochen. Möchtest Du dagegen die Helgelandsküste, die Lofoten oder noch weiter in den hohen Norden, solltest Du entsprechend mehr Zeit einplanen.

Für uns ist dabei nicht entscheidend, wie viele Kilometer wir in einer Woche schaffen können, sondern wie viel Zeit unterwegs noch für die eigentliche Reise bleibt.

Denn ein Roadtrip durch Norwegen besteht für uns nicht nur aus dem Fahren. Wir möchten auch Zeit für Wanderungen haben, an einem schönen Ort spontan länger bleiben oder eine Landschaftsroute fahren können, obwohl sie nicht die schnellste Verbindung zum nächsten Ziel ist.

Je weniger Regionen Du in eine Reise packst, desto mehr Zeit bleibt Dir, Norwegen unterwegs tatsächlich zu erleben.

Als grobe Orientierung würden wir die Reisedauer deshalb so einteilen:

1 Woche in Norwegen

Konzentriere Dich auf eine Region. Südnorwegen oder eine kompakte Runde durch einen Teil Fjordnorwegens funktioniert deutlich besser, als in wenigen Tagen möglichst weit nach Norden fahren zu wollen.

2 Wochen in Norwegen

Mit zwei Wochen kannst Du mehrere Regionen sinnvoll miteinander verbinden. Trotzdem würden wir die Route nicht mit zu vielen weit auseinanderliegenden Highlights füllen. Gerade Fjorde, Fähren und Gebirgsstraßen kosten mehr Zeit, als die Kilometerzahl vermuten lässt.

3 Wochen in Norwegen

Drei Wochen sind für uns eine angenehme Reisedauer für einen größeren Norwegen-Roadtrip. Jetzt bleibt auch Zeit für Wanderungen, spontane Stopps und Umwege über Landschaftsrouten, ohne dass jeder Tag zum Fahrtag werden muss.

4 Wochen und mehr

Mit vier Wochen oder mehr kannst Du auch Nordnorwegen sinnvoll in die Planung einbeziehen. Trotzdem würden wir nicht versuchen, das ganze Land abzuhaken. Lofoten, Senja, Helgelandsküste oder Finnmark verdienen jeweils genügend Zeit.

Besondere Straßen und Routen in Norwegen

In Norwegen ist die Straße besonders häufig selbst ein Reiseziel. Manche Strecken führen über kahle Hochplateaus, andere schlängeln sich an Fjorden entlang oder folgen der Küste von Insel zu Insel.

Dazu kommen die 18 offiziellen Norwegischen Landschaftsrouten. Sie wurden bewusst als landschaftlich attraktive Alternativen zu den Hauptverkehrsstraßen ausgewählt und verbinden Natur mit Aussichtspunkten, Rastplätzen, Architektur und Kunst.

Wir würden allerdings nicht versuchen, auf einer Reise möglichst viele davon abzuhaken. Viel schöner ist es, einige dieser Straßen passend zur eigenen Route auszuwählen und genügend Zeit für die Strecke selbst einzuplanen.

10 besondere Straßen für Deinen Norwegen-Roadtrip

1. Geiranger – Trollstigen

Serpentinen, hohe Berge, Wasserfälle und tiefe Fjorde machen diese Landschaftsroute zu einem Klassiker in Fjordnorwegen. Hier ist definitiv nicht nur das Ziel interessant – schon die Fahrt gehört zum Erlebnis.

2. Atlanterhavsvegen

Die Atlantikstraße verbindet kleine Inseln über Brücken unmittelbar an der norwegischen Küste. Die Strecke selbst ist relativ kurz und lässt sich gut in einen längeren Roadtrip zwischen Fjordnorwegen und Mittelnorwegen integrieren.

3. Sognefjellet

Vom Sognefjord führt die Landschaftsroute hinauf ins Hochgebirge und über den höchsten Gebirgspass einer norwegischen Hauptstraße. Eine großartige Verbindung zwischen Fjordlandschaft und Jotunheimen.

4. Aurlandsfjellet

Die alte Bergstraße zwischen Aurland und Lærdal führt hinauf in eine karge Hochgebirgslandschaft. Statt durch den langen Lærdaltunnel zu fahren, wird hier bereits die Verbindung zwischen den beiden Orten zum Roadtrip-Erlebnis.

5. Hardangervidda

Die Route über die Hardangervidda verbindet Fjordnorwegen mit dem Osten des Landes. Hochplateau, weite Landschaft und der Vøringsfossen machen sie zu einer besonders abwechslungsreichen Verbindung.

6. Helgelandskysten

Wer Richtung Norden nicht einfach der E6 folgen möchte, findet entlang der Helgelandsküste eine unserer spannendsten Alternativen. Küste, Inseln, Berge und mehrere Fähren machen schon die Fahrt zu einer eigenen Reise.

7. Lofoten

Auf den Lofoten liegen Meer und Berge unmittelbar nebeneinander. Die Straßen zu Orten wie Henningsvær, Reine oder Å sind nicht nur Verbindungen zwischen den bekannten Zielen, sondern ein wesentlicher Teil des Lofoten-Erlebnisses.

8. Senja

Die Landschaftsroute an der Westküste Senjas verbindet Fjorde, kleine Küstenorte und steile Berge. Aussichtspunkte wie Bergsbotn und Tungeneset lassen sich direkt in den Roadtrip integrieren.

9. Varanger

Ganz im Nordosten Norwegens führt die Landschaftsroute entlang des Varangerfjords Richtung Barentssee. Die offene arktische Landschaft unterscheidet sich deutlich von Fjordnorwegen und macht bereits die lange Anreise zum Erlebnis.

10. Gamle Strynefjellsvegen

Die historische Straße über das Strynefjellet ist eine der Strecken, auf denen wir bewusst langsam fahren würden. Alte Steinmauern, Seen und die raue Gebirgslandschaft geben der Route einen völlig anderen Charakter als einer modernen Hauptstraße.

Die schnellste Straße ist selten die schönste

Natürlich besteht ein Roadtrip durch Norwegen nicht nur aus bekannten Landschaftsrouten. Mindestens genauso gerne fahren wir die kleineren Straßen, die irgendwo von der Hauptverbindung abzweigen und sich am Fjord entlang oder hinauf ins Gebirge schlängeln.

Manchmal endet eine solche Straße an einer Fähre. Manchmal führt sie durch einen Tunnel und auf der anderen Seite öffnet sich plötzlich der Blick auf einen Fjord. Und manchmal fahren wir einen Umweg, obwohl das Navi längst eine deutlich schnellere Verbindung vorgeschlagen hat.

Gerade das gehört für uns zu Norwegen dazu.

Wo es eine schnelle Verbindung durch einen Tunnel und eine langsamere Strecke über einen alten Gebirgspass gibt, würden wir uns bei passendem Wetter häufig für den Umweg entscheiden. Nicht weil wir möglichst kompliziert reisen möchten, sondern weil wir genau dafür mit dem Wohnmobil unterwegs sind.

Wir wollen Norwegen nicht nur erreichen – wir wollen unterwegs möglichst viel davon erleben.

Nicht die meisten Kilometer machen den besten Roadtrip

Kilometerangaben sind deshalb bei der Routenplanung in Norwegen nur bedingt hilfreich. 200 Kilometer können eine entspannte Etappe sein – oder einen großen Teil des Tages beanspruchen.

Schmale Straßen, Serpentinen, Gebirgspässe und Fährverbindungen reduzieren das Tempo. Dazu kommen die Stopps, die kein Routenplaner einkalkulieren kann: ein Wasserfall direkt neben der Straße, ein Aussichtspunkt über dem Fjord oder einfach eine Landschaft, bei der wir beschließen, noch ein wenig länger zu bleiben.

Deshalb planen wir unsere Fahrtage in Norwegen lieber großzügig und packen nicht zu viele Kilometer in eine einzelne Etappe.

Das gibt uns auch die Freiheit, eine der Norwegischen Landschaftsrouten spontan in unsere Reise einzubauen oder eine kleinere Straße zu wählen, obwohl sie nicht die schnellste Verbindung zum nächsten Ziel ist.

Unsere schönsten Norwegenrouten sind deshalb meist eine Mischung aus bekannten Landschaftsrouten, kleinen Nebenstraßen, Fähren, Gebirgspässen und spontanen Umwegen.

Und genau zwischen diesen Straßen liegen die Orte, für die es sich lohnt, den Motor auch einmal für ein paar Stunden oder mehrere Tage abzustellen.

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10 Must-Sees für Deinen Norwegen-Roadtrip

Bei einer Reise durch Norwegen liegen so viele spektakuläre Landschaften entlang der Strecke, dass eine Liste mit nur zehn Zielen eigentlich viel zu kurz ist.

Und genau deshalb verstehen wir unsere Auswahl auch nicht als Checkliste, die Du auf einer einzigen Reise komplett abarbeiten solltest. Dafür ist Norwegen viel zu groß – und einige Regionen sind für sich allein schon mehrere Tage oder sogar eine ganze Reise wert.

Für einen Roadtrip würden wir vielmehr versuchen, einige besondere Ziele sinnvoll mit der geplanten Route zu verbinden. Mal ist es ein berühmter Fjord, mal eine Bergregion für mehrere Wanderungen und manchmal eine ganze Landschaft, durch die wir mehrere Tage unterwegs sind.

Dabei müssen es für uns auch nicht immer die bekanntesten Sehenswürdigkeiten Norwegens sein. Gerade im Norden gehören Regionen wie Senja, die Helgelandsküste oder Varanger genauso zu den Orten, die eine Reise besonders machen können.

Die folgenden zehn Must-Sees zeigen deshalb ganz unterschiedliche Seiten des Landes – von den Fjorden und Bergen Südnorwegens bis zur rauen Landschaft weit nördlich des Polarkreises.

Welche davon zu Deinem Roadtrip passen, hängt vor allem von Deiner Route und der verfügbaren Reisezeit ab. Lieber würden wir drei oder vier dieser Regionen wirklich erleben, als für ein Foto möglichst schnell alle zehn anzufahren.

Norwegen ist für uns kein Land zum Abhaken. Viele seiner schönsten Orte brauchen vor allem eines: Zeit.

1. Lofoten

Steile Berge, weiße Strände, kleine Fischerdörfer und das Meer direkt vor der Campertür: Die Lofoten gehören für uns zu den besonderen Regionen Norwegens. Plane lieber mehrere Tage als nur eine schnelle Durchfahrt ein.

2. Geirangerfjord

Der Geirangerfjord gehört zu den bekanntesten Fjordlandschaften Norwegens. Besonders spannend wird der Besuch, wenn Du Fjord, Aussichtspunkte und die umliegenden Bergstraßen miteinander verbindest.

3. Lysefjord & Preikestolen

Der Lysefjord verbindet spektakuläre Landschaft mit einigen der bekanntesten Wanderziele Norwegens. Der Preikestolen ist dabei nur eine Möglichkeit, die Region aus einer völlig anderen Perspektive zu erleben.

4. Jotunheimen

Hohe Berge, weite Fjelllandschaften und zahlreiche Wandermöglichkeiten machen Jotunheimen zu einem perfekten Ziel für alle, die einen Norwegen-Roadtrip mit Outdoor-Erlebnissen verbinden möchten.

5. Hardangerfjord

Fjorde, Wasserfälle, Obstgärten und Berge liegen in Hardanger erstaunlich dicht beieinander. Die Region eignet sich hervorragend für mehrere Tage und lässt sich mit Hardangervidda und weiteren Landschaftsrouten verbinden.

6. Senja

Senja verbindet vieles, was wir an Nordnorwegen mögen: dramatische Berge, Fjorde, kleine Küstenorte und eine Straße, auf der bereits die Fahrt Teil des Erlebnisses ist.

7. Helgelandsküste

Die Helgelandsküste ist kein einzelnes Highlight, sondern eine ganze Reiseregion. Inseln, Berge, Gletscher, Küste und Fährfahrten machen sie zu einer großartigen Alternative zur schnellen Fahrt auf der E6.

8. Nordkap & Magerøya

Das Nordkap ist für viele das symbolische Ziel einer langen Reise durch Skandinavien. Für uns lohnt es sich, dabei nicht nur das berühmte Plateau zu sehen, sondern auch Magerøya und die Landschaft rundherum zu entdecken.

9. Varanger

Varanger zeigt eine ganz andere Seite Norwegens. Weite arktische Landschaften, Barentssee, Vogelwelt und kleine Orte machen die abgelegene Region im äußersten Nordosten zu einem besonderen Roadtrip-Ziel.

10. Rondane

Rondane ist für uns ein idealer Gegenpol zu den spektakulären Fjorden. Hier stehen Berge, Fjell, Wandern und Weite im Mittelpunkt – und die Region lässt sich hervorragend in eine Route durch das norwegische Inland einbauen.

Norwegen mit Schweden oder Finnland kombinieren

Eine Reise durch Norwegen muss nicht an der Landesgrenze beginnen und enden. Gerade auf längeren Touren kombinieren wir Norwegen gerne mit Schweden oder Finnland und machen bereits die An- und Rückreise zu einem Teil unseres Roadtrips.

Besonders gut lässt sich Norwegen mit Schweden kombinieren. Du kannst beispielsweise durch Schweden relativ zügig Richtung Norden fahren und anschließend über die Lofoten, die Helgelandsküste oder das norwegische Inland wieder Richtung Süden reisen. Genauso funktioniert die Route natürlich in umgekehrter Richtung.

Dadurch musst Du auf Hin- und Rückweg nicht dieselbe Strecke fahren und erlebst zwei sehr unterschiedliche Seiten Skandinaviens: die langen Straßen durch schwedische Wälder und Seenlandschaften auf der einen Seite und Norwegens Fjorde, Berge und Küstenstraßen auf der anderen.

Für eine größere Reise durch den hohen Norden lässt sich zusätzlich Finnland in die Route integrieren. Besonders Finnisch-Lappland bietet sich als Verbindung zwischen Nordschweden und Nordnorwegen an. So können aus einer Norwegenreise beispielsweise Rundreisen durch alle drei nordischen Länder entstehen.

Auf der Karte sieht eine solche Runde schnell verlockend aus. Die Entfernungen solltest Du allerdings nicht unterschätzen.

Gerade in Norwegen kommen wir durch schmale Straßen, Fähren, Gebirgspässe und unsere vielen Stopps meist langsamer voran als ursprünglich gedacht. Deshalb würden wir bei zwei oder drei Wochen Reisezeit nicht versuchen, Norwegen, Schweden und Finnland möglichst vollständig miteinander zu kombinieren.

Lieber wählen wir weniger Regionen und haben unterwegs genügend Zeit für Wanderungen, Landschaftsrouten und spontane Umwege.

Je länger die Reise dauert, desto interessanter wird eine länderübergreifende Skandinavien-Rundreise. Bei kürzeren Reisen ist weniger dagegen meistens mehr.

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So planen wir unsere Routen durch Norwegen

Auch in Norwegen steht unsere Route vor der Abfahrt meistens nur grob fest.

Wir wissen, welche Region wir erreichen möchten und haben einige Orte, Wanderungen oder Landschaftsrouten im Kopf, die wir gerne erleben würden. Einen detaillierten Tagesplan erstellen wir daraus aber bewusst nicht.

Denn gerade in Norwegen funktioniert eine Reise für uns selten exakt so, wie sie vorher auf der Karte aussieht.

Das Wetter kann eine geplante Wanderung verhindern, eine Gebirgsstraße kann noch gesperrt sein oder eine Fährverbindung beeinflusst unseren Tagesablauf. Genauso gut kann aber ein ungeplanter Stopp dafür sorgen, dass wir einfach ein paar Stunden länger bleiben.

Deshalb planen wir lieber Regionen und grobe Etappen als einzelne Tage.

Zwischen zwei wichtigen Zielen lassen wir möglichst genügend Luft. So können wir eine Landschaftsroute einbauen, spontan eine kleinere Straße nehmen oder bei gutem Wetter eine Wanderung vorziehen.

Auch unsere Fahrtage planen wir in Norwegen eher vorsichtig. Die reine Kilometerzahl sagt wenig darüber aus, wie lange wir tatsächlich unterwegs sein werden. Eine vermeintlich kurze Strecke kann durch Fähren, schmale Straßen und zahlreiche Fotostopps schnell einen ganzen Tag füllen.

Genau diese Freiheit ist für uns einer der größten Vorteile einer Reise mit dem Wohnmobil.

Wir müssen morgens nicht immer wissen, wo wir am Abend stehen werden. Manchmal ändern wir unterwegs die Richtung, manchmal bleiben wir länger als geplant – und gelegentlich streichen wir ein Ziel komplett, weil uns ein anderer Ort besser gefällt.

Unsere Norwegenroute ist deshalb eher ein roter Faden als ein Fahrplan.

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