Schweden 2015 – Tjurpannan Naturreservat

Tjurpannan Naturreservat - Blick auf die Küste
Tjurpannan Naturreservat – Blick auf die Küste

Tjurpannan liegt an der Westküste Schwedens, in Bohuslän, dem wunderschönen Schärengebiet nördlich von Göteborg. Südwestlich von Havstenssund ist es mit Pkw und Wohnwagen gut zu erreichen. Da es keine vorgelagerten Inseln gibt, die es schützen, gehört es zu den Gebieten der Westküste Schwedens, die Wind und Wetter am meisten ausgesetzt sind.

Camping Saltvik bei Tjurpannans Naturreservat
Camping Saltvik bei Tjurpannans Naturreservat

Mit dem Wohnwagen haben wir unser Basislager im Camping Saltvik (Link zur Website), direkt neben dem Naturreservat aufgeschlagen. Der Campingplatz ist von Dauercampern besetzt, hat wenig Bewuchs, ist aber auch kaum belegt, so dass wir fast allein auf einer großen Rasenfläche stehen können. Er liegt windgeschützt in einer kleinen Bucht. Die besten Plätze direkt am Wasser sind von den Dauercampern belegt, was sehr schade ist. Das Wetter ist leider auf eine Mischung von Wind, Sturmböen und Regen umgeschlagen – dafür haben wir aber auch drei Wochen Sonnenschein hinter uns.

Heute steht eine Wanderung ins Naturreservat auf dem Programm. Wir freuen uns auf die reizvolle Schärenlandschaft, die uns erwartet. Ein kleiner Parkplatz etwa einen Kilometer westlich des Platzes ist unser Ausgangspunkt. Durch ein Wäldchen schlängelt sich ein Kiesweg in die Schären des Naturreservats. Der Wind pfeift uns um die Ohren und unheilvolle dunkle Wolken ziehen am Horizont auf uns zu. Brecher klatschen auf die glatt geschliffenen Felsen, in der Ferne trotzt ein Leuchtturm den Gewalten der Natur. Wir lieben genau diese Stimmung in Bohuslän, die so viel imposanter als Sonnenschein und blauer Himmel ist! In einem kleinen Hafen schaukeln Boote gemütlich in der Dühnung.

Einsam an der Küste steht ein baufälliger hölzerner Unterstand, der mit alten Netzen bis zum Rand gefüllt ist. Er gibt ein tolles Fotomotiv ab. Spritzer der Gischt klatschen uns ins Gesicht und wir inhalieren tief die salzhaltige klare Luft. die einem den Kopf wieder freibläst und Sorgen vergessen lässt. Die Schären sind einfach zu begehen, die Sicht ist weit. Wir könnten ewig über diese herrlichen Steinformationen wandern. Leider wird das Wetter immer übler und wir müssen aufgeben. Nach etwa zwei Stunden kommen wir wieder am Auto an und rollen zurück zum Campingplatz, wo uns heißer Tee und Kekse sehnsüchtig erwarten. Ein schöner Tag klingt gemütlich aus.

Wir können diese Tour uneingeschränkt weiter empfehlen, doch seht selbst:

Matthias

Nordlandverrückt und gerne draußen unterwegs. Oft mit zu viel und zu schwerer Fotoausrüstung. Könnte das ganze Jahr im Reisemobil unterwegs sein, wenn die Arbeit nicht wäre...

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