Sonfjället Nationalpark – Rundwanderung durch die schwedische Bärenheimat
Fakten zum Sonfjället Nationalpark: Einer der ältesten in Europa
Flora und Fauna: Im Revier der schwedischen Braunbären
Bären und Beeren
Besonders faszinierend ist jedoch die Tierwelt des Gebiets. Der Park ist über die Landesgrenzen hinaus für seine hohe Dichte an Braunbären bekannt. Es wird geschätzt, dass nirgendwo sonst in Schweden die Population dieser großen Raubtiere dichter ist als rund um dieses Bergmassiv. Im späten Sommer und im Herbst ziehen die Bären aus den dichten Wäldern hinauf an die Berghänge. Der Grund dafür ist das immense Angebot an Beeren. Die Hänge sind dann übersät mit Blaubeeren und Krähenbeeren, die den Tieren dabei helfen, sich die nötigen Fettreserven für den Winterschlaf anzufressen.
Obwohl die Population groß ist, gehören Bären zu den scheuen Tieren. Die Wahrscheinlichkeit, auf einer Wanderung tatsächlich einen Bären zu Gesicht zu bekommen, ist relativ gering, da sie menschliche Geräusche früh wahrnehmen und meistens das Weite suchen. Dennoch verleiht das Wissen um ihre Präsenz jeder Tour einen gewissen Hauch von Abenteuer. Wir empfehlen, sich während des Gehens normal zu unterhalten, um Tiere nicht zu überraschen.
Elche, Luchse und Vielfraße
Die Anfahrt über Gravelroads zum Wanderparkplatz Nyvallen
Übernachten am Ausgangspunkt
Die Rundwanderung: Eine fordernde Tagestour durch den Sonfjället Nationalpark
Der Auftakt an der historischen Almhütte
Hinauf in die Zone der Fjällbirken
Unterwegs auf dem alpinen Plateau
Der Abstieg über Geröllfelder ins Beerenparadies
Ausrüstung und Tourenplanung für den Nationalpark
- Festes Schuhwerk: Aufgrund des hohen Anteils an grobem Geröll und feuchten Wurzelwegen sind knöchelhohe, wasserdichte Bergstiefel hier absolute Pflicht. Leichte Trailrunner geraten in diesem Gelände schnell an ihre Grenzen.
- Wetterfeste Kleidung im Zwiebelprinzip: Selbst im Juli kann die Temperatur auf dem Plateau bei starkem Wind in den einstelligen Bereich fallen. Eine wind- und wasserdichte Hardshell-Jacke gehört ebenso in den Rucksack wie eine wärmende Isolationsschicht.
- Ausreichende Proviant- und Wasserversorgung: Es gibt keine Einkehrmöglichkeiten auf der Strecke. Wasser lässt sich zwar an klaren, schnell fließenden Gebirgsbächen oberhalb der Baumgrenze nachfüllen, ein Basisvorrat von zwei Litern sollte beim Start jedoch vorhanden sein.
- Kartenmaterial und Navigation: Verlasse Dich nicht ausschließlich auf digitale Karten, da der Handyempfang im Park sehr lückenhaft ist. Ein GPS-Gerät mit Offline-Karten oder eine klassische topografische Karte der Region sind essenziell. Bei Nebel bist Du zweiter Sieger! Unseren Praxistest findest Du hier: [Garmin GPSMAP 65s im Praxistest]
Wenn Du wissen möchtest, was wir Dir empfehlen bei einer Hikingtour in Skandinavien mitzuführen, inclusive einer praktischen Checkliste als PDF, dann lies hier weiter:
[Hiking im Hohen Norden – was muss alles mit?]
Auch Insektenschutz ist hier ein wichtiges Thema:
[Schutz vor Insektenstichen]
Verhaltensregeln im Sonfjället-Nationalpark
- Bleib auf markierten Wegen, besonders in empfindlichen Bereichen oberhalb der Baumgrenze; so schützt Du Vegetation und reduzierst Erosion.
- Nimm sämtlichen Müll wieder mit, auch organische Reste; was „biologisch“ wirkt, verändert dennoch das Verhalten von Wildtieren.
- Begegne Wildtieren mit Abstand und Ruhe; im bärenreichen Gebiet bedeutet das: nicht anschleichen, keine Tiere füttern, keine Essensreste offen liegen lassen.
- Mach Dich bemerkbar, wenn die Sicht schlecht ist (Wind, dichter Wald); normales Sprechen hilft, Tiere nicht zu überraschen.
- Nutze vorhandene Infrastruktur: Am Startpunkt Nyvallen gibt es Basis-Einrichtungen wie Trockentoiletten und eine ausgewiesene Feuerstelle, die Du respektvoll und nur gemäß Beschilderung nutzt.
- Halte die Nacht am Parkplatz/Startpunkt möglichst „low impact“: keine laute Musik, keine großflächigen Camps, und am Morgen den Platz so verlassen, als wärst Du nie da gewesen.
- Respektiere das absolute Drohnenverbot im Nationalpark!
- Hunde müssen an die Leine.
