Packrafttour auf dem Vålån – Wildnis pur im Herzen des Vålådalen

Tour mit dem Packraft auf dem Vålån – Wildnis pur im Herzen des Vålådalen

Der Vålan ist nicht einfach irgendein Fluss. Er ist das pulsierende Herzstück des Vålådalen-Naturreservats – ein Gewässer, das sich aus den Schneefeldern und Mooren der jämtländischen Fjällwelt speist und dabei eine Landschaft durchfließt, die in ihrer Ursprünglichkeit kaum zu überbieten ist. Eine Tour mit dem Packraft auf dem Vålån zu unternehmen bedeutet, diesen Ort auf eine Art zu erleben, die weit über das hinausgeht, was sich vom Wanderweg aus erahnen lässt.
Dieser Artikel entstand als direkter Begleiter zu unserem Beitrag über die Rundwanderung zum Blanktjärnarna. Wer wissen möchte, wie die Anreise zum Vålådalen funktioniert, wo man mit dem Reisemobil übernachtet und welche Grundfakten das Naturreservat ausmachen, findet all das in diesem Beitrag. Hier geht es jetzt ums Wasser.
 

Was ist ein Packraft – und warum passt es so perfekt hierher?

Ein Packraft ist ein aufblasbares Einpersonenboot, das zusammengefaltet in einem normalen Rucksack verstaut werden kann. Es wiegt je nach Modell zwischen einem und drei Kilogramm. Dabei ist es robust genug für fließendes Gewässer, und ermöglicht Kombinationen aus Wandern und Paddeln, die mit einem herkömmlichen Kanu oder Kajak schlicht undenkbar wären. Genau diese Flexibilität macht das Packraft zu einem idealen Begleiter in einer Landschaft wie dem Vålådalen, wo Wege, Fjäll und Wasser eine schwer zu trennende Einheit bilden.
Das Konzept ist simpel: Man trägt das Boot zusammen mit dem übrigen Gepäck auf dem Rücken, sucht sich den richtigen Einstieg, bläst das Boot auf und paddelt. Kein Shuttle, kein Anhänger, kein Stress – nur man selbst, das Wasser und die Landschaft. Wer noch keine Erfahrung mit Packrafting hat, sollte sich zunächst auf ruhigeren Gewässern einfahren und grundlegende Techniken des Paddelns sowie das Selbstrettungsmanöver beherrschen, bevor es auf einen Fluss wie den Vålån geht.
Die Tour startet an der Touristenstation Vålådalen mit dem Packraft auf dem Rücken

Die Tour auf einen Blick

Die hier beschriebene Route beginnt an der Touristenstation Vålådalen bei den Koordinaten 63.147684, 12.963957. Von dort wandert man mit dem Packraft auf dem Rücken in westlicher Richtung flussaufwärts bis zu einem geeigneten Einstiegspunkt bei 63.141494, 12.921551. Die Wanderstrecke beträgt rund 2,5 Kilometer. Der Einstiegspunkt liegt in einer Flußkurve mit abfallender Böschung bei 63.142319, 12.921432. Dieser Abschnitt eignet sich ideal zum Aufblasen des Packrafts und zu einem halbwegs ruhigen Start. Von dort paddelt man den Vålån flussabwärts zurück in Richtung Touristenstation und steigt unmittelbar nach der Brücke bei 63.142430, 12.969219 aus.
Die Paddeldistanz beträgt etwa vier bis fünf Kilometer. Insgesamt ist die Tour an einem halben Tag gut zu bewältigen. Sie lässt sich aber mühelos auf einen vollen Tag ausdehnen, wenn man die Pausen mit Beobachten, Fotografieren und dem einfachen Dasein in dieser Landschaft füllt. Und das lohnt sich – denn der Vålån und das Tal, das ihn umgibt, verdienen Zeit.
Zunächst wandert man durch niedrigen aber dichten Wald

Anreise und Ausgangspunkt

Für alle Details zu Anreise, Parkmöglichkeiten und den Fakten zum Vålådalen Naturreservat verweisen wir auf unseren Artikel zur Rundwanderung zum Blanktjärnarna. Dort findet ihr alles, was ihr für die Planung eurer Zeit in Vålådalen benötigt – von der Wegbeschreibung bis zum Stellplatz für das Reisemobil, von den Regeln im Naturschutzgebiet bis zu den besten Jahreszeiten für einen Besuch.
 
Kurz zusammengefasst: Der Parkplatz an der Touristenstation Vålådalen ist der ideale Ausgangspunkt für diese Tour. Er liegt direkt an der Straße 321, etwa 50 Kilometer westlich von Åre, und bietet ausreichend Platz auch für größere Fahrzeuge. Die Touristenstation selbst wurde bereits 1923 von der Schwedischen Tourismusvereinigung erbaut. Sie gilt als eine der Wiegen des organisierten Fjälltourismus in Schweden.  Heute ist sie ein vertrauter Orientierungspunkt – und der Ort, zu dem man nach der Paddeltour auf dem Fluss zurückkehrt.
Weitere Informationen über das Vålådalen findest Du auf der offiziellen Seite.
Vorbei an großen Moorflächen durch das Gebiet des Naturreservates

Die Wanderung zum Einstieg

Der erste Teil der Tour gehört dem Wandern. Man schultert das Packraft, greift zum Wanderstock und macht sich vom Parkplatz aus in westlicher Richtung auf den Weg. Das Packraft lässt sich entweder in einem speziellen Packsack verstauen oder mit Befestigungsriemen außen an einen normalen Trekkingrucksack schnallen. Je nach Modell und persönlicher Vorliebe. Mit dem Paddel am Rucksack befestigt kommt man auf rund zwei bis drei Kilogramm Zusatzgewicht. Das macht sich auf einer flachen Talstrecke kaum bemerkbar.
 

Wegbeschreibung 

Der Weg zur Einstiegsstelle führt zunächst über einen gut erkennbaren Wanderweg südwestlich aus dem Bereich der Touristenstation heraus. Man wandert durch niedrige Birkenwälder. Der Fluss ist dabei immer wieder zu sehen und zu hören. Mal als breites, ruhig gleitendes Band aus kaltem Fjällwasser, mal als quirlige, über Steine tänzelnde Strömung. Die Birken stehen hier niedrig und geneigt, wie sie es in nordischen Tälern tun, wenn der Wind aus den Bergen seit Generationen über sie hinweggestrichen ist. Dazwischen finden sich weite Flächen aus Moor und Heide, durchbrochen von kleinen Schmelzwassertümpeln, die im Licht des schwedischen Fjällsommers so klar glänzen wie poliertes Glas.
 
Auf dem Weg flussaufwärts lässt sich der Charakter des Vålån gut ablesen. Er ist kein wilder Bergbach, aber auch kein träger Flachlandstrom. Breite Passagen, in denen das Wasser kaum merklich fließt und das Spiegelbild der Fjälltundra aufnimmt, wechseln sich ab mit engen Bögen, an denen das Wasser mit spürbarer Energie um die Kurve drängt. Wer genau hinschaut, entdeckt Forellen, die sich im Schatten der Ufervegetation halten.
 

Achtung Bären!

Das letzte Teilstück bis zum Einstieg führt durch dichten Nadelwald. Hier ist uns bei unserer Tour eine schwedische Familie mit Hund begegnet. Sie erzählten uns, vor wenigen Minuten auf dem Pfad vor uns auf einen Bären getroffen zu sein. Hier wird einem natürlich etwas mulmig. Wir haben die Wanderung aber laut redend fortgesetzt und persönlich keinen dieser mächtigen Bewohner des Vålådalens gesehen. Trotzdem haben wir uns dabei ertappt, beim Aufbau des Packrafts immer wieder einen Blick über die Schulter zu werfen und die Umgebung zu beobachten.
 

Der richtige Einstiegspunkt

Nach rund 2,5 Kilometern erreicht man den erstmöglichen Einstiegspunkt. Der Fluß ist hier nur wenige hundert Meter vom Wanderweg entfernt. Bis dahin geht es aber durch sumpfiges Gebiet – festes Schuhwerk ist Pflicht!
Hier bietet sich eine ideale Fläche zum Ablegen des Rucksacks und Aufbauen des Packrafts. Wer möchte, gönnt sich hier eine erste Rast, isst etwas und lässt den Blick flussaufwärts in Richtung der Fjällhänge schweifen, bevor es aufs Wasser geht.
 
Eine weitere Möglichkeit wäre es, dem Wanderweg weiter flußaufwärts zu folgen. In den kommenden Kilometern bieten sich nämlich noch mehrere Berührungspunkte des Weges mit dem Fluß, wo man potentiell einsteigen könnte.
Am Einstiegspunkt bauen wir unsere Packrafts zusammen

Das Packraft aufbauen und den Fluss lesen

Das Aufblasen des Packrafts dauert je nach Modell zwischen drei und zehn Minuten – entweder mit einem Packsack-System, bei dem man Luft einschaufelt, oder mit einer einfachen Pumpe. Bevor man einsteigt, lohnt es sich, den Flussabschnitt direkt am Einstieg kurz zu lesen. Das bedeutet: die Strömungsrichtung einschätzen, Hindernisse wie Steine, überhängende Äste oder Treibgut identifizieren und gedanklich die erste Linie durch die Strömung vorausplanen.
Der Vålån ist an diesem Abschnitt kein technisch anspruchsvolles Wildwasser, aber er ist auch kein stehendes Gewässer. Die Strömung ist spürbar, an einigen Stellen auch lebhaft, Steine ragen immer wieder aus dem Fluß. Wer mit Packrafting vertraut ist und bereits Erfahrungen auf fließenden Gewässern gesammelt hat, wird sich schnell wohlfühlen. Anfänger sollten unbedingt mit einem erfahrenen Partner fahren, einen Helm tragen und das Aussteigen im strömenden Wasser zuvor geübt haben. Ein Wurfsack gehört zur Grundausstattung.
Und ab geht´s aufs Wasser!

Auf dem Wasser – die Packrafttour auf dem Vålån

Der Moment, in dem man sich in das Packraft setzt und die Strömung das Boot aus dem Uferbereich in die Flussmitte zieht, ist einer jener stillen Triumphe, die das Draußensein in der Natur immer wieder neu rechtfertigen. Der Fluss übernimmt, man paddelt mit – und plötzlich verändert sich die gesamte Wahrnehmung der Landschaft.
Auf Augenhöhe mit dem Wasser sieht das Vålådalen anders aus als vom Wanderweg. Die Ufer ragen als Wände aus Weidenbüschen und Birkengestrüpp auf, dahinter der Fjäll. Der Himmel wird zum Dach. Die Geräuschkulisse verändert sich: Das Plätschern, Glucksen und gelegentliche Rauschen des Wassers dominiert, alle anderen Eindrücke treten zurück. Dazwischen legt sich die vollständige Stille der jämtländischen Wildnis über alles.
Der Fluß plätschert gemütlich vor sich hin

Endlich auf dem Wasser!

In den ersten Hundert Metern nach dem Einstieg lernt man den Fluss kennen. Die Strömung trägt das Boot sicher vorwärts, und mit wenigen gezielten Paddelschlägen lässt sich die Linie durch die breiteren, flacheren Abschnitte halten. Dann folgt eine erste sanfte Kurve, der Fluss zieht an, und man gleitet durch eine kurze Passage mit spürbarer Strömung. Das Packraft reagiert direkt und präzise auf das Paddel – ein Vorteil seiner kompakten Form, die im Vergleich zu schwereren Kanus besonders auffällt.
 
Immer wieder passiert man Uferabschnitte, an denen das Gras bis ans Wasser reicht und man das Gefühl hat, der Erste zu sein, der diesen stillen Winkel des Tals betritt. Typisch für die Gewässer der jämtländischen Fjällwelt ist die beeindruckende Klarheit des Wassers: Auch in stärkerer Strömung kann man den Grund sehen – geschwungene Steine, feine Kieselbänke, das gelegentliche schnelle Verschwinden einer Forelle in tieferes Wasser.
Am Flussufer tauchen immer wieder Waldbewohner auf, die uns mustern

Im Hier und Jetzt und auf dem Vålån

Nach einem größeren Bogen öffnet sich das Tal kurzzeitig, und man paddelt durch einen breiteren, ruhigeren Abschnitt. Hier lohnt es sich, das Paddel kurz querzulegen und einfach zu treiben. Die Strömung trägt das Boot, man ist Passagier – und der Blick auf die baumlose Fjälllandschaft im Hintergrund macht deutlich, wie weit man hier vom Alltag entfernt ist.
Weiter flussabwärts nimmt die Strömung wieder zu. Die Flussbiegungen werden enger, das Wasser konzentrierter. An einigen Stellen muss man aktiv paddeln, um das Boot in der Strömungsmitte zu halten und Hindernissen am Ufer auszuweichen. Diese Abschnitte sind es, die eine Packrafttour auf dem Vålån so befriedigend machen – nicht weil sie gefährlich wären, sondern weil sie Aufmerksamkeit verlangen. Der Fluss lässt keine Gedanken an gestern oder morgen zu.
In den Monaten Juli und August füllen sich die Ufer mit dem zarten Lila des Wollgrases und dem hellen Gelb der Fjällraute – eine Kulisse, die man schwer vergisst.
Das Wasser des Vålån ist glasklar und eiskalt.

Die Fjälllandschaft und das Wasser

Ein Detail, das Paddler auf dem Vålån immer wieder beschäftigt, ist das Wasser selbst. Es ist kalt – auch im Hochsommer. Das Schmelzwasser von den hochgelegenen Schneefeldern kühlt den Fluss auf Temperaturen, die eine gute Paddeljacke und im Notfall auch eine Neopren-Unterbekleidung rechtfertigen. Wer weiß, wie sich ein ungewolltes Bad in einem skandinavischen Fjällfluss anfühlt, trifft entsprechende Vorkehrungen.
Der Fluss führt je nach Jahreszeit sehr unterschiedliche Wassermengen. Die höchsten Wasserstände liegen typischerweise im Juni, wenn die Schneeschmelze auf den umliegenden Fjälltops auf ihrem Höhepunkt ist. Zu dieser Zeit ist der Vålån deutlich kraftvoller, und Abschnitte, die im August fast idyllisch wirken, können dann beachtliche Strömungsgeschwindigkeiten entwickeln. Die ideale Zeit für eine Packrafttour dieser Art – anspruchsvoll genug für ein echtes Flusserlebnis, aber technisch überschaubar – liegt zwischen Mitte Juli und Ende August.
Zu beachten ist außerdem, dass der Länsstyrelsen Jämtlands seit 2023 empfiehlt, die als „orörd zon” (unberührte Zone) ausgewiesenen Bereiche des Naturreservats zwischen dem 20. April und dem 18. Juni nicht zu besuchen – zum Schutz brütender Vögel und ungestörter Ökosysteme im Frühjahr.  Wer seine Tour plant, sollte die interaktive Zonenkarte der Länsstyrelsen vorab konsultieren.
Es gibt immer wieder Stellen, an denen man anlegen könnte

Tiere, Stille und das Naturreservat

Das Vålådalen-Naturreservat umfasst rund 1.200 Quadratkilometer und gehört damit zu den größten Naturschutzgebieten Schwedens.  Die Artenvielfalt hier ist bemerkenswert. Auf dem Wasser sitzend beobachtet man das Treiben am Ufer mit ganz anderen Augen als beim Wandern: Wasservögel reagieren kaum auf das lautlose Gleiten des Packrafts, Enten führen ihre Brut durch die Schilf-Abschnitte, und an ruhigen Morgen oder in den langen, hellen Abendstunden des schwedischen Sommers stehen Elche tief im Wasser der Nebenarme und äsen die Wasserpflanzen ab.
Wer mit offenen Sinnen auf dem Wasser unterwegs ist, erlebt das Vålådalen auf eine Art, wie es kein Wanderweg ermöglicht. Auf dem Boot gelangt man ins Herzstück der Tallandschaft – ohne Lärm, ohne Vibration, ohne das Gefühl, in die Natur einzudringen. Man ist für die Dauer einer Paddeltour einfach Teil davon.
Viel zu schnell kommt die Hängebrücke und damit unser Ausstieg in Sicht.

Der Ausstieg nach der Brücke

Der Ausstieg bei 63.142430, 12.969219 liegt unmittelbar flussabwärts der Brücke nahe der Touristenstation. Wer diese Brücke auf dem Wasser unterquert, weiß: Die Tour nähert sich ihrem Ende. Am rechten Ufer flacht das Gelände kurz ab und bietet eine einfache Möglichkeit, an Land zu gehen, das Packraft aus dem Wasser zu ziehen und auf einer Grasfläche abzubauen und zu trocknen.
Von hier aus sind es nur wenige Gehminuten zurück zum Parkplatz. Wer noch Energie hat, setzt sich vor der Rückfahrt auf die Terrasse der Touristenstation oder erkundet das Gelände rund um die Station – ein ruhiger Abschluss für einen Tag, der mit dem Schultern eines Packrafts begann und mit dem Glucksen des Flusses am Ohr endet.
Ein ruhiges Kehrwasser ermöglicht den bequemen Ausstieg.

Ausrüstung für die Tour

Für eine Packrafttour auf dem Vålån in diesem Abschnitt sind folgende Ausrüstungsgegenstände empfehlenswert:
  • Ein Packraft mit ausreichender Tragkraft und stabiler Konstruktion für fließendes Gewässer – keine aufblasbaren Freizeitboote
  • Doppelblattpaddel, möglichst leichtes Modell mit guter Kraftübertragung
  • Paddeljacke und wasserdichte Hose – das Wasser ist kalt, auch im Sommer
  • Schwimmweste (PFD), die für fließendes Gewässer geeignet ist
  • Helm – auf diesem Abschnitt nicht zwingend, aber empfehlenswert
  • Wurfsack für die Begleitperson am Ufer
  • Wasserdichte Packsäcke für Kamera, Proviant und Wechselkleidung
  • Wanderschuhe, die auch im Wasser taugen, oder Neopren-Socken
  • Karte oder GPS – das Tal kann bei Nebel desorientierend sein
  • Erste-Hilfe-Set und Biwaksack als Notfallausstattung
Wer das Packraft noch nicht kennt, findet im deutschsprachigen Raum mittlerweile zahlreiche Anbieter für Einführungskurse – eine Investition, die sich lohnt, bevor man in den schwedischen Fjällen auf dem Wasser ist.
 

Planung und Kombination mit anderen Aktivitäten

Die Packrafttour auf dem Vålån lässt sich hervorragend mit anderen Aktivitäten im Vålådalen verbinden. Wer zwei oder drei Tage am Fluss verbringt, kann am ersten Tag die Rundwanderung zum Blanktjärnarna unternehmen – sie bietet einen der schönsten Überblicke über das Tal und führt zu den charakteristischen smaragdgrünen Bergseen, die dem Vålådalen seinen besonderen Charakter verleihen. Am zweiten Tag bringt man dann das Packraft auf das Wasser.
Ein früher Start am Morgen empfiehlt sich – nicht aus Zeitdruck, sondern wegen der Lichtqualität. Der Vålån im frühen Morgenlicht, wenn der Nebel noch über den Mooren liegt und die Strömung im ersten Sonnenlicht aufleuchtet, ist ein Anblick, der sich ins Gedächtnis einbrennt.
Ein letzter Blick zurück flußaufwärts - schön war´s!

Ein letzter Blick zurück

Wenn man das Packraft zusammenrollt und in den Rucksack packt, wenn das Wasser noch von der Jacke tropft und die Schuhe nass sind, merkt man: Diese Tour hinterlässt etwas. Nicht das Adrenalin einer großen Flusssport-Expedition, sondern etwas Ruhigeres und vielleicht Beständigeres. Die Erinnerung daran, wie das Vålådalen vom Wasser aus aussieht. Die Farbe des Flusses, das Rauschen in einer engen Kurve, die Stille in einem weiten Gleiter. Die Birken am Ufer, tief gebückt über das Wasser. Und das Wissen, dass diese Landschaft genau so geblieben ist, wie sie war – bevor man ankam, und nachdem man gegangen ist.
Das ist der Grund, warum man hierherkommt. Und der Grund, warum man wiederkommt.
 
Euer Team von Nordlandcamper.de
 
*Dieser Artikel ist Teil unserer Serie über das Vålådalen-Naturreservat. Den Beitrag zur Rundwanderung zum Blanktjärnarna mit allen Details

Matthias

Nordlandverrückt und gerne draußen unterwegs. Hat Spaß am Fotografieren, Wandern, Packrafting und Mountainbiking. Ab 2026 Vollzeit im Reisemobil unterwegs und ist dem beruflichen Hamsterrad entkommen.

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