Vegatrappa auf Vega: Über knapp 2.000 Stufen zum Ravnfloget
Die Vegatrappa auf Vega gehört zu den spektakulärsten Treppenwanderungen in Nordnorwegen. Knapp 2.000 Holzstufen führen auf der Westseite der Insel zum Ravnfloget. Oben wartet ein fantastischer Panoramablick über die Inselwelt von Vega, das offene Meer und die markante Insel Søla.
Für Wohnmobilreisende ist die Tour besonders interessant: Der Ausgangspunkt liegt im Gebiet Sundsvoll, wo es Parkmöglichkeiten und mit dem Base Camp Vega sogar einen komfortablen Wohnmobilstellplatz in unmittelbarer Nähe gibt. Wer die Wanderung mit einer Übernachtung verbindet, kann Vega außerdem ganz entspannt erkunden.
Wir zeigen Dir, wie Du zur Vegatrappa auf Vega kommst, wo Du mit dem Wohnmobil parken und übernachten kannst und was Dich bei der Wanderung zum Ravnfloget erwartet.
Vegatrappa auf Vega – das Wichtigste auf einen Blick
Bevor wir ins Detail gehen, hier die wichtigsten Informationen für deine Planung:
Ort: Sundsvoll auf der Insel Vega, Nordland
Ziel: Ravnfloget
Höhe: etwa 350 Meter über dem Meer
Treppen: knapp 2.000 Holzstufen
Höhenunterschied: rund 300 bis 320 Höhenmeter
Gesamtlänge bis zum oberen Ende: ungefähr 1,2 Kilometer je Richtung, je nach Messpunkt
Schwierigkeitsgrad: mittel
Kosten: kostenlos
Parken: Parkplatz im Bereich Sundsvoll
Wohnmobil: Stellplätze beim Base Camp Vega
Besonderheit: Aussicht auf das Vegaøyan-Welterbe, Søla und das offene Meer
Die Vegatrappa ist keine klassische Sherpatreppe aus Naturstein. Die Konstruktion besteht überwiegend aus Holz und ist mit Geländern versehen. Mehrere Rastplätze machen den Aufstieg angenehm, auch wenn die vielen Stufen natürlich ordentlich in die Beine gehen. Erst vor kurzem wurde sie in großen Teilen neu gebaut, da ein Steinschlag Teile der Treppe zerstört hatte.
Vega – eine Insel mitten im Welterbe
Schon die Anreise nach Vega ist Teil des Erlebnisses. Die Insel liegt an der Helgelandküste in Nordnorwegen und gehört zum Vegaøyan-Welterbe. Die Kulturlandschaft wurde von der UNESCO aufgrund der jahrhundertelangen Verbindung zwischen Menschen, Fischerei, Landwirtschaft und der traditionellen Eiderentenhaltung ausgezeichnet.
Vega ist dabei nicht unbedingt das Ziel für Reisende, die möglichst schnell möglichst viele Sehenswürdigkeiten abhaken möchten. Die Insel lebt von ihrer Landschaft: kleinen Straßen, Meer, Bergen, Inseln, Vogelwelt und der Weite der Helgelandküste.
Genau deshalb passt die Vegatrappa so gut zu einer Nordlandcamper-Tour. Man kann die Wanderung mit einer Übernachtung verbinden und anschließend noch einige Stunden oder einen ganzen Tag auf Vega verbringen.
Der große Vorteil: Die Wanderung selbst ist kostenlos. Lediglich für Anreise, Übernachtung und gegebenenfalls Verpflegung fallen Kosten an.
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Anreise zur Vegatrappa auf Vega
Mit dem Wohnmobil über die Fähre auf die Insel
Wer mit dem Wohnmobil unterwegs ist, erreicht Vega am einfachsten über eine der Fährverbindungen auf die Insel.
Eine wichtige Verbindung ist die Route Horn – Igerøy. Igerøy liegt auf Vega und ist für viele Reisende das Tor zur Insel. Zusätzlich besteht die Fährverbindung Igerøy – Tjøtta, die Vega mit dem Festland beziehungsweise der Küstenroute über Tjøtta verbindet.
Die Überfahrt Igerøy–Tjøtta dauert ungefähr eine Stunde. Im Sommer werden die Verbindungen teilweise durch zusätzliche Abfahrten verstärkt. Gerade in der Hauptsaison lohnt es sich deshalb, die aktuellen Fahrpläne vor der Fahrt zu kontrollieren.
Für Wohnmobile gilt wie immer in Norwegen: Bei beliebten Fährverbindungen sollte man insbesondere in den Sommermonaten etwas Zeitreserve einplanen. Die Kapazität einer Fähre ist begrenzt und eine verpasste Abfahrt kann die weitere Tagesplanung ordentlich durcheinanderbringen.
Unser Tipp: Plane die Vegatrappa nicht als Zwischenstopp mit knapp kalkulierter Fährverbindung. Viel entspannter ist es, mindestens eine Nacht auf Vega einzuplanen.
Von Igerøy weiter nach Sundsvoll
Nach der Ankunft in Igerøy geht es auf der Straße weiter Richtung Sundsvoll im Westen der Insel.
Der Ausgangspunkt der Vegatrappa liegt im Bereich des Sundsvoll-Friluftsområde. Die Zufahrt führt über die schmalen Straßen der Insel und schließlich weiter nach Sundsvoll. Die Strecke ist durchgehend geteert und gut fahrbar.
Wer zum ersten Mal auf Vega unterwegs ist, sollte sich für die Fahrt ruhig etwas Zeit nehmen. Die Insel ist nicht großstädtisch erschlossen und genau das macht ihren Reiz aus. Zwischen den einzelnen Ortschaften wechseln sich offene Landschaft, kleine Höfe, Meerblicke und Bergpanoramen ab.
Für die Navigation empfiehlt es sich, den Ausgangspunkt beziehungsweise Sundsvollveien 70 als Ziel einzugeben. Dort befindet sich das Base Camp Vega, das nur rund 400 Meter von der Vegatrappa entfernt liegt.
Wo kann man an der Vegatrappa parken?
Parkplatz bei Sundsvoll
Direkt am Ausgangspunkt der Wanderung gibt es einen Parkplatz im Bereich Sundsvoll. Die Gemeinde hat das Gebiet als öffentlich zugängliches Friluftsområde ausgebaut und unter anderem eine neue Parkmöglichkeit geschaffen.
Der Parkplatz ist vor allem für diejenigen interessant, die die Vegatrappa als reine Tagestour besuchen. Von hier beginnt der Zustieg zur Treppe.
Allerdings sollte man mit einem großen Wohnmobil nicht automatisch davon ausgehen, dass jeder Parkplatz zum dauerhaften Übernachten gedacht ist. Gerade an beliebten Naturzielen in Norwegen ist es wichtig, zwischen Parken für eine Wanderung und Camping beziehungsweise Übernachten zu unterscheiden.
Konkret ist das Übernachten auf dem Wanderparkplatz verboten („No Camping“)
Für uns ist deshalb die bessere Lösung: Wohnmobil auf den ausgewiesenen Stellplatz stellen und die Vegatrappa zu Fuß erreichen.
Wohnmobilstellplatz direkt bei der Vegatrappa
Base Camp Vega – ideal für Camper
Besonders praktisch ist das Base Camp Vega am Sundsvollveien 70.
Der Stellplatz liegt nur wenige Gehminuten von der Vegatrappa entfernt. Damit entfällt die Parkplatzsuche am eigentlichen Wanderstart und man kann den Besuch auf Vega mit einer entspannten Übernachtung verbinden.
Aktuell gibt es dort Stellplätze mit und ohne Strom. Die Plätze mit Strom kosten ca. 500 NOK pro Nacht, Stellplätze ohne Strom 400 NOK pro Nacht. Die Preise können sich natürlich ändern, weshalb wir empfehlen, vor der Reise noch einmal die aktuelle Buchungsseite zu prüfen.
Im Preis enthalten ist der Zugang zu den modernen Sanitäranlagen. Dort stehen unter anderem Duschen und Toiletten zur Verfügung.
Noch angenehmer: Vom Stellplatz sind nicht nur die Vegatrappa und die Ravnfloget Via Ferrata zu Fuß erreichbar. Auch die Küste liegt direkt in der Nähe.
Damit ist der Platz aus unserer Sicht ein sehr guter Ausgangspunkt für Camper, die Vega nicht nur für die Wanderung besuchen wollen.
Base Camp Vega – Informationen und Buchung
Übernachten in einem Ærfuglhus
Wer ohne Wohnmobil unterwegs ist oder einfach einmal etwas Besonderes ausprobieren möchte, findet beim Base Camp Vega eine weitere interessante Möglichkeit: die sogenannten Ærfuglhus für Menschen.
Die kleinen Hütten sind von den traditionellen Eiderentenhäusern der Vega-Inseln inspiriert. Sie bieten Schlafplätze für zwei Personen und liegen mit Blick auf Meer und Søla.
Damit bekommt man nicht nur eine Unterkunft, sondern gleichzeitig ein kleines Stück der besonderen Kulturgeschichte Vegas.
Auch Zeltplätze stehen beim Base Camp zur Verfügung. Sie befinden sich in unmittelbarer Nähe zu Sanitäranlagen und Restaurant.
Für Camper ist die Kombination aus Stellplatz, Wanderung, Restaurant und Sanitäranlage besonders praktisch. Nach knapp 2.000 Stufen möchte man schließlich nicht unbedingt noch lange nach einem geeigneten Übernachtungsplatz suchen.
Die Wanderung auf der Vegatrappa
Der Start liegt fast am Meer
Die Wanderung beginnt im Bereich Sundsvoll zunächst erstaunlich gemütlich.
Wer die vielen Stufen erwartet und direkt mit einem steilen Anstieg rechnet, wird zunächst überrascht sein. Der erste Abschnitt führt über einen gut ausgebauten Weg mit Holzstegen, kleinen Brücken und einzelnen Treppen.
Die Strecke führt durch eine Landschaft, in der Meer und Berg unmittelbar aufeinandertreffen. Schon hier lohnt es sich, nicht einfach möglichst schnell zur eigentlichen Treppe zu marschieren.
Nach rund 400 Metern erreicht man den Bereich, in dem die Vegatrappa beziehungsweise die Anlagen der Ravnfloget Via Ferrata beginnen.
Und spätestens hier wird klar, was die nächsten Meter bedeuten.
Jetzt kommen die knapp 2.000 Stufen
Die eigentliche Vegatrappa führt nun konsequent nach oben.
Die Holztreppe zieht sich über den Hang des Ravnfloget und überwindet rund 300 Höhenmeter. Die offiziellen Informationen sprechen von nahezu 2.000 Stufen. Andere Quellen nennen etwas mehr als 1.400 Stufen – die unterschiedlichen Angaben hängen vermutlich mit verschiedenen Zählweisen und Streckenabschnitten zusammen. Wir haben beim Aufstieg jedenfalls nicht nachgezählt!
Für die Planung ist die konkrete Zahl ohnehin weniger wichtig als die Erkenntnis:
Es sind sehr viele Stufen.
Die Treppe ist allerdings nicht unangenehm zu gehen. Sie ist breit angelegt, verfügt über Geländer und wurde so gebaut, dass der Aufstieg auch für weniger geübte Wanderer machbar ist.
Das bedeutet aber nicht, dass man den Anstieg unterschätzen sollte.
Wer selten wandert, wird die Belastung in den Oberschenkeln und Waden schnell spüren. Deshalb sollte man das eigene Tempo finden und lieber regelmäßig kurze Pausen einlegen.
Rastplätze machen den Aufstieg angenehmer
Entlang der Treppe gibt es mehrere Rastplätze.
Das ist nicht nur für die Beine angenehm. Die Pausen sind gleichzeitig eine gute Gelegenheit, sich umzudrehen.
Denn mit jedem Höhenmeter wird die Aussicht besser.
Zunächst sieht man vor allem die unmittelbare Umgebung von Sundsvoll. Dann wird der Blick immer weiter und schließlich öffnet sich die Landschaft vor einem.
Das Meer scheint größer zu werden, während die Küstenlinie unterhalb der Treppe zunehmend kleiner wirkt.
Entlang der Strecke finden sich außerdem kleinere Kunstinstallationen, die sich mit der Natur, der Vogelwelt und der Geschichte der Insel beschäftigen. Dadurch bekommt die Wanderung zusätzlich zum sportlichen Aspekt eine kulturelle Komponente.
Oben auf dem Ravnfloget
Nach dem langen Aufstieg ist der Moment am oberen Ende der Treppe entsprechend schön.
Der Ravnfloget erreicht etwa 350 Meter Höhe. Für einen Berg in Nordnorwegen klingt das zunächst nicht spektakulär. Doch auf einer Insel und unmittelbar am Meer zählt nicht allein die Höhe.
Und genau hier liegt die Stärke der Vegatrappa.
Der Blick geht weit über die Inselwelt von Vega. Im Westen liegt das Meer, davor beziehungsweise am Horizont ist die markante Insel Søla zu sehen.
Bei klarer Sicht reicht der Blick weit über das Vegaøyan-Welterbe und die Helgelandküste. An besonders guten Tagen kann die Sicht sogar bis in Richtung Træna reichen.
Oben gibt es einen geschützten Bereich, an dem man eine Pause einlegen kann.
Nach dem Aufstieg sollte man diese Pause auch wirklich genießen.
Denn der eigentliche Lohn der Wanderung ist nicht das Erreichen irgendeiner Höhenmarke, sondern die Kombination aus Berg, Meer und Inselwelt.
Wie schwierig ist die Vegatrappa?
Die Vegatrappa ist technisch keine schwierige Bergwanderung.
Es gibt keine Kletterpassagen und keine komplizierte Wegfindung. Die Treppe ist gut ausgebaut und mit Geländern versehen.
Kondition ist allerdings gefragt.
Die vielen Stufen machen die Tour anstrengender, als die relativ geringe Höhe von rund 350 Metern vermuten lässt.
Für sportliche Wanderer ist der Aufstieg gut machbar. Familien mit größeren Kindern können die Tour ebenfalls in Angriff nehmen, sollten aber genügend Zeit und Pausen einplanen.
Für kleinere Kinder ist weniger die technische Schwierigkeit als vielmehr die Länge des Aufstiegs entscheidend.
Auch wer Knieprobleme hat, sollte bedenken, dass der Abstieg über dieselbe Treppe erfolgt. Die Belastung beim Hinuntergehen kann für die Knie sogar unangenehmer sein als der Aufstieg.
Wanderstöcke können deshalb sinnvoll sein.
Wie lange dauert die Wanderung?
Für die reine Strecke zum oberen Ende der Vegatrappa sollte man je nach Fitness ungefähr 45 bis 90 Minuteneinplanen.
Mit Pausen, Fotos und Zeit am Aussichtspunkt sollte man deutlich großzügiger kalkulieren.
Für die komplette Wanderung hin und zurück sind etwa zwei bis drei Stunden ein realistischer Rahmen.
Wer gerne fotografiert oder die Aussicht ausgiebig genießt, kann natürlich problemlos länger unterwegs sein.
Die Strecke bis zum Ende der Treppe und zurück wird von Tourportalen mit rund 2,4 Kilometern angegeben. Der Höhenunterschied liegt bei ungefähr 320 Metern.
Kann man noch weiterwandern?
Wer nach dem Ravnfloget noch nicht genug hat, kann die Tour erweitern.
Vom oberen Bereich der Vegatrappa führen weitere Wege in die Berglandschaft. Als deutlich längere Variante wird beispielsweise die Tour Richtung Røsstinden genannt.
Diese Erweiterung ist allerdings eine ganz andere Hausnummer: Für die komplette Runde werden etwa neun Kilometer und rund 800 Höhenmeter angegeben.
Wer ursprünglich nur die Vegatrappa geplant hat, sollte daher nicht spontan unterschätzen, wie viel zusätzliche Kondition für eine solche Verlängerung notwendig ist.
Für die meisten Besucher ist es völlig ausreichend, den Ravnfloget über die Vegatrappa zu erreichen, die Aussicht zu genießen und anschließend wieder gemütlich abzusteigen.
Wann ist die beste Zeit für die Vegatrappa?
Grundsätzlich lässt sich die Wanderung während der schneefreien Jahreszeit unternehmen.
Besonders attraktiv ist natürlich der Sommer. Dann sind die Tage in Nordnorwegen lang und die Landschaft zeigt sich häufig von ihrer schönsten Seite.
Vega eignet sich außerdem hervorragend für Reisen rund um die Mitternachtssonne.
Aber auch im Sommer gilt: Das Wetter an der norwegischen Küste kann sich schnell verändern.
Regen, Wind und Nebel können innerhalb kurzer Zeit aufziehen. Entsprechend sollte man bei der Kleidung nicht ausschließlich nach der Wettervorhersage für den Startzeitpunkt gehen.
Wasser- und winddichte Kleidung gehören ins Gepäck.
Die offizielle Tourismusseite von Vega weist ausdrücklich darauf hin, dass die Vegatrappa nach starken Niederschlägen nicht empfohlen wird. Nasses Holz kann rutschig sein.
Gerade bei Wind sollte man außerdem bedenken, dass der Ravnfloget ein exponierter Aussichtspunkt ist.
Was sollte man zur Wanderung mitnehmen?
Für die Vegatrappa braucht man keine spezielle Bergsteigerausrüstung.
Trotzdem gehören einige Dinge in den Rucksack:
- feste Wanderschuhe mit gutem Profil
- ausreichend Trinkwasser
- kleine Brotzeit
- wind- und wasserdichte Jacke
- zusätzliche warme Kleidung
- Sonnenbrille und Sonnenschutz
- Wanderstöcke bei Bedarf
- Handy beziehungsweise Kamera
- eventuell ein kleines Fernglas (wir haben Adler gesehen)
Gerade auf Vega lohnt sich ein Fernglas. Die Inselwelt ist eng mit der Vogelwelt verbunden und das Meer vor der Küste bietet immer wieder interessante Beobachtungen.
Und natürlich sollte die Kamera nicht fehlen.
Die Kombination aus Holztreppe, Meer und Inselpanorama gehört zu den schönsten Fotomotiven auf Vega.
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Vegatrappa und Ravnfloget Via Ferrata – nicht verwechseln
Am Ausgangspunkt der Wanderung befindet sich auch die Ravnfloget Via Ferrata.
Beides führt zum Ravnfloget, aber die Erlebnisse könnten unterschiedlicher kaum sein.
Die Vegatrappa ist eine normale Wanderung auf einer befestigten Treppe und kostenlos zugänglich.
Die Via Ferrata dagegen ist eine gesicherte Kletterroute im Fels. Sie wird geführt und erfordert entsprechende Ausrüstung. Wer nur wandern möchte, bleibt auf der Vegatrappa.
Interessant ist die Kombination für aktive Reisende: Während eine Person die Treppe wandert, kann eine andere an einer geführten Via-Ferrata-Tour teilnehmen.
Die Kletterrouten werden vom Betreiber geführt und dauern laut Anbieter knapp vier Stunden.
Unser Fazit zur Vegatrappa auf Vega
Die Vegatrappa auf Vega ist genau die Art von Ausflugsziel, die wir auf einer Reise durch Nordnorwegen besonders mögen.
Die Wanderung ist sportlich, aber technisch unkompliziert. Man braucht keine besondere Ausrüstung und keinen erfahrenen Bergführer. Gleichzeitig fühlt sich der Aufstieg durch die Lage am Meer und die vielen Stufen deutlich spektakulärer an, als es die knapp 350 Meter Gipfelhöhe vermuten lassen.
Besonders schön ist die Kombination aus Natur und Infrastruktur.
Die Wanderung beginnt nahezu am Meer, führt über Stege und Brücken und geht schließlich in die lange Holztreppe über. Unterwegs gibt es Rastplätze und immer wieder neue Ausblicke.
Oben wartet schließlich das Panorama über Vega und das Meer.
Für Wohnmobilreisende ist die Situation besonders angenehm. Wer am Parkplatz nur einen Tagesausflug machen möchte, kann direkt zum Ausgangspunkt fahren. Noch entspannter ist es allerdings, das Wohnmobil beim Base Camp Vega abzustellen und die Vegatrappa zu Fuß zu erreichen.
Mit Stellplätzen, Stromoptionen, Sanitäranlagen und Restaurant ist dort alles vorhanden, was man nach einem langen Wandertag gebrauchen kann.
Und genau deshalb würden wir die Vegatrappa nicht nur als kurzen Zwischenstopp einplanen.
Vega verdient mehr als ein paar Stunden.
Wer schon einmal auf der Insel ist, sollte sich Zeit für die Landschaft, das Welterbe, die Küste und die besondere Atmosphäre nehmen.
Die Vegatrappa ist dabei ein perfekter Höhepunkt: Erst geht es Stufe für Stufe nach oben – und anschließend sitzt man mit Blick auf Søla und das Meer vielleicht noch vor dem Wohnmobil und lässt den Tag in der nordnorwegischen Landschaft ausklingen.
Für uns ein ziemlich guter Grund, Vega bei einer Wohnmobilreise durch Nordnorwegen auf die Route zu setzen.


