Festvågtind Wanderung bei Henningsvær auf den Lofoten
Die Festvågtind Wanderung bei Henningsvær gehört für uns zu den schönsten Touren auf den Lofoten. Vom Gipfel hast Du einen fantastischen Blick auf Henningsvær, die umliegenden Inseln und die schroffen Berge von Austvågøya.
Der Aufstieg ist allerdings deutlich anspruchsvoller, als die relativ kurze Strecke zunächst vermuten lässt. Steile Passagen, Geröll und teilweise loses Gestein verlangen Trittsicherheit und bei schwierigen Bedingungen entsprechend Vorsicht.
Wir sind die Tour selbst gegangen und zeigen Dir in diesem Beitrag unseren Weg vom Ausgangspunkt über den Helavannet bis auf den Gipfel – inklusive unserer Erfahrungen zu Parkplatz, Aufstieg und Abstieg.
Festvågtind Wanderung auf einen Blick
Gipfel: Festvågtind / Festvågtinden
Höhe: 541 m
Start: Festvåg bei Henningsvær
Strecke: ca. 1,3 km pro Richtung
Gehzeit: offiziell ca. 60–90 Minuten pro Richtung
Schwierigkeit: anspruchsvoll
Weg: steil, teilweise loses Geröll und kurze Kraxelpassagen
Alternative: Heiavannet auf 189 m als kürzeres Wanderziel
Beste Zeit: hauptsächlich Sommer und früher Herbst
Unser Tipp: Für Auf- und besonders Abstieg genügend Zeitreserve einplanen.
Die Anfahrt
Zunächst einmal eröffnet schon die Anfahrt dorthin atemberaubende Blicke auf die Symbiose von wildem Meer und steil in den Himmel ragenden Berggipfeln. Über mehrere Brücken, die ein Ampelverkehr regelt, erreicht man schließlich den Ortskern.
Doch bevor der Besuch des Ortes ansteht, heißt es erstmal das Fahrzeug möglichst praktisch abzustellen. Weil wir gerne noch die Wanderung auf den „Hausberg“ Festvågtind unternehmen möchten, benötigen wir ein Plätzchen, auf dem wir auch die Nacht verbringen können.
Zwar gibt es zwei kostenpflichtige Wohnmobilstellplätze vor dem Ortseingang und einen weiteren kostenpflichtigen Parkplatz im Ort, der auch für große Wohnmobile ausreichend dimensioniert ist. Wir entscheiden uns aber für einen kleinen kostenlosen Parkplatz linker Hand neben der Straße bevor es über die ersten Brücke Richtung Ortschaft geht. Hier finden wir eine etwas zurückgesetzte Nische zwischen den Bäumen – und nachts ist es hier sehr ruhig (Hinweis: dieser Parkplatz ist seit 2024 nicht mehr nutzbar).
Tagsüber wird der Platz von Kletterern bevölkert, die in den damübergelegenen Felsen ihrem Hobby nachgehen.
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Parkplatz für die Festvågtind Wanderung
Bei unserer Tour haben wir unser Fahrzeug auf einem kleinen Parkplatz vor Henningsvær abgestellt und dort auch übernachtet. Das war unsere Situation zum Zeitpunkt dieser Reise und ist keine aktuelle Empfehlung zum Freistehen.
Für die Wanderung wird heute unter anderem der kostenpflichtige Parkplatz bei Festvåg genannt. Eine weitere Parkmöglichkeit befindet sich bei Engøya, etwa einen Kilometer Richtung Henningsvær. Da sich Parkregelungen und Beschilderungen ändern können, solltest Du vor Ort unbedingt auf die aktuellen Hinweise achten.
Henningsvær – Ausgangspunkt unserer Festvågtind Wanderung
Zunächst nutzen wir von hier aus unsere Räder weil wir den schönen Ort erkunden wollen. Natürlich möchten wir uns den imposanten Fußballplatz aus der Nähe ansehen, der unser erstes Ziel wird. Trotz wirklich starkem Wind muss der fliegende Aufklärer starten um die Szenerie von oben einzufangen.
Am Hafen von Henningsvær
Der kleine Hafen liegt sehr schön zwischen den beiden Inseln, auf denen Henningsvær gebaut wurde. Vom Wellenbrecher aus, der den kleinen Hafen schützt, hat man einen guten Blick auf das schöne Örtchen. Wir schlendern anfangs vorbei an kleinen Cafés, Kunsthandwerksbetrieben und natürlich den obligatorischen Nippesläden die Mitbringsel an Touristen verkaufen, die später im Regal verstauben.
Abschließend wieder zurück beim Fahrzeug gibt’s zunächst Kaffee und Kuchen und die Pläne für den Nachmittag werden geschmiedet. Weil das Wetter besser wird, wollen wir auf den Festvågtind, den Hausberg von Henningsvær mit seiner tollen Aussicht, wandern. Eine Übersicht über die Route findet sich am Beginn der Wanderung. Der hier beschriebene Parkplatz ist kostenpflichtig, daher haben wir ihn nicht genutzt.
Aufstieg zum Festvågtind über den Heiavannet
Also zunächst alle sieben Sachen gepackt und los geht’s! Anfangs zweigt der Weg direkt von der Straße nach Henningsvær ab und führt zunächst relativ steil (was sich die ganze Tour nicht mehr ändern wird) über ein Schotter- und Geröllfeld, das teilweise stark verblockt ist, bis auf einen Sattel, auf dem sich ein kleiner See, der Helavannet, befindet. Bereits von hier aus hat man tolle Ausblicke auf die umgebende Landschaft.
Bereits zu Beginn der Wanderung wird klar, dass Trittsicherheit auf dieser Tour wichtig ist. Der Weg ist steil und führt teilweise über Felsblöcke und loses Geröll. Gute Wanderschuhe gehören für uns deshalb unbedingt dazu.
Wir selbst benötigen auf solchen steilen norwegischen Bergwegen häufig länger als die angegebenen Gehzeiten.Gerade auf dem Festvågtind solltest Du deshalb ausreichend Zeitreserven für Auf- und Abstieg einplanen.
Unser persönlicher Merkspruch für Wanderungen in Norwegen lautet: Double the time – and you are fine!
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Schließlich geht es vom Sattel aus weiter steil nach oben, manchmal gut zu gehen, meist aber hat man Sorge ums Sprunggelenk, da immer wieder loses Geröll zu queren ist. Halbhohe Schuhe sind eine gute Wahl für die Tour. An uns vorbei turnen Einheimische mit ihren kleinen Kindern, die wie die Bergziegen nach oben sprinten und derartige Verhältnisse offensichtlich gut gewöhnt sind.
Auf dem Gipfel des Festvågtind – Henningsvær von oben
Kurz vor dem Gipfel erreichen wir einen Sattel, von welchem man bereits die wilden Lofotenberge, die bisher hinter dem Festvågtind verborgen blieben, bewundern kann. Vom eigentlichen Gipfel trennt uns nun nur noch ein wenige Meter hoher Aufschwung, der mittels leichter Kletterei überwunden werden muss. Hier werden Hände und Füße gebraucht, sollte aber für jeden, der bis hierher gekommen ist, locker zu schaffen sein. Auf den letzten Meteren ist das Gipfelkreuz bereits in Sichtweite.
Am Gipfel treffen wir ein paar nette Norweger, mit denen wir uns gut unterhalten. Der Wind hat weiter zugenommen und wir müssen aufpassen, das uns die Wanderstöcke nicht wegfliegen. Da die Aussicht aber so bombastisch ist und ich die Drohne bis hier hoch geschleppt habe, möchte ich sie auch unbedingt in die Luft schicken. Da es im Gipfelbereich keine wirklich gute Landegelegenheit gibt, wird die sichere Rückkehr der Drohne wahrscheinlich sportlich. Aber jetzt erstmal in die Luft damit!
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Unsere Drohnenaufnahmen vom Festvågtind
Wir hatten bei unserer Wanderung auch die Drohne dabei. Der Wind am Gipfel war allerdings kräftig, sodass wir den Flug bewusst kurz gehalten haben.
Die Perspektive von oben war trotzdem beeindruckend: Henningsvær liegt wie ein kleines Mosaik aus Inseln, Brücken und Häusern im Meer.
Wenn Du selbst mit einer Drohne unterwegs bist, solltest Du vor dem Start immer die aktuell geltenden norwegischen Drohnenregeln, Geozonen und mögliche lokale Einschränkungen prüfen.
Hier noch ein paar Bilder vom Gipfel.
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Abstieg vom Festvågtind
Der Abstieg erfolgt über dieselbe Route wie der Aufstieg. Wir würden dafür mindestens ebenso viel Zeit einplanen wie für den Weg nach oben. Besonders auf den steilen Passagen mit losem Geröll ist beim Abstieg Konzentration gefragt.
Bei Nässe wird der Weg entsprechend anspruchsvoller. Bei schlechten Bedingungen würden wir die Tour deshalb lieber auf einen anderen Tag verschieben.
Unser Fazit zur Festvågtind Wanderung
Für uns gehört die Wanderung auf den Festvågtind zu den schönsten Touren, die wir auf den Lofoten unternommen haben. Die Strecke ist kurz, aber steil und stellenweise anspruchsvoll – dafür ist die Aussicht auf Henningsvær vom Gipfel außergewöhnlich.
Wenn Du trittsicher bist und Dich in steilem Gelände wohlfühlst, können wir die Tour klar empfehlen. Und wenn Dir der komplette Aufstieg zu viel ist, bietet bereits der Heiavannet mit dem Aussichtspunkt oberhalb von Henningsvær ein lohnendes kürzeres Ziel.
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