Kaum eine Straße verbinden wir so sehr mit den Lofoten wie die E10. Sie führt über Brücken und durch Tunnel, vorbei an steilen Bergen, weißen Sandstränden, kleinen Fischerdörfern und immer wieder unmittelbar am Meer entlang. Dabei ist für uns nicht ein einzelner Aussichtspunkt das eigentliche Highlight – es ist die gesamte Fahrt.
Wir starten unsere Tour ganz im Süden der Lofoten in Å auf Moskenesøya und folgen der E10 anschließend Richtung Norden. Unterwegs verlassen wir die Hauptstraße immer wieder für Wanderungen, Strände und Abstecher zu Orten, die wir auf unseren Reisen selbst besucht haben. Auf Austvågøya verabschieden wir uns schließlich von der E10 und folgen dem Midnattsolveien bis zur Fähre in Fiskebøl.
So entsteht keine Route, die Du möglichst schnell abfahren solltest. Im Gegenteil: Für uns gehören gerade die Abstecher zum Erlebnis dieser Traumstraße. Einige davon dauern nur ein paar Stunden, für andere lohnt es sich, einen ganzen Tag einzuplanen.
Die E10 – die Lebensader der Lofoten
Die Europastraße 10 durchquert die Lofoten und verbindet die einzelnen Inseln über Brücken und Tunnel miteinander. Sie endet allerdings nicht auf den Lofoten, sondern führt weit über die Inselgruppe hinaus. Für diesen Roadtrip stellen wir Euch den schönsten Teil dieser Traumstrasse vor.
Unser Ausgangspunkt ist Å ganz im Westen von Moskenesøya. Von dort folgen wir der E10 zunächst durch Moskenesøya und weiter über Flakstadøya und Vestvågøya bis nach Austvågøya.
Dabei bleiben wir keineswegs permanent auf der E10. Viele der Orte, die für uns eine Lofotenreise ausmachen, liegen einige Kilometer abseits der Hauptstraße. Deshalb verstehen wir die E10 eher als Rückgrat unseres Roadtrips, von dem wir immer wieder zu Wanderungen, Stränden und kleinen Küstenorten abbiegen.
Am Ende unserer Route verlassen wir die E10 endgültig. Über den Midnattsolveien fahren wir weiter nach Fiskebøl, wo unsere Tour am Fähranleger endet.
Wie viel Zeit solltest Du für die Strecke einplanen?
Die reine Fahrzeit spielt bei diesem Roadtrip für uns kaum eine Rolle. Wer einfach nur von Å nach Fiskebøl fahren möchte, verpasst genau das, was die Strecke besonders macht.
Schon einzelne Wanderungen wie der Reinebringen oder Festvågtind können einen großen Teil eines Tages beanspruchen. Hinzu kommen Strandbesuche, Abstecher in die Fischerdörfer und spontane Stopps an der Straße. Auf den Lofoten haben wir außerdem immer wieder erlebt, dass das Wetter unsere Tagesplanung stärker beeinflusst als der ursprüngliche Reiseplan.
Wir würden die Route deshalb nicht als Tagesetappe betrachten. Wenn Du mehrere unserer Abstecher und Wanderungen einbauen möchtest, kannst Du problemlos einige Tage entlang dieser Strecke verbringen.
Gerade mit dem Wohnmobil gefällt uns diese Art des Reisens besonders gut. Wir müssen nicht jeden Abend ein bestimmtes Etappenziel erreichen und können gutes Wetter spontan für eine Wanderung nutzen.
Å – hier beginnt unsere Traumstraße
Weiter nach Westen können wir mit dem Fahrzeug auf den Lofoten kaum fahren. In Å endet die Straße und für uns beginnt hier die Tour in die entgegengesetzte Richtung.
Das ehemalige Fischerdorf mit seinen roten Häusern zwischen Bergen und Meer ist schon für sich einen Besuch wert. Uns interessiert bei diesem Roadtrip aber vor allem die Landschaft unmittelbar hinter dem Ort.
Dort liegt der Ågvatnet, den wir auf einer abwechslungsreichen Rundwanderung komplett umrundet haben. Die Tour überraschte uns mit dichtem Bewuchs, sumpfigen Abschnitten und einigen felsigen Passagen, die mit Metallseilen gesichert sind. Gerade weil die Wanderung so gar nicht dem typischen Bild einer aussichtsreichen Lofoten-Gipfeltour entspricht, ist sie uns besonders in Erinnerung geblieben.
Der westliche Teil der Runde führt außerdem in den Lofotodden Nationalpark, in dem besondere Schutzbestimmungen gelten und unter anderem keine Drohnen geflogen werden dürfen.
→ Unsere komplette Tour findest Du im Beitrag über die [Ågvatnet Wanderung bei Å auf den Lofoten].
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Ganz am Ende der E10 auf den Lofoten liegt mit Å eines der bekanntesten Fischerdörfer der Inselgruppe. Nur wenige Schritte...
Von Å nach Reine
Nachdem wir Å verlassen haben, folgen wir der E10 Richtung Reine. Bereits dieser südliche Abschnitt zeigt ziemlich eindrucksvoll, warum wir die Straße zu unseren Traumstraßen in Norwegen zählen.
Die Straße zwängt sich zwischen Bergen und Meer hindurch, führt durch Tunnel und verbindet kleine Fischerdörfer miteinander. Besonders faszinierend finden wir, wie schnell sich die Perspektiven ändern. Hinter einer Kurve öffnet sich plötzlich ein Fjord, kurz darauf verschwindet die Straße wieder zwischen steilen Felswänden.
Dabei lohnt es sich, nicht nur auf das nächste Ziel zu achten. Einige unserer schönsten Erinnerungen an die Lofoten sind genau bei solchen ungeplanten Stopps entstanden.
Reine und der Reinebringen
Reine gehört sicherlich zu den bekanntesten Orten der Lofoten. Das Fischerdorf liegt vor einer Kulisse aus steilen Bergen und verzweigten Meeresarmen, die inzwischen auf unzähligen Fotos zu sehen ist.
Wir haben Reine nicht nur vom Boden aus erkundet, sondern sind auf den Reinebringen gestiegen. Der Aufstieg ist steil und trotz der angelegten Sherpatreppe anstrengend. Oben wartet dafür eines der bekanntesten Panoramen der Lofoten.
Von hier blickst Du auf Reine, Sakrisøy, Hamnøy und die umliegende Bergwelt. Für uns gehört der Reinebringen deshalb zu den Wanderungen, die sich hervorragend mit einem Roadtrip über die E10 verbinden lassen.
Für die Tour solltest Du genügend Zeit einplanen und sie nicht einfach zwischen zwei längere Fahretappen quetschen.
→ Alle Details zu Aufstieg, Parkplatz und unseren Erfahrungen findest Du in unserer [Reinebringen Wanderung].
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Der Reinebringen gehört zu den bekanntesten Wanderungen auf den Lofoten – und wenn Du oben stehst, verstehst Du schnell, warum....
Weiter Richtung Fredvang
Hinter Reine führt unsere Route weiter durch die eindrucksvolle Landschaft von Moskenesøya. Die E10 bleibt dabei ständig in Bewegung: Tunnel wechseln sich mit offenen Küstenabschnitten ab, immer wieder tauchen kleine Siedlungen zwischen Bergen und Wasser auf.
Richtung Fredvang verlassen wir die Hauptstraße erneut. Hier warten gleich mehrere Ziele, die einen längeren Abstecher rechtfertigen.
Eines davon ist der Kvalvika Beach. Der Strand liegt abgeschieden zwischen steilen Bergen und ist nur zu Fuß erreichbar. Gerade diese Lage macht ihn für uns so reizvoll.
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Reine gehört für viele Reisende zu den bekanntesten Orten der Lofoten. Das überrascht kaum: Kleine Inseln, rote Rorbuer, steil aus...
Kvalvika Beach – zu Fuß ans Meer
Die Wanderung zum Kvalvika Beach führt durch eine Landschaft, die kaum typischer für die Lofoten sein könnte. Zwischen Bergen gelangst Du hinunter zu einer weiten Bucht mit Sandstrand und offenem Blick aufs Meer.
Der Strand selbst ist nicht direkt mit dem Fahrzeug erreichbar. Dadurch fühlt sich der Besuch deutlich mehr wie eine kleine Wanderung als wie ein klassischer Strandstopp auf einem Roadtrip an.
Wenn Du genügend Zeit hast, würden wir diesen Abstecher deshalb nicht nur als Fotostopp betrachten. Gerade die Kombination aus Wanderung und Strand macht Kvalvika interessant.
→ Mehr über unsere Tour findest Du im Beitrag über den [Kvalvika Beach auf den Lofoten].
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Heute steht sportliche Betätigung auf dem Programm – wir wollen zum Kvalvika Beach (Walbucht) wandern! Es handelt sich dabei um...
Volandstind – Aussicht über die Lofoten
Ein weiteres Wanderziel in diesem Bereich ist der Volandstind. Für uns ist die Tour eine schöne Alternative zu einigen der bekannteren und entsprechend stärker frequentierten Gipfeln der Lofoten.
Während des Aufstiegs öffnen sich immer wieder weite Ausblicke über die umliegenden Berge, Fjorde und Küstenlandschaften. Gerade bei gutem Wetter zeigt sich hier eindrucksvoll, wie stark Wasser und Berge das Landschaftsbild der Inselgruppe bestimmen.
Auch den Volandstind würden wir nicht einfach als kurzen Zwischenstopp betrachten. Wenn Du die Wanderung in Deinen E10-Roadtrip einbaust, solltest Du entsprechend Zeit dafür reservieren.
→ Unsere Erfahrungen und die genaue Tour findest Du in der [Volandstind Wanderung auf den Lofoten].
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Der Volandstind auf den Lofoten sieht von unten deutlich schwieriger aus, als seine Höhe von 457 Metern vermuten lässt. Besonders...
Ramberg und die Strände von Flakstadøya
Zurück auf der E10 fahren wir weiter über Flakstadøya. In diesem Bereich verändert sich die Landschaft erneut. Zwischen den Bergen öffnen sich größere Ebenen und immer wieder liegen helle Sandstrände direkt am Meer.
Rund um Ramberg lohnt es sich deshalb, die Augen offen zu halten und nicht nur auf die bekannten Wanderziele zuzusteuern. Gerade bei wechselhaftem Wetter können kurze Stopps am Strand eine gute Alternative zu einer größeren Bergtour sein.
Für uns gehört genau diese Flexibilität zu einem Roadtrip über die Lofoten. Nicht jeder Tag muss mit einem Gipfel enden. Manchmal reicht es völlig, das Wohnmobil abzustellen und eine Stunde am Meer zu verbringen.
Abstecher nach Nusfjord
Von der E10 führt ein lohnender Abstecher nach Nusfjord. Das kleine Fischerdorf liegt geschützt zwischen steilen Bergen und gehört zu den Orten, an denen sich die traditionelle Verbindung der Lofoten mit dem Fischfang besonders gut erkennen lässt.
Die roten und gelben Gebäude rund um den Hafen ergeben zusammen mit der Bergkulisse ein völlig anderes Bild als die offenen Strände entlang der E10. Dadurch bringt Nusfjord zusätzliche Abwechslung in unseren Roadtrip.
Wir würden den Ort nicht nur für ein schnelles Foto anfahren. Ein Spaziergang durch den kleinen Hafenbereich gehört für uns unbedingt dazu.
→ Unsere Eindrücke findest Du in unserem Beitrag über [Nusfjord und Uttakleiv Beach].
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Ein historisches Fischerdorf am Vormittag und einer der bekanntesten Strände der Lofoten am Abend: Nusfjord und Uttakleiv Beach lassen sich...
Weiter nach Vestvågøya
Zurück auf der Hauptroute fahren wir weiter Richtung Vestvågøya. Auch hier verbindet die E10 wieder völlig unterschiedliche Landschaften miteinander.
Während auf Moskenesøya und Flakstadøya die Berge häufig unmittelbar neben der Straße aufragen, gibt es auf Vestvågøya größere und offenere Landschaftsräume. Genau diese Veränderungen sorgen dafür, dass die Fahrt trotz der überschaubaren Entfernungen nie eintönig wird.
Von der E10 führen mehrere Straßen an die Nord- und Westküste der Insel. Zwei unserer Abstecher führen nach Uttakleiv und Eggum.
Uttakleiv – Abstecher an die Küste
Der Uttakleiv Beach gehört zu den bekannten Stränden auf Vestvågøya. Zwischen Meer, großen Felsen und steilen Bergen bietet die Küste hier wieder eine völlig andere Landschaft als die geschützten Fjorde entlang anderer Abschnitte unserer Route.
Für uns lohnt sich der Abstecher besonders, wenn Du ohnehin etwas Zeit für Vestvågøya eingeplant hast. Statt ausschließlich der E10 zu folgen, bekommst Du hier noch einmal einen unmittelbaren Eindruck von der raueren Außenseite der Insel.
Uttakleiv haben wir zusammen mit Nusfjord bereits ausführlicher beschrieben.
→ Mehr dazu findest Du in unserem Beitrag über [Nusfjord und Uttakleiv Beach].
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Ein historisches Fischerdorf am Vormittag und einer der bekanntesten Strände der Lofoten am Abend: Nusfjord und Uttakleiv Beach lassen sich...
Eggum – Küstenwanderung statt Gipfeltour
Ein weiterer Abstecher führt uns nach Eggum an der Nordküste von Vestvågøya. Der kleine Ort liegt unmittelbar am offenen Meer und ist durch seine freie Lage besonders für die Mitternachtssonne bekannt.
Wir haben unseren Aufenthalt dort für eine Küstenwanderung bei Eggum genutzt. Im Gegensatz zu Reinebringen, Volandstind oder Festvågtind geht es dabei nicht darum, möglichst viele Höhenmeter zu überwinden. Stattdessen führt die Tour entlang der Küste und zeigt uns noch einmal eine ganz andere Seite der Lofoten.
Gerade diese Mischung gefällt uns an unserer Route. Auf relativ engem Raum können wir zwischen Gipfeltouren, Stränden, Fischerdörfern und Wanderungen unmittelbar am Meer wechseln.
→ Unsere genaue Route und Erfahrungen findest Du in unserem Beitrag über die [Küstenwanderung bei Eggum].
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Eggum gehört für uns zu den Orten auf den Lofoten, bei denen nicht eine einzelne Sehenswürdigkeit im Mittelpunkt steht. Vielmehr...
Zurück auf die E10 Richtung Austvågøya
Nach den Abstechern auf Vestvågøya kehren wir wieder zur E10 zurück und folgen ihr weiter Richtung Austvågøya.
Auch dieser Abschnitt zeigt, dass die E10 weit mehr als eine reine Verbindungsstraße ist. Berge und Wasser begleiten uns praktisch ständig, während Brücken die Inseln miteinander verbinden und die Straße immer wieder ihre Richtung ändert.
Wer ausschließlich möglichst schnell nach Svolvær fahren möchte, kann hier natürlich zügig Strecke machen. Für uns gehört aber gerade das langsame Reisen zum Erlebnis der Lofoten.
Henningsvær – Abstecher von der E10
Bevor wir unsere Reise weiter Richtung Norden fortsetzen, verlassen wir die E10 noch einmal für einen größeren Abstecher nach Henningsvær.
Schon die Anfahrt über die kleineren Straßen und Brücken ist landschaftlich reizvoll. Das Fischerdorf selbst liegt auf mehreren kleinen Inseln und gehört für uns zu den Orten, die wir bei einer Reise über die Lofoten nicht auslassen würden.
Unser eigentliches Outdoor-Highlight liegt allerdings oberhalb des Ortes.
Festvågtind – Henningsvær von oben
Der Festvågtind erhebt sich direkt über Henningsvær. Die Wanderung ist deutlich steiler und anspruchsvoller als ein Spaziergang entlang der Küste, belohnt dafür aber mit einem großartigen Blick auf den Ort und die umliegende Inselwelt.
Gerade aus dieser Perspektive wird deutlich, wie außergewöhnlich Henningsvær liegt. Zwischen kleinen Felseninseln, Brücken und dem offenen Meer wirkt der Ort von oben noch einmal völlig anders.
Für uns gehört der Festvågtind deshalb zu den besonders schönen Wanderungen entlang unserer Lofotenroute.
→ Alle Details findest Du in unserem Beitrag über die [Festvågtind Wanderung bei Henningsvær].
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Festvågtind Wanderung bei Henningsvær auf den Lofoten Die Festvågtind Wanderung bei Henningsvær gehört für uns zu den schönsten Touren auf...
Svolvær und der weitere Weg nach Norden
Nach unserem Abstecher nach Henningsvær führt uns die Route wieder zurück zur E10 und weiter in Richtung Svolvær.
Svolvær ist das größte urbane Zentrum der Lofoten und entsprechend deutlich belebter als viele der kleinen Orte entlang unserer bisherigen Strecke. Wer einkaufen, tanken oder Vorräte ergänzen möchte, findet hier wesentlich mehr Möglichkeiten als im äußersten Westen der Inselgruppe.
Für unsere Traumstraße ist Svolvær aber vor allem ein Orientierungspunkt. Wir fahren weiter nach Norden und nähern uns langsam dem Abschnitt, an dem wir die E10 verlassen.
Wir verlassen die E10
Bei 68.3252, 14.6869 endet für uns schließlich der eigentliche E10-Teil dieses Roadtrips. Statt der Europastraße weiter zu folgen, biegen wir nach Westen ab.
Ab hier folgen wir dem Midnattsolveien Richtung Fiskebøl. Tatsächlich war der folgende Küstenabschnitt für uns der landschaftliche Abschluss unserer Fahrt über die Lofoten.
Midnattsolveien – das ruhige Finale unserer Traumstraße
Der Midnattsolveien fühlt sich nach vielen Kilometern auf der E10 noch einmal anders an. Die Straße folgt der Küste und führt uns durch eine deutlich ruhigere Landschaft Richtung Fiskebøl.
Hier steht für uns nicht mehr der nächste bekannte Lofoten-Hotspot im Mittelpunkt. Vielmehr genießen wir noch einmal die Fahrt selbst: Meer, Berge und kleine Siedlungen begleiten uns auf den letzten Kilometern.
Genau deshalb passt dieser Abschnitt so gut zu unserer Vorstellung einer Traumstraße. Eine besondere Straße braucht für uns nicht alle paar Kilometer eine Sehenswürdigkeit. Manchmal reicht eine Landschaft, bei der bereits die Fahrt zum eigentlichen Erlebnis wird.
Der Name Midnattsolveien passt besonders gut zur Lage an der Nordseite von Austvågøya. Während der Wochen rund um die Mitternachtssonne bleibt es hier nachts hell und die tief stehende Sonne kann die Küstenlandschaft in ein ganz besonderes Licht tauchen.
Natürlich braucht es dafür vor allem eines: passendes Wetter. Und das lässt sich auf den Lofoten bekanntlich nur begrenzt planen.
Fiskebøl – hier endet unsere Route
Schließlich erreichen wir den Fähranleger von Fiskebøl bei 68.4308, 14.8234. Für uns endet hier die in diesem Beitrag beschriebene Traumstraße.
Von Fiskebøl führt die Fähre hinüber nach Melbu auf den Vesterålen. Dadurch lässt sich unsere Route hervorragend in eine längere Reise durch Nordnorwegen integrieren. Statt auf demselben Weg zurückzufahren, können wir die Lofoten verlassen und unsere Reise auf der nächsten Inselgruppe fortsetzen.
Gerade diese Verbindung gefällt uns besonders. Å markiert auf der einen Seite praktisch das Ende der Straße auf den südlichen Lofoten, während die Fähre in Fiskebøl auf der anderen Seite den Übergang zur nächsten Etappe unserer Reise bildet.
Mit dem Wohnmobil über die E10
Wir sind auf den Lofoten mit dem Camper unterwegs und grundsätzlich lässt sich die gesamte von uns beschriebene Route gut mit einem Wohnmobil fahren.
Trotzdem solltest Du die Entfernungen nicht unterschätzen. Nicht weil sie besonders groß wären, sondern weil wir auf den Lofoten selten schnell vorankommen möchten. Schmale Straßen auf Abstechern, Fotostopps, Wanderungen und immer wieder neue Ausblicke sorgen dafür, dass aus wenigen Kilometern schnell ein halber Reisetag wird.
In der Hauptreisezeit kommt außerdem entsprechend viel Verkehr hinzu. Gerade an beliebten Ausgangspunkten für Wanderungen und an bekannten Stränden können Parkplätze schnell voll werden.
Wer mit einem größeren Fahrzeug unterwegs ist, sollte auf den Nebenstraßen außerdem etwas entspannter planen. Die E10 selbst ist die Hauptverkehrsachse; einige unserer schönsten Abstecher führen dagegen über deutlich schmalere Straßen.
ℹ️ Lofoten mit dem Camper: Wenn Du neben unserer Route auch Informationen zu Stellplätzen, Camping, Ver- und Entsorgung und unseren praktischen Erfahrungen suchst, findest Du diese in unserem ausführlichen Beitrag [Lofoten mit dem Camper: Stellplätze, Camping & unsere Tipps].
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Die Lofoten gehören zu den Reisezielen, die viele Camper schon lange auf ihrer Wunschliste haben. Schroffe Berge, weiße Strände, kleine...
Wann ist die beste Zeit für diesen Roadtrip?
Wir mögen die Lofoten besonders im Sommer, wenn die Tage extrem lang sind und wir Wanderungen sehr flexibel in unsere Reise integrieren können. Rund um die Zeit der Mitternachtssonne verschwindet die Sonne nördlich des Polarkreises zeitweise gar nicht unter dem Horizont.
Das bedeutet allerdings nicht automatisch gutes Wetter. Auch im Sommer können Wind, Regen und niedrige Wolken eine geplante Bergwanderung unmöglich machen. Gerade auf den Lofoten würden wir deshalb nie einen zu engen Zeitplan aufstellen.
Mit mehreren Tagen Reserve kannst Du einen Regentag beispielsweise für eine Fahrt, einen Ortsbesuch oder einen Strand nutzen und eine Gipfeltour auf den nächsten besseren Wettertag verschieben.
Außerhalb der sommerlichen Hauptsaison wird es ruhiger, gleichzeitig werden die Tage kürzer und die Bedingungen für Wanderungen können schwieriger werden. Welche Reisezeit am besten passt, hängt deshalb stark davon ab, was Du unterwegs erleben möchtest.
Unsere schönsten Wanderungen entlang der Route
Einer der Gründe, warum wir diese Strecke so mögen, ist die enorme Auswahl unterschiedlicher Wanderungen.
Mit dem Ågvatnet starten wir mit einer ungewöhnlichen Runde um einen Bergsee. Der Reinebringen liefert anschließend eines der bekanntesten Panoramen der Lofoten. Rund um Fredvang folgen mit Kvalvika und Volandstind weitere völlig unterschiedliche Touren.
Auf Vestvågøya wechseln wir bei Eggum vom Gipfel zur Küste, bevor der Festvågtind oberhalb von Henningsvær wieder eine klassische Bergtour bietet.
Dadurch ist die E10 für uns nicht nur eine schöne Straße. Sie verbindet eine ganze Reihe unserer persönlichen Outdoor-Erlebnisse auf den Lofoten miteinander.
ℹ️ Noch mehr Outdoor-Erlebnisse in Norwegen: Wenn Du weitere Wanderungen, Bergtouren und besondere Naturerlebnisse für Deinen Roadtrip suchst, findest Du in unserem [Outdoor-Hub für Norwegen] viele weitere Touren, die wir selbst unternommen haben.
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NORWEGEN OUTDOOR Wanderung und Natur erleben Norwegen erleben wir am liebsten draußen. Natürlich sind schon die Straßen entlang der Fjorde...
Ist die E10 auf den Lofoten eine Traumstraße?
Für uns eindeutig ja. Dabei ist es gar nicht ein einzelner Abschnitt, der die E10 besonders macht. Es ist die Kombination aus Straße und Landschaft.
Wir fahren durch Tunnel und über Brücken, unmittelbar am Meer entlang und zwischen steilen Bergen hindurch. Wenige Kilometer später stehen wir an einem weißen Sandstrand oder beginnen eine Wanderung auf einen Gipfel.
Noch wichtiger sind für uns die vielen Möglichkeiten, die Hauptstraße zu verlassen. Reinebringen, Kvalvika, Volandstind, Nusfjord, Uttakleiv, Eggum und Henningsvær sind keine zufälligen Punkte auf einer Liste, sondern Erlebnisse, die wir während unserer Reisen selbst mit dieser Strecke verbinden.
Der Midnattsolveien bildet schließlich einen passenden Abschluss. Dort wird es ruhiger und die Straße selbst rückt noch einmal stärker in den Mittelpunkt.
Unser Fazit zur E10 auf den Lofoten
Unsere Tour von Å über die E10 bis zum Midnattsolveien und weiter nach Fiskebøl verbindet für uns vieles von dem, was die Lofoten ausmacht: kleine Fischerdörfer, weiße Strände, schroffe Berge, Wanderungen und immer wieder das Meer.
Wer die Strecke lediglich als Verbindung zwischen zwei Punkten betrachtet, kann sie relativ schnell hinter sich bringen. Wir würden genau das nicht tun. Die schönsten Erlebnisse liegen häufig einige Kilometer neben der E10 oder beginnen dort, wo wir das Wohnmobil stehen lassen und zu Fuß weitergehen.
Deshalb ist diese Traumstraße für uns auch keine klassische Route, die wir an einem Tag abhaken. Sie ist vielmehr der rote Faden für mehrere Tage auf den Lofoten.
In Å starten wir praktisch am Ende der Straße. Unterwegs steigen wir auf Berge, wandern zu Stränden und erkunden kleine Küstenorte. Und wenn wir am Ende auf dem Midnattsolveien nach Fiskebøl fahren und mit der Fähre Richtung Vesterålen übersetzen, liegt hinter uns nicht einfach nur eine Strecke auf der Landkarte, sondern eine ganze Reihe unserer schönsten Erlebnisse auf den Lofoten.
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