Mit dem Wohnmobil nach Norwegen zu reisen bedeutet fast immer, irgendwann eine grundlegende Entscheidung zu treffen: Fähre oder möglichst viel Strecke auf der Straße?
Wir haben auf unseren Reisen unterschiedliche Varianten genutzt und entscheiden längst nicht nur nach dem Preis des Fährtickets. Viel wichtiger ist für uns die Frage, wohin wir in Norwegen möchten und wie die weitere Route aussieht.
Eine kurze Überfahrt von Hirtshals nach Kristiansand kann perfekt sein, wenn wir schnell nach Südnorwegen möchten. Für Westnorwegen kann dagegen eine längere Fährfahrt nach Stavanger oder Bergen viele Straßenkilometer sparen. Wer Richtung Oslo, Ostnorwegen oder weiter nach Norden möchte, findet mit Kiel–Oslo oder Hirtshals–Larvik wiederum ganz andere Möglichkeiten.
Gerade mit einem größeren Wohnmobil oder Wohnwagengespann lohnt es sich deshalb, nicht einfach die billigste Fähre zu buchen. Fahrzeuglänge, Fahrstrecke bis zum Hafen, Überfahrtdauer, Kabine und die Kilometer nach der Ankunft gehören für uns immer mit in die Rechnung.
In diesem Ratgeber zeigen wir Dir die wichtigsten Fähren nach Norwegen und erklären, welche Verbindung sich für welche Reise besonders anbietet.
Fähren nach Norwegen auf einen Blick
Direkt von Deutschland nach Norwegen, etwa 20 Stunden
Kurze Verbindung nach Südnorwegen, je nach Fähre etwa 2:25 bis 3:55 Stunden
Etwa 3:45 Stunden und interessant für Ostnorwegen und Telemark
Über Nacht direkt Richtung Westnorwegen, etwa 11 bis 12 Stunden
Direkt bis an die Westküste, etwa 17 bis 18 Stunden
Gesamtlänge und Gesamthöhe bei der Buchung korrekt angeben
Welche Fähren fahren nach Norwegen?
Norwegen ist von Deutschland aus direkt mit der Fähre erreichbar. Zusätzlich gibt es mehrere Verbindungen ab Dänemark und Schweden.
Für Reisen mit Wohnmobil oder Wohnwagen sind vor allem diese Strecken interessant:
| Verbindung | Reederei | Fahrzeit etwa | Besonders interessant für |
|---|---|---|---|
| Kiel – Oslo | Color Line | 20 Std. | Oslo, Ostnorwegen, Rundreisen |
| Hirtshals – Kristiansand | Color Line / Fjord Line | 2:25–3:55 Std. | Südnorwegen |
| Hirtshals – Larvik | Color Line | 3:45 Std. | Telemark, Ostnorwegen |
| Hirtshals – Stavanger | Fjord Line | 11–12 Std. | Stavanger, Westnorwegen |
| Hirtshals – Bergen | Fjord Line | 17–18 Std. | Bergen, Fjordnorwegen |
| Kopenhagen – Oslo | Go Nordic Cruiseline | 17:30 Std. | Oslo, Kombination mit Dänemark |
| Strömstad – Sandefjord | Color Line | ca. 2:30 Std. | Anreise über Schweden |
Die Fahrzeiten können sich je nach Fahrplan und eingesetztem Schiff verändern. Gerade bei der Reiseplanung für einen bestimmten Termin solltest Du deshalb immer den aktuellen Fahrplan der jeweiligen Reederei prüfen.
Kiel–Oslo: Direkt von Deutschland nach Norwegen
Die Verbindung Kiel–Oslo ist besonders komfortabel, weil Du Dänemark und Schweden komplett überspringst. In Kiel fährst Du mit Deinem Wohnmobil oder Wohnwagengespann auf die Fähre und kommst am nächsten Morgen direkt in Oslo an.
Die Überfahrt dauert ungefähr 20 Stunden und wird von Color Line mit Color Magic und Color Fantasy bedient.
Für uns liegt der große Vorteil dieser Verbindung weniger in einer möglichst kurzen Reisezeit als in der eingesparten Fahrstrecke. Statt viele Stunden durch Dänemark zu fahren, wird ein großer Teil der Anreise zur Pause.
Das kann gerade bei einer längeren Anfahrt innerhalb Deutschlands interessant sein. Nach einer Nacht an Bord startest Du am nächsten Morgen direkt in Norwegen.
Für welche Route eignet sich Kiel–Oslo?
Besonders interessant finden wir diese Verbindung für:
- Oslo und Umgebung
- Ostnorwegen
- Lillehammer und Gudbrandsdalen
- Rondane und Dovrefjell
- Weiterreise Richtung Trondheim
- Rundreisen mit Start oder Ende in Oslo
Möchtest Du dagegen hauptsächlich die Region rund um Stavanger oder Bergen erkunden, ist Oslo nicht automatisch der sinnvollste Ankunftshafen. Dann können die direkten Fähren von Hirtshals nach Westnorwegen deutlich interessanter werden.
Hirtshals–Kristiansand: Schnell nach Südnorwegen
Eine der beliebtesten Möglichkeiten ist die Überfahrt von Hirtshals nach Kristiansand.
Auf dieser Strecke fahren sowohl Color Line als auch Fjord Line. Je nach Verbindung und Schiff dauert die Überfahrt derzeit ungefähr 2 Stunden 25 Minuten bis knapp 4 Stunden.
Fjord Line setzt saisonal zusätzlich den schnellen Katamaran Fjord FSTR ein. Daneben verkehren klassische Fähren, während Color Line die Strecke mit SuperSpeed bedient.
Der Vorteil liegt auf der Hand: Du verbringst vergleichsweise wenig Zeit auf dem Schiff und erreichst direkt die norwegische Südküste.
Kristiansand eignet sich besonders für
- Südnorwegen
- Setesdal
- Lindesnes
- Südküste und Sørlandet
- Weiterreise Richtung Stavanger
- Rundreisen durch Süd- und Westnorwegen
Auch für Reisende, die nicht besonders gerne lange auf Fähren unterwegs sind, ist Kristiansand eine interessante Möglichkeit.
Allerdings musst Du zunächst bis Hirtshals fahren. Die zusätzlichen Kilometer durch Dänemark solltest Du beim Vergleich mit Kiel–Oslo deshalb unbedingt berücksichtigen.
Hirtshals–Larvik: Gute Alternative Richtung Ostnorwegen
Larvik wird bei der Reiseplanung manchmal übersehen, obwohl der Hafen für bestimmte Routen ausgesprochen praktisch liegt.
Color Line verbindet Hirtshals mit Larvik in ungefähr 3 Stunden und 45 Minuten.
Von dort erreichst Du beispielsweise Telemark gut und kannst Deine Reise Richtung Ostnorwegen fortsetzen, ohne zunächst über Kristiansand fahren zu müssen.
Larvik bietet sich an für
- Telemark
- Süliches Ostnorwegen
- Hardangervidda
- Oslo und Umgebung
- Weiterreise Richtung Norden
Wenn Dein eigentliches Ziel deutlich östlich von Kristiansand liegt, solltest Du deshalb immer prüfen, ob Larvik trotz eventuell höherem Fährpreis unter dem Strich die bessere Verbindung ist.
Die eingespartenen Straßenkilometer in Norwegen können den Unterschied schnell relativieren.
Hirtshals–Stavanger: Direkt nach Westnorwegen
Möchtest Du hauptsächlich Westnorwegen bereisen, wird die längere Fähre besonders interessant.
Fjord Line verbindet Hirtshals ganzjährig mit Stavanger. Die Überfahrt dauert ungefähr 11 bis 12 Stunden und lässt sich damit gut als Nachtfahrt nutzen.
Statt in Kristiansand anzukommen und anschließend viele Kilometer entlang der Küste oder durchs Landesinnere zu fahren, wachst Du bereits in der Region Stavanger auf.
Das kann für Reisen zum Lysefjord, Preikestolen oder weiter entlang der Westküste erheblich angenehmer sein.
Gerade hier zeigt sich, warum wir Fährpreise nie isoliert betrachten. Eine längere Überfahrt kostet möglicherweise mehr, spart dafür aber Kraftstoff, Straßenkilometer und unter Umständen eine zusätzliche Übernachtung.
Hirtshals–Bergen: Mit der Fähre mitten nach Fjordnorwegen
Noch weiter bringt Dich die Verbindung Hirtshals–Bergen.
Fjord Line fährt über Stavanger weiter nach Bergen. Für die gesamte Strecke solltest Du ungefähr 17 bis 18 Stunden einplanen.
Damit verbringst Du zwar deutlich länger auf dem Schiff, kommst dafür aber bereits mitten in Westnorwegen an.
Bergen ist besonders interessant für Reisen Richtung
- Hardangerfjord
- Sognefjord
- Voss
- Nordfjord
- Westküste
- Weiterreise Richtung Ålesund
Wer ohnehin nach Fjordnorwegen möchte, sollte deshalb einmal gegenrechnen, wie viele Kilometer eine Anreise über Kristiansand tatsächlich bedeuten würde.
Bei einem großen Wohnmobil mit entsprechendem Kraftstoffverbrauch kann eine vermeintlich teure Fähre plötzlich deutlich interessanter werden.
Kopenhagen–Oslo: Alternative über Dänemark
Eine weitere Möglichkeit führt von Kopenhagen nach Oslo.
Die Verbindung wird von Go Nordic Cruiseline bedient und dauert ungefähr 17,5 Stunden. Die Schiffe fahren täglich zwischen den beiden Hauptstädten.
Für eine klassische Anreise aus Deutschland ist Kiel–Oslo häufig naheliegender. Kopenhagen kann aber interessant werden, wenn Du Deine Reise ohnehin mit Dänemark oder Südschweden kombinierst.
Auch für Rundreisen bietet sich dadurch die Möglichkeit, auf Hin- und Rückfahrt unterschiedliche Wege zu wählen.
Strömstad–Sandefjord: Von Schweden nach Norwegen
Kommst Du über Schweden, kannst Du von Strömstad nach Sandefjord übersetzen.
Die Überfahrt dauert ungefähr 2,5 Stunden. Für eine reine Anreise von Deutschland nach Norwegen würden wir dafür normalerweise nicht extra durch Schweden fahren.
Anders sieht es bei einer größeren Skandinavienrunde aus. Wenn Du beispielsweise zunächst durch Schweden reist und anschließend nach Südnorwegen möchtest, kann diese Verbindung gut in die Route passen.
Welche Fähre nach Norwegen ist die beste?
Eine pauschal beste Fähre gibt es für uns nicht.
Viel sinnvoller ist es, zuerst das eigentliche Reiseziel festzulegen und danach die Verbindung auszuwählen.
| Dein Ziel | Interessante Verbindung |
|---|---|
| Südnorwegen | Hirtshals – Kristiansand |
| Telemark | Hirtshals – Larvik |
| Oslo / Ostnorwegen | Kiel – Oslo oder Hirtshals – Larvik |
| Stavanger / Lysefjord | Hirtshals – Stavanger |
| Bergen / Fjordnorwegen | Hirtshals – Bergen |
| Skandinavien-Rundreise über Schweden | Strömstad – Sandefjord |
| Dänemark + Norwegen | Kopenhagen – Oslo |
Diese Tabelle ist bewusst nur eine Orientierung. Dein Startpunkt in Deutschland und die weitere Route können die Entscheidung komplett verändern.
Fähre oder Landweg nach Norwegen?
Norwegen kannst Du natürlich auch erreichen, ohne eine direkte Fähre ins Land zu nehmen.
Über Dänemark, die Storebæltbrücke und die Öresundbrücke gelangst Du nach Schweden und kannst anschließend auf dem Landweg weiter nach Norwegen fahren. Daneben gibt es verschiedene Fährverbindungen zwischen Deutschland und Dänemark beziehungsweise Schweden, die sich kombinieren lassen.
Welche grundsätzliche Anreise für Dich sinnvoller ist, behandeln wir deshalb separat.
ℹ️ In unserem ausführlichen Ratgeber Mit dem Auto nach Norwegen: Fähre, Brücken oder Landweg? vergleichen wir die verschiedenen Anreisemöglichkeiten und ihre Vor- und Nachteile.
- All Posts
- Affiliate
- Aktien
- Aktienauswahl
- Apps
- Ausrüstung
- Baden
- Beleuchtung
- Bike
- Buchvorstellung
- Campingplatz
- Checkliste
- CMT
- Depotverwaltung
- Draisine
- Drohne
- EcoFlow
- ETF
- Fähre
- Finnland
- Fjell
- Fluss
- Fotografie
- Funkmast
- Gedankensplitter
- Gletscher
- Hotspot
- Internet
- Iveco Daily 4x4
- Jedermannsrecht
- Kanu
- Kosten
- Küste
- Lazerlamps
- Leitertec
- Lightbar
- Lofoten
- Maut
- Mitternachtssonne
- Mücken
- Multimedia
- Nationalpark
- Naturreservat
- Navigation
- Norwegen
- Optionshandel
- Packraft
- Polarlichter
- Produkttest
- Raspberry Pi
- Reisekosten
- Roadtrip
- Schärenküste
- Schweden
- See
- Server
- Software
- Solar
- Stellplatz
- Strom
- Technik
- Tierbeobachtung
- Traumstraße
- TravelMed
- Trinkwasser
- Twitterbot
- Vanlife
- Video
- Wanderung
- Wasserfall
- Webcam
- Winter
- Zoll
Was kostet die Fähre nach Norwegen mit dem Wohnmobil?
Eine pauschale Preisangabe hilft bei Norwegen-Fähren nur wenig.
Die Preise hängen unter anderem ab von:
- Verbindung
- Reisetag und Saison
- Buchungszeitpunkt
- Anzahl der Personen
- Länge und Höhe des Fahrzeugs
- Wohnmobil oder Wohnwagengespann
- gewähltem Tarif
- Sitzplatz oder Kabine
- Kabinenkategorie
- Hin- und Rückfahrt
- Auslastung der Fähre
Ein kompaktes Wohnmobil kann deshalb einen völlig anderen Preis ergeben als unser Iveco Daily 4×4 oder ein langes Wohnwagengespann.
Hinzu kommt, dass Reedereien mit unterschiedlichen Fahrzeugklassen und Preisstufen arbeiten.
Nicht nur den Ticketpreis vergleichen
Für uns ist das der wichtigste Punkt bei der gesamten Planung.
Angenommen, eine direkte Fähre nach Bergen ist deutlich teurer als die kurze Überfahrt nach Kristiansand. Trotzdem kann Bergen am Ende wirtschaftlich interessant sein, wenn Dein eigentliches Reiseziel ohnehin an der Westküste liegt.
Dann sparst Du:
zusätzliche Straßenkilometer + Kraftstoff + Fahrzeit + eventuell eine Übernachtung.
Umgekehrt kann eine kurze Überfahrt sinnvoller sein, wenn Du ohnehin eine Rundreise durch Südnorwegen geplant hast.
ℹ️ Welche Kosten neben der Fähre für Kraftstoff, Maut, Übernachtungen und Lebensmittel entstehen, zeigen wir Dir ausführlich in unserem Ratgeber zu den Reisekosten in Skandinavien.
- All Posts
- Affiliate
- Aktien
- Aktienauswahl
- Apps
- Ausrüstung
- Baden
- Beleuchtung
- Bike
- Buchvorstellung
- Campingplatz
- Checkliste
- CMT
- Depotverwaltung
- Draisine
- Drohne
- EcoFlow
- ETF
- Fähre
- Finnland
- Fjell
- Fluss
- Fotografie
- Funkmast
- Gedankensplitter
- Gletscher
- Hotspot
- Internet
- Iveco Daily 4x4
- Jedermannsrecht
- Kanu
- Kosten
- Küste
- Lazerlamps
- Leitertec
- Lightbar
- Lofoten
- Maut
- Mitternachtssonne
- Mücken
- Multimedia
- Nationalpark
- Naturreservat
- Navigation
- Norwegen
- Optionshandel
- Packraft
- Polarlichter
- Produkttest
- Raspberry Pi
- Reisekosten
- Roadtrip
- Schärenküste
- Schweden
- See
- Server
- Software
- Solar
- Stellplatz
- Strom
- Technik
- Tierbeobachtung
- Traumstraße
- TravelMed
- Trinkwasser
- Twitterbot
- Vanlife
- Video
- Wanderung
- Wasserfall
- Webcam
- Winter
- Zoll
Wohnmobil richtig für die Fähre buchen
Bei einem Wohnmobil ist die korrekte Fahrzeuggröße besonders wichtig.
Entscheidend ist nicht nur die Länge, die im Fahrzeugschein steht. Bei der Buchung zählt die tatsächliche Gesamtlänge und Gesamthöhe des reisefertigen Fahrzeugs.
Zur Länge können beispielsweise zusätzlich gehören:
- Fahrradträger
- Fahrräder
- Heckbox
- Anhängerkupplung
- Anhänger
Bei der Höhe solltest Du unter anderem berücksichtigen:
- Dachhauben
- Dachboxen
- Antennen
- Solarmodule oder Aufbauten, wenn sie den höchsten Punkt bilden
- sonstiges Dachzubehör
Beim Wohnwagengespann zählt entsprechend die komplette Kombination beziehungsweise die von der Reederei verlangten Einzelmaße.
Wir würden im Zweifel lieber selbst nachmessen, statt uns auf einen theoretischen Fahrzeugwert zu verlassen.
Warum die Fahrzeuglänge beim Preis wichtig ist
Fähren haben nur eine begrenzte Anzahl an Lademetern auf ihren Fahrzeugdecks. Ein längeres Wohnmobil beansprucht entsprechend mehr Platz.
Deshalb arbeiten die Buchungssysteme mit verschiedenen Fahrzeugklassen. Schon ein Fahrradträger kann dazu führen, dass Du in eine andere Längenkategorie fällst.
Das ist gerade bei größeren Reisemobilen wichtig.
Falsche Angaben können beim Check-in zu einem Aufpreis führen. Im ungünstigsten Fall kann ein Fahrzeug außerdem nicht wie gebucht transportiert werden.
Die aktuellen Beförderungsbedingungen von Fjord Line und Color Line verlangen ausdrücklich, Anbauten und Zubehör bei Länge und Höhe zu berücksichtigen.
Mit dem Wohnwagen auf die Fähre nach Norwegen
Grundsätzlich kannst Du die genannten Autofähren auch mit einem Wohnwagen nutzen.
Bei der Buchung gibst Du Zugfahrzeug und Wohnwagen beziehungsweise die geforderten Maße des gesamten Gespanns an.
Gerade hier lohnt sich ein genauer Preisvergleich. Ein langes Gespann benötigt erheblich mehr Platz auf dem Fahrzeugdeck als ein Pkw und kann dadurch deutlich teurer werden.
Aus unserer früheren Zeit mit Wohnwagen kennen wir außerdem einen weiteren Punkt: Die günstigste Fährverbindung ist nicht automatisch die angenehmste Anreise. Zusätzliche Kilometer mit einem großen Gespann kosten ebenfalls Zeit und Kraftstoff.
Gasflaschen auf der Fähre
Wer mit Wohnmobil oder Wohnwagen reist, sollte vor der Abfahrt die Gasbestimmungen seiner Reederei kontrollieren.
Bei Color Line muss die Hauptgasversorgung des Wohnmobils oder Wohnwagens während der Überfahrt geschlossen sein. Fjord Line begrenzt bei privaten Fahrzeugen unter anderem die Menge mitgeführter Gasflaschen und verlangt, dass Gasbehälter vor dem Check-in getrennt werden; für fest installierte Gasanlagen nennt Fjord Line zusätzlich Anforderungen an den Sicherheitsnachweis.
Da sich Beförderungsbedingungen ändern können, würden wir diese Vorgaben vor jeder Reise direkt bei der gebuchten Reederei prüfen.
Das gilt besonders, wenn Du zusätzliche Gasflaschen, Kraftstoffkanister oder andere Stoffe mitführst, für die besondere Transportregeln gelten können.
Während der Überfahrt kommst Du nicht einfach ins Wohnmobil
Nach dem Boarding wird das Fahrzeug auf dem Autodeck abgestellt. Auf vielen Fähren ist dieses Deck während der Fahrt für Passagiere nicht frei zugänglich.
Alles, was Du während der Überfahrt benötigst, solltest Du deshalb vor dem Verlassen des Fahrzeugs mitnehmen.
Dazu gehören für uns je nach Überfahrtdauer beispielsweise:
- Ausweise und Geldbörse
- Medikamente
- Smartphone und Ladegerät
- warme Kleidung
- Kulturbeutel
- Getränke
- eventuell Verpflegung
- Kamera
- Dinge für die Kabine
Bei einer 20-stündigen Fahrt nach Oslo ist das natürlich wichtiger als bei einer kurzen Überfahrt von Hirtshals nach Kristiansand.
Planst Du eine Reise nach Skandinavien?
Von Anreise, Maut und Fähren bis zu Freistehen, Internet und Gesundheit: Wir haben die wichtigsten Punkte aus unseren Reisen nach Norwegen, Schweden und Finnland für Dich zusammengestellt.
Brauche ich auf der Fähre eine Kabine?
Das hängt vor allem von der Verbindung ab.
Bei den kurzen Überfahrten von Hirtshals nach Kristiansand oder Larvik ist eine klassische Übernachtungskabine normalerweise kein entscheidendes Thema.
Anders sieht es bei den längeren Strecken aus.
Auf Kiel–Oslo gehört eine Kabine praktisch zum Reisekonzept. Auch auf den Nachtverbindungen nach Stavanger oder Bergen kannst Du verschiedene Kabinenkategorien buchen.
Wir betrachten die Nacht auf der Fähre dabei nicht nur als zusätzliche Ausgabe. Wenn wir dadurch ausgeschlafen am nächsten Morgen weiterfahren können und gleichzeitig eine Übernachtung an Land sparen, gehört die Kabine für uns zur Gesamtrechnung der Anreise.
Wann sollte ich die Fähre nach Norwegen buchen?
Gerade für Reisen in der Hauptsaison würden wir nicht darauf setzen, mit einem großen Wohnmobil spontan den günstigsten Platz zu bekommen.
Auf einem Schiff ist der Platz für Fahrzeuge begrenzt. Hinzu kommt, dass ein langes oder hohes Reisemobil nicht in jede verfügbare Fahrzeugkategorie passt.
Besonders relevant wird eine frühe Buchung bei:
- Reisen im Sommer
- Ferienzeiten
- beliebten Abfahrtstagen
- großen Wohnmobilen
- langen Wohnwagengespannen
- gewünschten Kabinenkategorien
- festen Reiseplänen
Wer zeitlich flexibel ist, sollte dagegen ruhig mehrere Abfahrtstage und Uhrzeiten vergleichen.
Schon eine Verschiebung um einen Tag kann den Preis verändern.
Hin- und Rückfahrt müssen nicht dieselbe Strecke sein
Diese Variante gefällt uns für Norwegen besonders gut.
Du könntest beispielsweise nach Kristiansand fahren und Norwegen anschließend Richtung Norden bereisen. Für die Rückreise bietet sich je nach Route vielleicht Oslo, Larvik oder Bergen an.
Dadurch musst Du nicht zwangsläufig wieder zum Ausgangspunkt zurückfahren.
Gerade bei längeren Rundreisen lassen sich so viele doppelt gefahrene Kilometer vermeiden.
Für uns ist deshalb eine der ersten Fragen bei der Reiseplanung nicht:
Welche Fähre nehmen wir hin und zurück?
Sondern:
Wo möchten wir unsere Reise beginnen – und wo endet unsere Route sinnvollerweise?
Hirtshals am Vorabend erreichen oder direkt zur Fähre fahren?
Das hängt stark von der Abfahrtszeit und Deiner Anreise ab.
Bei einer frühen Fähre würden wir genügend Reserve einplanen und nicht versuchen, nach einer langen Fahrt durch Deutschland und Dänemark wenige Minuten vor dem Check-in am Hafen anzukommen.
Stau, Baustellen oder eine ungeplante Pause können sonst schnell problematisch werden.
Die Reedereien empfehlen beziehungsweise verlangen bei den internationalen Verbindungen in der Regel eine rechtzeitige Ankunft am Terminal. Bei Fjord Line ist für internationale Fahrten aktuell spätestens 60 Minuten vor Abfahrt einzuchecken; Color Line empfiehlt für Hirtshals–Kristiansand und Hirtshals–Larvik ebenfalls, spätestens 60 Minuten vor Abfahrt am Terminal zu sein.
Wir würden mit einem großen Wohnmobil lieber etwas zu früh als zu spät dort stehen.
Unsere Tipps für die Fährbuchung
Bevor wir eine Fähre auswählen, schauen wir nicht nur auf die Überfahrtdauer.
Für uns haben sich vor allem diese Punkte bewährt:
- Zuerst die Norwegen-Route planen.
Der passende Ankunftshafen ergibt sich häufig erst daraus. - Gesamtkosten vergleichen.
Fährpreis allein sagt wenig über die tatsächlichen Kosten der Anreise aus. - Fahrzeug korrekt ausmessen.
Fahrradträger, Heckbox und Dachaufbauten nicht vergessen. - Mehrere Reisetage testen.
Bei flexibler Planung können sich deutliche Preisunterschiede ergeben. - Hin- und Rückfahrt getrennt betrachten.
Unterschiedliche Häfen können bei einer Rundreise sinnvoller sein. - Genügend Zeit für den Check-in einplanen.
Eine verpasste Fähre ist eine denkbar schlechte Art, die Norwegenreise zu beginnen. - Aktuelle Bedingungen prüfen.
Fahrpläne, Gasregeln, Check-in-Zeiten und Beförderungsbedingungen können sich ändern.
ℹ️ Die internationalen Fähren nach Norwegen solltest Du nicht mit den zahlreichen Autofähren innerhalb Norwegens verwechseln. Wie das Bezahlsystem dort funktioniert und wie Du mit AutoPASS for ferje sparen kannst, erklären wir in einem eigenen Ratgeber.
- All Posts
- Affiliate
- Aktien
- Aktienauswahl
- Apps
- Ausrüstung
- Baden
- Beleuchtung
- Bike
- Buchvorstellung
- Campingplatz
- Checkliste
- CMT
- Depotverwaltung
- Draisine
- Drohne
- EcoFlow
- ETF
- Fähre
- Finnland
- Fjell
- Fluss
- Fotografie
- Funkmast
- Gedankensplitter
- Gletscher
- Hotspot
- Internet
- Iveco Daily 4x4
- Jedermannsrecht
- Kanu
- Kosten
- Küste
- Lazerlamps
- Leitertec
- Lightbar
- Lofoten
- Maut
- Mitternachtssonne
- Mücken
- Multimedia
- Nationalpark
- Naturreservat
- Navigation
- Norwegen
- Optionshandel
- Packraft
- Polarlichter
- Produkttest
- Raspberry Pi
- Reisekosten
- Roadtrip
- Schärenküste
- Schweden
- See
- Server
- Software
- Solar
- Stellplatz
- Strom
- Technik
- Tierbeobachtung
- Traumstraße
- TravelMed
- Trinkwasser
- Twitterbot
- Vanlife
- Video
- Wanderung
- Wasserfall
- Webcam
- Winter
- Zoll
Unser Fazit: Die Route entscheidet über die richtige Fähre
Die beste Fähre nach Norwegen ist für uns nicht automatisch die schnellste oder günstigste Verbindung.
Möchtest Du Südnorwegen bereisen, sind die kurzen Überfahrten von Hirtshals besonders praktisch. Für Westnorwegen können Stavanger oder Bergen viele Straßenkilometer sparen, während Kiel–Oslo einen komfortablen direkten Start in Ostnorwegen ermöglicht.
Gerade mit Wohnmobil oder Wohnwagen lohnt es sich, die komplette Anreise statt nur den Fährpreis zu vergleichen. Kraftstoff, zusätzliche Kilometer, Fahrzeit und mögliche Übernachtungen können eine zunächst teurere Verbindung schnell attraktiver machen.
Plane deshalb zuerst Deine eigentliche Norwegenroute. Danach kannst Du sehr viel besser entscheiden, welcher Fährhafen wirklich zu Deiner Reise passt.




