Ein historisches Fischerdorf am Vormittag und einer der bekanntesten Strände der Lofoten am Abend: Nusfjord und Uttakleiv Beach lassen sich gut auf einer Tagesetappe miteinander verbinden.
Wir haben beide Orte während unserer Reise durch die Lofoten besucht. Zuerst führte uns der Weg nach Nusfjord auf Flakstadøy, anschließend fuhren wir weiter nach Vestvågøy zum Uttakleiv Beach, wo wir mit unserem Wohnmobil übernachtet haben.
Die beiden Ziele könnten dabei kaum unterschiedlicher sein. Nusfjord zeigt die Geschichte der Fischerei auf den Lofoten mit historischen Rorbuer und alten Wirtschaftsgebäuden. Am Uttakleiv Beach stehen dagegen Landschaft, Meer und die umliegenden Berge im Mittelpunkt.
In diesem Beitrag zeigen wir Dir unsere Eindrücke von beiden Orten und geben Dir praktische Tipps zu Anfahrt, Parken, Camping und der Wanderung zwischen Uttakleiv und Haukland Beach.
Nusfjord & Uttakleiv Beach auf einen Blick
Historisches Fischerdorf auf Flakstadøy mit Rorbuer, Hafen und erhaltenen Wirtschaftsgebäuden.
Bekannter Strand auf der Nordseite von Vestvågøy mit Blick auf Meer und Berge.
Beide Ziele sind mit dem Wohnmobil erreichbar. In Uttakleiv gibt es einen ausgewiesenen Campingbereich für Camper.
Von Uttakleiv kannst Du auf dem Küstenweg bis zum benachbarten Haukland Beach laufen.
Nusfjord bietet historische Hafenmotive, Uttakleiv vor allem Küstenlandschaft und Bergpanorama.
Wir haben Nusfjord und Uttakleiv Beach als zwei Stationen einer Tagesetappe auf den Lofoten besucht.
Nusfjord – historisches Fischerdorf auf den Lofoten
Schon die Fahrt nach Nusfjord ist Teil des Erlebnisses. Von der E10 zweigt die Straße ab und führt rund sechs Kilometer durch eine eindrucksvolle Landschaft aus Seen und steilen Berghängen bis hinunter zum Meer.
Nusfjord gilt als eines der ältesten und am besten erhaltenen Fischerdörfer Norwegens. Spuren menschlicher Besiedlung in der Gegend reichen weit zurück, seine große Bedeutung bekam der Ort jedoch vor allem durch die Fischerei auf den Lofoten.
Rorbuer prägen Nusfjord
Noch heute prägen historische Rorbuer, Bootshäuser und ehemalige Wirtschaftsgebäude den kleinen Hafen. Viele dieser Gebäude wurden erhalten und vermitteln einen guten Eindruck davon, welche Bedeutung der Fischfang früher für das Leben auf den Inseln hatte.
Für uns war aber nicht nur die Geschichte interessant. Schon die Lage des kleinen Hafens zwischen Meer und Bergen macht Nusfjord zu einem der Orte, die wir bei einer Reise über die Lofoten zumindest einmal besuchen würden.
Am Eingang des Ortes wird sogleich der Eintrittspreis erhoben – die Ausgabe lohnt sich aber, um den historischen Ort besichtigen zu können. Schon am Eingang fallen die knapp 50 Rorbuer auf, die sich überall um den Hafen verteilen. Früher lebten hier die Fischer auf engstem Raum, heute dienen sie als luxuriöse Ferienwohnungen im historischen Ambiente.
Rundgang durch Nusfjord
Im Landhandel am Hafen lädt ein kleines Café zu Waffeln und Getränken ein, ansonsten werden hier vor allem Souvenirs verkauft. Schnell noch dem großmäuligen Fisch einen dicken Kuss draufgedrückt, dann erreicht man eine schöne Sitzgelegenheit an der Hafeneinfahrt, die zum Picknick einlädt.
Um den verträumten Hafen kann man U-förmig herumlaufen und einen Blick durch die Fensterscheiben in die Rorbuer werfen. Hier ein paar Impressionen vom Hafengelände.
Ist man um den Hafen herumgewandert, kann man auf eine kleine Anhöhe steigen, von der man den besten Blick auf den kleinen Hafen hat. Hier unbedingt ein Foto schießen!
Lohnt sich Nusfjord?
Uns hat Nusfjord vor allem wegen der Kombination aus historischem Fischerdorf und spektakulärer Lage gefallen. Der Ort ist klein und entsprechend schnell erkundet, bietet aber viele Fotomotive und einen guten Einblick in die Geschichte der Lofoten.
Du solltest allerdings wissen, dass der historische Bereich touristisch erschlossen ist und für den Besuch Eintritt verlangt werden kann. Wer einen völlig ursprünglichen und menschenleeren Fischerort erwartet, dürfte deshalb mit falschen Vorstellungen anreisen.
Für uns hat sich der Besuch trotzdem gelohnt. Besonders schön fanden wir den Rundgang um den Hafen und den Blick von der kleinen Anhöhe auf Nusfjord.
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Uttakleiv Beach – mit dem Camper an den Strand
Nach unserem Besuch in Nusfjord führte uns die Route weiter zum Uttakleiv Beach auf Vestvågøy. Kurz vor Uttakleiv kommst Du zunächst am ebenfalls bekannten Haukland Beach vorbei.
Beide Strände liegen nur durch einen Berg voneinander getrennt. Mit dem Fahrzeug erreichst Du Uttakleiv durch einen Tunnel, zu Fuß kannst Du dagegen auf einem schönen Küstenweg außen um den Berg herum zwischen Haukland und Uttakleiv wandern.
Direkt in Uttakleiv gibt es einen organisierten Bereich für Wohnmobile und Zelte. Außerdem stehen unter anderem Toiletten, Müllentsorgung und eine Entsorgungsmöglichkeit für Wohnmobile zur Verfügung.
Parken und Camping am Uttakleiv Beach sin kostenpflichtig
Parken und Camping sind kostenpflichtig. Da sich die Preise insbesondere nach Fahrzeugart und Gewicht unterscheiden und ändern können, würden wir die aktuellen Tarife vor der Anreise prüfen.
Wir haben hier selbst mit unserem Camper übernachtet. Die Lage direkt an der Küste ist natürlich außergewöhnlich – vor allem dann, wenn das Wetter mitspielt.
Uttakleiv ist allerdings längst kein Geheimtipp mehr. Gerade in der Hauptreisezeit solltest Du deshalb nicht mit einem einsamen Strandplatz rechnen.
Auf dem Weg zu Uttakleiv Beach passiert man kurz vor dem Ziel noch den Haukland Beach, einen ebenfalls schönen Strandabschnitt mit kleinem Parkplatz (gegen Gebühr), der in der Hochsaison leider voll belegt war. Uns blieb also nichts anderes übrig als durch einen sich unmittelbar anschließenden einspurigen Tunnel weiter zum Uttakleiv Beach zu fahren (hoffentlich kommt niemand entgegen…).
Am Uttakleiv Beach dürfen Wohnmobile über Nacht stehen, die Parkgebühr von 200 NOK (20€) kann an einem Automaten am Parkplatz per Kreditkarte entrichtet werden. Es gibt ein Waschhaus mit Duschen im Containercharme sowie eine Entsorgungstation für Wohnmobile.
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Wanderung von Uttakleiv zum Haukland Beach
Vom Uttakleiv Beach kannst Du auf einem schönen Küstenweg am Meer entlang bis zum Haukland Beach laufen. Statt durch den Tunnel führt der Weg außen um den Berg herum und bietet immer wieder schöne Ausblicke auf die Küste.
Bei unserer Wanderung begegneten uns unterwegs immer wieder Schafe. Das Wetter zeigte sich zwar nicht gerade von seiner besten Seite, die Landschaft hat uns trotzdem gefallen.
Gerade wenn Du ohnehin in Uttakleiv übernachtest, ist der Weg für uns eine schöne Möglichkeit, beide Strände miteinander zu verbinden.
Als einen der schönsten Strände Europas würden wir Uttakleiv nach unserem damaligen Besuch allerdings nicht unbedingt bezeichnen. Dafür haben wir auf den Lofoten andere Strände erlebt, die uns persönlich noch besser gefallen haben.
Vielleicht lag es auch einfach am Wetter – und genau deshalb würden wir Uttakleiv bei besseren Bedingungen durchaus noch eine zweite Chance geben.
Uttakleiv oder Haukland Beach?
Wenn Du ohnehin in der Gegend bist, würden wir die beiden Strände gar nicht gegeneinander ausspielen. Haukland und Uttakleiv liegen direkt nebeneinander und lassen sich sehr gut miteinander verbinden.
Haukland besitzt den klassischen hellen Sandstrand, während Uttakleiv mit seinen Felsen und der offenen Küstenlandschaft einen anderen Charakter hat. Besonders für Fotografen können deshalb beide interessant sein.
Am schönsten ist die Kombination zu Fuß: Fahrzeug abstellen und über den Küstenweg von einem Strand zum anderen laufen.
Fazit: Uttakleiv und Nusfjord an einem Tag
Nusfjord und Uttakleiv Beach zeigen zwei völlig unterschiedliche Seiten der Lofoten. Am Vormittag läufst Du zwischen historischen Rorbuer und alten Wirtschaftsgebäuden durch ein ehemaliges Fischerdorf, einige Stunden später stehst Du an einer offenen Atlantikküste zwischen Strand und Bergen.
Uns hat Nusfjord bei dieser Etappe stärker beeindruckt als Uttakleiv. Trotzdem würden wir beide Orte wieder miteinander verbinden, wenn sie ohnehin auf unserer Route liegen.
Plane dabei genügend Zeit ein, damit aus dem Tag keine reine Fahrt von Fotospot zu Fotospot wird. Besonders die Wanderung zwischen Uttakleiv und Haukland Beach ist eine schöne Möglichkeit, das Wohnmobil einmal stehen zu lassen und die Landschaft zu Fuß zu erleben.
ℹ️ Wenn Du mehrere Tage auf den Inseln unterwegs bist, findest Du in unserem Ratgeber Lofoten mit dem Camper weitere Tipps zu Stellplätzen, Camping und unserer Reise durch die Lofoten.
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