Volandstind Wanderung auf den Lofoten: Unsere Erfahrungen

Der Volandstind auf den Lofoten sieht von unten deutlich schwieriger aus, als seine Höhe von 457 Metern vermuten lässt. Besonders von den Fredvang-Brücken wirkt der markante Gipfel fast wie eine kleine Pyramide.

Wir sind selbst auf den Volandstind gewandert und haben dabei eine Route gewählt, die zunächst über teilweise nasses und rutschiges Gelände hinauf zum Bergrücken führt. Oben angekommen verändert sich der Charakter der Tour: Der Weg wird felsiger und die Aussicht auf Skjelfjord, Ramberg und die Fredvang-Brücken mit jedem Höhenmeter besser.

Der höchste Punkt ist dabei noch nicht unbedingt das spektakulärste Ziel. Wer trittsicher und schwindelfrei ist, kann weiter zu einem vorgelagerten Gipfel gehen, von dem sich einer der schönsten Tiefblicke der Tour bietet.

In diesem Beitrag zeigen wir Dir unsere Volandstind-Wanderung und geben Dir praktische Tipps zu Route, Parkplatz, Schwierigkeit und Aufstieg.

Volandstind Wanderung: Das Wichtigste

⛰️ Gipfel

Der Volandstind auf Flakstadøya ist 457 Meter hoch.

🥾 Unsere Strecke

Rund 5 Kilometer hin und zurück.

↗️ Höhenmeter

Auf unserer Tour kamen rund 476 Höhenmeter zusammen.

⏱️ Gehzeit

Plane je nach Tempo, Pausen und gewählter Route mehrere Stunden für die Tour ein.

💪 Schwierigkeit

Für uns moderat, bei Nässe deutlich anspruchsvoller. Am weiterführenden Gipfelbereich sind Trittsicherheit und Schwindelfreiheit wichtig.

💧 Untergrund

Teilweise moorig und nass, später zunehmend felsig und steinig.

📍 Lage

Flakstadøya auf den Lofoten, nahe Ramberg, Fredvang und Skjelfjord.

👀 Highlight

Ausblicke auf Skjelfjord, Ramberg und die markanten Fredvang-Brücken.

Wo liegt der Volandstind?

Der Volandstind liegt auf Flakstadøya im westlichen Teil der Lofoten, nicht weit von Ramberg, Fredvang und dem Skjelfjord entfernt.

Mit 457 Metern gehört er nicht zu den höchsten Bergen der Lofoten. Trotzdem ist der Gipfel durch seine markante Form und die freie Lage kaum zu übersehen.

Besonders bekannt ist der Blick vom Berg auf die Fredvang-Brücken, die sich zwischen den kleinen Inseln und dem türkisfarbenen Wasser hindurchziehen.

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Der Beginn der Wanderung mit dem Parkplatz im Hintergrund

Ausgangspunkt und Parkplatz unserer Volandstind-Wanderung

Auf den Volandstind führen verschiedene Wege. Wir haben unsere Wanderung von der Seite bei Finnbyen begonnen.

Von dort führt der Pfad zunächst durch das Geitøydalen hinauf zum Bergrücken. Dieser untere Abschnitt war bei unserer Tour teilweise moorig, nass und auf den Steinen entsprechend rutschig.

Es gibt außerdem eine alternative Route von der Skjelfjord-Seite. Die Gemeinde Flakstad beschreibt auch diesen Aufstieg offiziell. Dabei startest Du beim Jugendhaus in Skjelfjord und steigst von dort zum Bergrücken auf.

Wenn Du die Wanderung planst, solltest Du deshalb darauf achten, welchen Ausgangspunkt Deine Navigation oder GPX-Datei verwendet. Die beiden Routen treffen erst weiter oben zusammen.

Bei unserer Variante gab es am Ausgangspunkt nur begrenzte Parkmöglichkeiten. Gerade mit einem größeren Wohnmobil würden wir deshalb darauf achten, niemanden zu behindern und ausschließlich dort zu parken, wo es aktuell erlaubt ist.

Alternative bei nassen Bedingungen: In Unterlagen zur Wegeplanung auf Flakstadøya wird die Route von der Skjelfjord-Seite als trockenerer und besserer Pfad beschrieben. Gerade nach längeren Regenfällen kann diese Variante deshalb interessant sein.

Ausgangspunkt unserer Wanderung

Du fährst die E10 entlang, den Lofoten-Roadtrip-Klassiker, und siehst den Volandstind plötzlich aufragen: steil, pyramidal, fast wie ein Matterhorn-Nachahmer. Er befindet sich bei Skjelfjord, nahe Fredvang und Ramberg, etwa 20 Minuten nördlich von Reine. Die Koordinaten des Parkplatzes (Volandstind Parkering) als Ausgangspunkt der Wanderung lauten N68.064217, E13.194224.
 
Der Parkplatz liegt direkt am Straßenrand und bietet Platz für 3-4 Wohnmobile. Nach starkem Regen würden wir die Wanderung nicht empfehlen, da es vor allem zu Beginn über steiles und rutschiges Gelände geht.
Gerade zu Beginn geht es über rutschiges und steiles Gelände. Vorsicht bei Nässe!

Schwierigkeit der Volandstind-Wanderung

Wir würden die Wanderung als moderat einstufen – allerdings mit einem wichtigen Vorbehalt: Bei Nässe verändert sich der Charakter der Tour deutlich.

Auf unserer Route war besonders der untere Abschnitt stellenweise moorig und auf den ausgewaschenen Steinen sehr rutschig. Später wird das Gelände zunehmend felsig.

Bis zum höchsten Punkt brauchst Du keine Kletterausrüstung. Wenn Du anschließend noch weiter in Richtung des vorgelagerten Aussichtsgipfels gehst, wird das Gelände ausgesetzter. Hier solltest Du trittsicher und schwindelfrei sein.

Bei Regen, starkem Wind, schlechter Sicht oder nassem Untergrund würden wir die Tour nicht unterschätzen.

ℹ️ Was wir auf Wanderungen in Skandinavien tatsächlich dabeihaben, findest Du in unserem Ratgeber Hiking im hohen Norden – was muss mit?

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Der Aufstieg: Dein Weg zum Gipfel Schritt für Schritt

Vom Parkplatz hinauf zum Bergrücken

Vom Parkplatz führt ein schmaler Pfad zunächst bergauf. Schon auf den ersten Metern merkten wir, dass der Untergrund nach Regen problematisch werden kann. Zwischen moorigen Abschnitten liegen immer wieder nasse und ausgewaschene Steine, auf denen wir entsprechend vorsichtig unterwegs waren.

Der Weg führt an einem kleinen Wasserfall vorbei und unter einer Stromleitung hindurch. Anschließend wird der Anstieg steiler und wir gewinnen relativ schnell an Höhe.

Nach diesem ersten Abschnitt kamen wir an einem kleinen See vorbei und erreichten schließlich den Bergrücken. Spätestens hier lohnt sich eine Pause: Hinter uns öffnete sich der Blick auf den Skjelfjord und die umliegenden Berge.

Auf dem Bergrücken trifft unsere Route auf den Weg, der von der Skjelfjord-Seite hinaufführt.

Nach dem ersten Anstieg kommst Du an einem kleinen See vorbei durch mooriges Gelände
Kurs darauf erreichst Du den Sattel
Nach dem Sattel erklimmst Du am Berggrat weitere Höhenmeter

Über den Bergrücken zum Volandstind

Ab hier ändert sich der Charakter der Wanderung. Der Untergrund wird felsiger und wir folgen dem Bergrücken weiter in Richtung Volandstind.

Mit zunehmender Höhe werden die Ausblicke immer besser. Besonders beeindruckend fanden wir den Blick hinunter Richtung Ramberg und auf die Landschaft rund um die Fredvang-Brücken.

Der höchste Punkt des Volandstind ist mit 457 Metern erreicht. Die Tour muss hier aber noch nicht enden.

Das Gelände wird wieder steiniger und schwieriger zu gehen

Hauptgipfel oder weiter zum Aussichtsgipfel?

Der höchste Punkt des Volandstind ist nicht automatisch der Punkt mit der spektakulärsten Aussicht.

Vom Hauptgipfel kannst Du noch ein Stück weiter in Richtung Norden gehen. Dort liegt ein etwas niedrigerer Gipfel, von dem Du einen besonders freien Blick auf die Fredvang-Brücken und die Küstenlandschaft bekommst.

Genau dieser Abschnitt ist allerdings auch der Teil der Tour, bei dem Du Dich wohlfühlen musst. Das Gelände wird ausgesetzter und stellenweise brauchst Du die Hände zur Unterstützung.

Wir sind weitergegangen und fanden den Blick von dort großartig. Wenn Du nicht schwindelfrei bist oder Dich im Gelände unsicher fühlst, kannst Du die Tour aber problemlos vorher beenden. Auch vom höchsten Punkt hast Du bereits eine beeindruckende Aussicht.

Für uns gilt hier ganz klar: Kein Foto und kein Aussichtspunkt ist es wert, sich in Gelände zu begeben, in dem man sich nicht sicher fühlt.

Aber die Tiefblicke sind atemberaubend

Aussicht vom Volandstind

Für uns ist die Aussicht der eigentliche Grund für diese Wanderung.

Vom Bergrücken und den Gipfeln blickst Du unter anderem auf Ramberg, den Skjelfjord und die Fredvang-Brücken. Gerade die Kombination aus Bergen, Fjorden, kleinen Inseln und den geschwungenen Brücken macht das Panorama besonders.

Dabei verändert sich die Perspektive während des Aufstiegs ständig. Es lohnt sich deshalb, nicht nur oben zu fotografieren, sondern sich unterwegs immer wieder umzudrehen.

Am Vorgipfel des Volandtind
Der eigentliche Gipfel erfordert etwas Klettern
Senkrecht gehts nach unten!
Der Ausblick vom Gipfel entschädigt für alle Mühen!
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Übernachten nach der Wanderung

Wenn Du anschließend in der Region bleiben möchtest, findest Du rund um Fredvang und Ramberg verschiedene Camping- und Stellmöglichkeiten. Wir selbst waren bereits mehrfach auf dem Lofoten Beach Camp und mögen vor allem die Lage direkt am Strand.

Bei Parkplätzen und einfachen Übernachtungsmöglichkeiten solltest Du immer die aktuelle Beschilderung beachten – gerade auf den Lofoten können sich Regelungen ändern.

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Unser Fazit zur Volandstind-Wanderung

Die Volandstind-Wanderung hat uns vor allem wegen des Verhältnisses aus relativ überschaubarer Gipfelhöhe und großartiger Aussicht gefallen.

Der Berg ist mit 457 Metern kein Riese. Trotzdem bekommst Du oben genau das, was wir an Wanderungen auf den Lofoten so mögen: steile Berge, Fjorde, Meer und spektakuläre Tiefblicke auf engstem Raum.

Unsere Route war vor allem im unteren Bereich nasser und rutschiger, als wir erwartet hatten. Bei trockenen Bedingungen ist die Tour deshalb deutlich angenehmer. Alternativ kannst Du den Aufstieg von der Skjelfjord-Seite wählen.

Besonders gut gefallen hat uns der Abschnitt hinter dem höchsten Punkt mit dem Blick auf die Fredvang-Brücken. Hier solltest Du allerdings selbst entscheiden, wie weit Du Dich im ausgesetzten Gelände wohlfühlst.

Für uns war der Volandstind eine kurze, aber ausgesprochen aussichtsreiche Bergtour auf Flakstadøya, die wir jederzeit wieder machen würden.

ℹ️ Weitere selbst gewanderte Touren auf den Lofoten findest Du in unserem Bereich Norwegen Outdoor.

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Matthias

Nordlandverrückt und gerne draußen unterwegs. Hat Spaß am Fotografieren, Wandern, Packrafting und Mountainbiking. Ab 2026 Vollzeit im Reisemobil unterwegs auf der Suche nach mehr Freiheit und mehr Norden.

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