Bohuslän Roadtrip: Unsere Route entlang Schwedens Westküste

Bohuslän gehört für uns zu den schönsten Regionen für einen Roadtrip an der schwedischen Westküste. Rote Granitfelsen, Schären, kleine Hafenorte und immer wieder das Meer begleiten Dich hier auf dem Weg von Göteborg Richtung norwegische Grenze. Das Schöne daran: Nicht nur die einzelnen Ziele lohnen sich, sondern auch die Strecke dazwischen.

Genau deshalb würden wir mit dem Wohnmobil nicht einfach der E6 von Göteborg bis Strömstad folgen. Unsere Route führt hinaus auf Tjörn und Orust, über kleinere Straßen und teilweise mit der Autofähre über die Fjorde. Dazwischen bleibt genügend Zeit für Wanderungen, Fahrradtouren, Baden und die kleinen Küstenorte.

Wir würden für diesen Bohuslän Roadtrip 7 bis 10 Tage einplanen. In einer Woche kannst Du die komplette Route fahren, musst Dich an einigen Stellen aber entscheiden. Mit zehn Tagen wird die Reise deutlich entspannter – und genau das passt unserer Meinung nach besonders gut zu Bohuslän.

Bohuslän Roadtrip auf einen Blick
Region Bohuslän, Westschweden
Start Göteborg
Ziel Strömstad & Koster
Reisedauer 7–10 Tage
Ideal für Wohnmobil & Camper
Schwerpunkte Schären, Küstenorte & Natur
Aktivitäten Wandern, Radfahren & Baden
Unser Tipp Wenn möglich 10 Tage einplanen

Unsere Route durch Bohuslän

Göteborg → Tjörn → Orust → Lysekil → Smögen → Ramsvikslandet/Nordens Ark → Grebbestad → Tjurpannan → Saltö → Strömstad → Koster

Auf der Karte sieht die Strecke zunächst gar nicht besonders lang aus. Trotzdem würden wir nicht versuchen, Bohuslän in wenigen Tagen abzuhaken. Viele unserer schönsten Erlebnisse fanden schließlich nicht während der Fahrt statt, sondern beim Wandern über die Granitfelsen, auf dem Fahrrad oder irgendwo am Wasser.

Auch die Übernachtungen würden wir nicht gleichmäßig entlang der Strecke verteilen. Tjörn lohnt sich als erste Basis für ein oder zwei Nächte. Im Bereich Smögen und Ramsvikslandet würden wir ebenfalls nicht zu knapp planen. Für den Abschluss würden wir schließlich mehrere Nächte in Strömstad bleiben und von dort ohne Wohnmobil nach Koster fahren.

Unsere Route ist kein Rennen nach Norden

Wenn Du möglichst schnell von Göteborg nach Strömstad möchtest, ist die E6 die naheliegende Verbindung. Für diesen Roadtrip ist aber gerade das Gegenteil unser Ziel: Wir verlassen die große Nord-Süd-Achse immer wieder und fahren hinaus auf die Inseln und an die Küste. Plane deshalb lieber weniger Kilometer und mehr Zeit außerhalb des Wohnmobils ein.

1. Von Göteborg nach Tjörn: Unser Einstieg in die Schären

Göteborg ist für diese Route vor allem der Ausgangspunkt. Das ist besonders praktisch, wenn Du mit der Fähre nach Schweden kommst und von hier direkt Richtung Norden starten möchtest. Zunächst geht es noch über die E6, bevor wir bei Stenungsund die große Verkehrsachse verlassen und nach Tjörn wechseln.

Spätestens auf Tjörn beginnt für uns der eigentliche Roadtrip. Wir haben die Insel 2024 intensiver erkundet und auf Hav & Logi bei Skärhamn übernachtet. Von dort konnten wir einige unserer Ausflüge direkt zu Fuß oder mit dem Fahrrad unternehmen.

Besonders schön war unsere Wanderung durch die Schären bis zum Badeplatz Gråskär. Mit dem Fahrrad sind wir außerdem nach Klädesholmen und zu Skulptur i Pilane gefahren. Skärhamn mit dem Nordiska Akvarellmuseet liegt ebenfalls in der Nähe.

Deshalb würden wir Tjörn nicht als kurzen Zwischenstopp behandeln. Bei sieben Tagen solltest Du mindestens einen vollen Tag einplanen, bei zehn Tagen darf es gerne noch etwas mehr sein.

Mehr zu unseren Ausflügen findest Du hier: [Tjörn in Schweden: Camping, Schären & unsere schönsten Ausflüge]

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2. Über Orust und den Gullmarsfjord nach Lysekil

Nach Tjörn würden wir nicht einfach wieder zur E6 zurückfahren. Stattdessen führt die Reise weiter über Orust und anschließend Richtung Lysekil. Gerade in diesem Abschnitt lohnt es sich, die Routenplanung nicht ausschließlich dem Navi zu überlassen.

Zu den Besonderheiten Bohusläns gehören die kleinen Straßenfähren. Die Svanesundsleden verbindet Svanesund auf Orust mit Kolhättan auf dem Festland. Die Überfahrt über den Halsefjord ist nur rund 830 Meter lang, dauert etwa fünf Minuten und ist kostenlos.

Für die Weiterfahrt nach Lysekil ist vor allem die Gullmarsleden interessant. Die Straßenfähre verbindet Skår mit Finnsbo und bringt Dich über den Gullmarsfjord praktisch bis vor die Tore von Lysekil. Auch diese etwa zehnminütige Überfahrt ist kostenlos.

Kostenlose Autofähren in Bohuslän

Svanesundsleden: Svanesund auf Orust ↔ Kolhättan, etwa 830 Meter und rund 5 Minuten Fahrzeit.

Gullmarsleden: Skår ↔ Finnsbo bei Lysekil, etwa 1,85 Kilometer und rund 10 Minuten Fahrzeit.

Beide Straßenfähren sind kostenlos. Für uns sind solche kurzen Überfahrten mehr als nur eine praktische Verbindung: Sie gehören zum Roadtrip-Erlebnis. Die aktuellen Fahrpläne und mögliche Verkehrsmeldungen solltest Du trotzdem vor der Fahrt prüfen.

Genau solche Abschnitte gefallen uns an einer Reise mit dem Wohnmobil. Statt für jede Etappe eine möglichst schnelle Verbindung zu suchen, wird bereits der Weg zum nächsten Ziel zu einem Teil des Erlebnisses.

3. Lysekil: Erst Havets Hus, dann hinaus nach Stångehuvud

In Lysekil würden wir zwei sehr unterschiedliche Ziele miteinander kombinieren. Havets Hus ist ein Aquarium, das sich auf die Tierwelt des westschwedischen Meeres konzentriert. Wir haben es selbst besucht und den Aufenthalt anschließend mit einer Wanderung im nahe gelegenen Stångehuvud Naturreservat verbunden.

Gerade dieser Kontrast macht Lysekil für uns zu einem guten Roadtrip-Stopp. Erst bekommst Du einen Einblick in das Leben unter der Wasseroberfläche, wenig später stehst Du draußen zwischen den für Bohuslän so typischen rötlichen Granitfelsen direkt am Meer.

Stångehuvud würden wir dabei nicht nur wegen seiner Nähe zu Lysekil mitnehmen. Das Naturreservat gehört für uns zu den Landschaften, die besonders gut zeigen, warum sich die Fahrt hinaus an die Küste lohnt. Für die Wanderung und unsere Erfahrungen vor Ort haben wir bereits einen eigenen ausführlichen Beitrag.

Hier geht es weiter: [Stångehuvud Naturreservat: Wandern in den Schären von Lysekil]

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4. Smögen: Hafen, Schären und ein Tag ohne große Fahrstrecke

Nach Lysekil geht es weiter Richtung Kungshamn und Smögen. Wir würden auf dieser Etappe nicht versuchen, noch möglichst viele Zwischenstopps einzubauen. Smögen ist selbst das Ziel.

Natürlich gehört der bekannte Hafen mit seinen Booten und den dicht aneinanderstehenden Häusern dazu. Wir würden Smögen aber nicht auf einen schnellen Spaziergang über die Smögenbryggan reduzieren. Gerade rund um den Ort kannst Du die Schärenlandschaft sehr schön zu Fuß erleben.

Wenn Du nur sieben Tage für Bohuslän hast, lässt sich Smögen mit einer längeren Pause und unserer Schärenrunde verbinden. Bei zehn Tagen würden wir in dieser Region mehr Zeit lassen. Dann kannst Du Smögen auch am Abend oder am nächsten Morgen erleben, wenn der Tagesbetrieb etwas ruhiger wird.

Unsere Erfahrungen findest Du im Beitrag: [Smögen mit dem Wohnmobil]

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5. Ramsvikslandet: Jetzt bleibt das Wohnmobil erst einmal stehen

Von Smögen ist es nicht weit bis zum nächsten völlig anderen Landschaftserlebnis. Im Ramsvikslandet Naturreservat steht nicht der nächste Hafenort, sondern die Natur im Mittelpunkt.

Wir sind von Haby bukt zum Sote huvud gewandert. Die Tour führte uns durch die typische felsige Küstenlandschaft bis hinaus zum Meer, wo wir eine längere Picknickpause gemacht haben. Anschließend ging es auf demselben Weg zurück.

Für den Roadtrip ist Ramsvikslandet gerade deshalb interessant, weil die Fahretappe so kurz ist. Ein guter Roadtrip muss für uns nicht bedeuten, jeden Morgen hundert Kilometer weiterzufahren. Manchmal ist die beste Etappe diejenige, bei der das Wohnmobil schnell wieder steht und wir den Rest des Tages draußen verbringen.

Mehr dazu: [Ramsvikslandet: Wanderung von Haby bukt zum Sote huvud]

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6. Nordens Ark: Bei 7 Tagen optional, bei 10 Tagen gut einzuplanen

Nordens Ark liegt nur einen vergleichsweise kurzen Abstecher von Smögen und Kungshamn entfernt. 

Für die Routenplanung ist Nordens Ark trotzdem interessant. Der Park beschäftigt sich mit bedrohten Tierarten und Artenschutz und bietet damit wieder ein völlig anderes Erlebnis als die Küstenorte und Naturreservate auf dieser Reise. Für einen Besuch solltest Du mehrere Stunden einplanen.

Mit sieben Tagen würden wir Nordens Ark deshalb als Wahlmöglichkeit betrachten. Wenn Tierpark und Artenschutz für Dich interessant sind, passt der Besuch gut in die Route. Möchtest Du dagegen möglichst viel Zeit an der Küste verbringen, kannst Du direkt Richtung Grebbestad weiterfahren.

Bei zehn Tagen würden wir Nordens Ark deutlich entspannter integrieren. Mit dem Wohnmobil kannst Du während des Parkbesuchs auf dem Parkplatz stehen. Als Übernachtungsplatz eignet er sich allerdings nicht, denn Übernachten und Campen sind dort nicht erlaubt.

7. Grebbestad: Hafen, Spaziergang und Aussicht vom Stöberget

Nach den Naturerlebnissen rund um Ramsvik und Nordens Ark wird es in Grebbestad wieder etwas lebhafter. Wir würden hier vor allem drei Dinge miteinander verbinden: den Hafen, einen Spaziergang durch den Ort und den Aufstieg zum Stöberget.

Vom Stöberget hast Du einen schönen Blick über Grebbestad und die Umgebung. Dafür brauchst Du keine große Tageswanderung einzuplanen, sodass sich der Aussichtspunkt gut in einen entspannten Aufenthalt integrieren lässt.

Wenn Du zehn Tage unterwegs bist, kannst Du in Grebbestad gut übernachten und Dir entsprechend mehr Zeit lassen. Bei einer siebentägigen Tour würden wir den Ort eher als längeren Stopp auf dem Weg nach Norden einbauen.

Weitere Ziele rund um Grebbestad und unsere Erfahrungen vor Ort haben wir bewusst in einem eigenen Artikel gesammelt. So muss der Roadtrip nicht noch einmal jeden einzelnen Stopp wiederholen.

Mehr dazu: [Grebbestad mit dem Wohnmobil]

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8. Tjurpannan und Saltö: Erst wilde Küste, dann Baden

Nördlich von Grebbestad folgt eine unserer Lieblingskombinationen für diese Route. Tjurpannan und Saltö sind beides Naturreservate an der Küste, könnten vom Charakter aber kaum unterschiedlicher sein.

Tjurpannan zeigt die raue Seite Bohusläns. Das Gebiet ist dem Meer und Wind unmittelbar ausgesetzt und wirkt entsprechend offen und wild. Wir sind hier selbst gewandert; unsere heutige kurze Runde ist ungefähr 2,3 Kilometer lang. Gerade bei etwas Wind passt Tjurpannan für uns hervorragend zur Landschaft der schwedischen Westküste.

Unsere Wanderung: [Tjurpannan Naturreservat]

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Anschließend würden wir weiter nach Saltö fahren. Hier wird die Landschaft wieder geschützter: Küstenwald, Granitfelsen und Meer bestimmen das Bild. Wir kennen Saltö vor allem als Badeziel und haben darüber bereits vor einigen Jahren einen eigenen Artikel geschrieben.

Bei schönem Sommerwetter ist das für uns eine ideale Kombination: zuerst eine Wanderung an der offenen Küste von Tjurpannan und anschließend ein entspannterer Stopp am Wasser auf Saltö. Bei rauem Wetter würden wir entsprechend mehr Zeit in Tjurpannan verbringen und den Badestopp kürzer halten oder ganz auslassen.

Mehr dazu: [Baden im Saltö Naturreservat]

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9. Strömstad: Unsere Basis für den Abschluss des Roadtrips

Nach Saltö würden wir nicht noch weitere Stopps zwischen Küste und Strömstad suchen. Stattdessen richten wir uns für die letzten Tage an einem Ort ein.

Wir haben drei Nächte auf dem First Camp Strömstad verbracht. Unser Stellplatz lag etwas erhöht und hatte eine eigene Terrasse. Vor allem für unseren geplanten Ausflug zu den Kosterinseln war der Campingplatz eine praktische Basis: Das Wohnmobil konnte einfach stehen bleiben.

Genau so würden wir Strömstad auch in diesem Roadtrip betrachten. Nicht als Ort, den Du für zwei Stunden besichtigst und anschließend weiterfährst, sondern als Basis für zwei oder drei Nächte. Nach mehreren Etappen entlang der Küste bringt das außerdem etwas Ruhe in die Reise.

Unsere Erfahrungen: [First Camp Strömstad]

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10. Koster: Mit Fähre und Fahrrad zum Finale des Roadtrips

Für den letzten großen Ausflug bleibt das Wohnmobil in Strömstad. Wir nahmen stattdessen unsere eigenen Fahrräder mit auf die Fähre hinaus zu den Kosterinseln.

Unsere Tour begann am Fähranleger Kilesand auf Sydkoster. Von dort fuhren wir mit dem Fahrrad über die Insel und besuchten das Naturum Kosterhavet. Anschließend ging es weiter nach Rörvik, das uns besonders als schöner Aussicht- und Badespot in Erinnerung geblieben ist.

Für die Rückfahrt mussten wir nicht wieder nach Kilesand zurück. Wir fuhren weiter zum Fähranleger Långegärde und nahmen von dort die Fähre zurück nach Strömstad.

Damit ergab sich für uns eine sehr schöne Tagestour:

Strömstad → Kilesand → Naturum Kosterhavet → Rörvik → Långegärde → Strömstad

Gerade als Abschluss des Roadtrips gefällt uns diese Etappe besonders gut. Nach mehreren Tagen mit dem Wohnmobil ändert sich die Art des Reisens noch einmal komplett: Fähre statt Straße, Fahrrad statt Wohnmobil und ein ganzer Tag auf Sydkoster.

Die Fahrpläne und aktuellen Bedingungen für die Fahrradmitnahme solltest Du unmittelbar vor Deinem Ausflug bei Västtrafik prüfen. Sie können sich ändern, weshalb wir hier bewusst keine dauerhaft gültigen Preise oder konkreten Abfahrtszeiten nennen.

Unsere komplette Tour findest Du hier: [Kosterhavet Nationalpark: Mit Fähre und Fahrrad ab Strömstad]

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So würden wir Bohuslän in 7 Tagen planen

Sieben Tage sind für die Route machbar. Wir würden dann aber bewusst auswählen und nicht versuchen, jeden Ort gleich ausführlich zu besuchen.

Bohuslän Roadtrip in 7 Tagen
Tag 1 Göteborg → Tjörn
Ankommen, Skärhamn und Schären
Tag 2 Tjörn → Lysekil
Havets Hus und Stångehuvud
Tag 3 Lysekil → Smögen → Ramsvikslandet
Smögen und Küstenwanderung
Tag 4 Ramsvik → Grebbestad
Nordens Ark optional oder mehr Zeit in Grebbestad
Tag 5 Grebbestad → Tjurpannan → Saltö → Strömstad
Wandern und je nach Wetter Baden
Tag 6 Strömstad → Koster → Strömstad
Fähre und Fahrradtour über Sydkoster
Tag 7 Strömstad
Puffertag oder Weiterreise

Der engste Punkt ist für uns Tag 4. Bei nur einer Woche würden wir uns zwischen einem ausführlichen Besuch von Nordens Ark und mehr Zeit an der Küste entscheiden. Beides zwanghaft in denselben Tag zu packen, passt nicht zu der Art, wie wir diesen Roadtrip fahren würden.

Auch Smögen und Ramsvikslandet liegen in dieser Variante relativ dicht zusammen. Wenn Du lieber ausführlich wanderst oder Smögen länger erleben möchtest, kannst Du die Route an anderer Stelle entsprechend kürzen.

Drei zusätzliche Tage: Wo lohnt sich mehr Zeit?

Mit zehn Tagen würden wir nicht drei weitere Sehenswürdigkeiten suchen. Wir würden die vorhandene Route einfach langsamer fahren.

Einen zusätzlichen Tag würden wir Tjörn geben. Dort gibt es mit Skärhamn, Klädesholmen, Gråskär und Pilane genügend Möglichkeiten, ohne dass Du jeden Ausflug an einem einzigen Tag unterbringen musst.

Mehr Zeit würden wir außerdem rund um Smögen und Ramsvikslandet einplanen. Dadurch lässt sich auch Nordens Ark gut integrieren, ohne dass der Park mit Grebbestad um denselben Reisetag konkurriert.

Den dritten zusätzlichen Tag würden wir in Strömstad lassen. So hängt der Ausflug nach Koster nicht von einer einzigen passenden Wetterlage oder Fährverbindung ab. Gleichzeitig musst Du nach der Rückkehr von Sydkoster nicht gleich am nächsten Morgen wieder weiterfahren.

Genau deshalb gefällt uns die Angabe 7–10 Tage besser als zwei getrennte Routenvorschläge. Die Strecke bleibt dieselbe. Mit mehr Zeit verändert sich vor allem das Tempo.

Warum wir keine festen Fahrzeiten für die Etappen angeben

Bei einem Roadtrip könnte man nun für jede Strecke Kilometer und Minuten auflisten. Wir halten das bei dieser Route nur bedingt für hilfreich.

Verkehr rund um Göteborg, Saisonbetrieb, Baustellen und die Straßenfähren können die tatsächliche Fahrzeit beeinflussen. Auch mit dem Wohnmobil fahren wir anders als mit einem Pkw. Vor allem aber ist die schnellste Verbindung bei diesem Roadtrip gar nicht immer diejenige, die wir wählen möchten.

Wenn das Navi Dich auf die E6 schicken möchte, kann das durchaus schneller sein. Unsere Route soll aber gerade hinaus auf die Inseln, über den Gullmarsfjord und immer wieder zurück ans Meer führen. Die Fahrt ist hier ein Teil der Reise und nicht nur die Zeit zwischen zwei Sehenswürdigkeiten.

Planst Du eine Reise nach Skandinavien?

Von Anreise, Maut und Fähren bis zu Freistehen, Internet und Gesundheit: Wir haben die wichtigsten Punkte aus unseren Reisen nach Norwegen, Schweden und Finnland für Dich zusammengestellt.

Camping und Übernachten auf unserem Bohuslän Roadtrip

Wir würden auch die Übernachtungsplätze nicht nach einem starren Schema auswählen. Statt jeden Abend einen neuen Campingplatz anzufahren, gefallen uns mehrere Nächte an strategisch guten Standorten besser.

Auf Tjörn war Hav & Logi bei Skärhamn für uns eine gute Basis für Wanderungen und Fahrradtouren. Rund um Smögen und Ramsvikslandet würden wir ebenfalls so planen, dass nicht jeder Tag mit Ein- und Auschecken beginnt.

Besonders klar ist die Entscheidung am Ende der Route: Strömstad ist unsere Basis für Koster. Wir blieben dort drei Nächte auf dem First Camp und konnten das Wohnmobil während unseres Tagesausflugs einfach stehen lassen. Genau diese Kombination aus Roadtrip und längeren Standzeiten macht die Route für uns entspannter.

Nordens Ark solltest Du dagegen nicht als Übernachtungsplatz einplanen. Wohnmobile und Wohnwagen dürfen dort zwar während des Parkbesuchs parken, Übernachten und Campen sind auf dem Parkplatz jedoch nicht erlaubt.

Welche Stopps würden wir bei wenig Zeit auf keinen Fall streichen?

Wenn wir die Route noch stärker kürzen müssten, würden wir nicht einfach nach Bekanntheit der Orte entscheiden. Für uns lebt Bohuslän gerade von der Mischung.

Tjörn würden wir behalten, weil die Insel ein sehr guter Einstieg in die Schärenlandschaft ist. Stångehuvud oder Ramsvikslandet sollten als echtes Natur- und Wandererlebnis ebenfalls dabei sein. Smögen bringt mit seinem Hafen einen ganz anderen Charakter in die Reise.

Im Norden gefällt uns die Kombination aus Tjurpannan und Saltö besonders gut. Und auf Koster würden wir nur ungern verzichten, weil die Fähre und unsere Fahrradtour über Sydkoster einen völlig anderen Abschluss bieten als ein weiterer Stopp mit dem Wohnmobil.

Nordens Ark wäre für uns dagegen am ehesten abhängig von den persönlichen Interessen. Der Park passt gut in die Route, ist aber nicht notwendig, um die Landschaft Bohusläns kennenzulernen.

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Unser Fazit zum Bohuslän Roadtrip

Bohuslän ist für uns viel zu schade, um die Region auf der E6 einfach Richtung Norwegen zu durchqueren. Sobald Du die große Verkehrsachse verlässt, verändert sich die Reise: Inseln, kleine Straßen, Straßenfähren, Hafenorte und Naturreservate rücken in den Mittelpunkt.

Besonders gefällt uns die Abwechslung. Auf Tjörn sind wir durch die Schären gewandert und mit dem Fahrrad unterwegs gewesen, in Lysekil lassen sich Havets Hus und Stångehuvud verbinden, Smögen bringt Hafenatmosphäre in die Route und Ramsvikslandet sowie Tjurpannan zeigen die raue Küstennatur. Saltö ist der entspanntere Gegenpol, bevor Strömstad zur Basis für den letzten großen Ausflug wird.

Und genau dort würden wir unseren Bohuslän Roadtrip wieder beenden: Das Wohnmobil bleibt stehen, die Fahrräder kommen mit auf die Fähre und wir verbringen den Tag auf Sydkoster.

Wenn Du die Wahl hast, würden wir für die gesamte Strecke zehn statt sieben Tage einplanen. Nicht weil Du dadurch noch drei zusätzliche Sehenswürdigkeiten abhaken kannst, sondern weil Du dann an den schönsten Orten einfach länger bleiben kannst.

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Matthias

Nordlandverrückt und gerne draußen unterwegs. Hat Spaß am Fotografieren, Wandern, Packrafting und Mountainbiking. Ab 2026 Vollzeit im Reisemobil unterwegs auf der Suche nach mehr Freiheit und mehr Norden.

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