Eine leere Starterbatterie ist unterwegs ärgerlich – irgendwo abseits größerer Orte in Skandinavien erst recht. Deshalb gehört ein Starthilfe-Booster schon seit vielen Jahren zu unserer Fahrzeugausrüstung.
Unseren NOCO Boost Plus GB40 haben wir bereits 2017 gekauft. Inzwischen ist er also fast zehn Jahre alt und funktioniert noch immer. Besonders interessant: Wir haben damit auch unseren Iveco Daily 4×4 mit 3,0-Liter-Dieselmotor bereits erfolgreich gestartet.
Der große Vorteil eines solchen Boosters: Für die Starthilfe brauchst Du kein zweites Fahrzeug. Der kompakte Akku liefert kurzfristig den notwendigen Strom für den Startvorgang.
Warum wir einen Starthilfe-Booster im Wohnmobil dabeihaben
Gerade auf unseren Reisen durch Skandinavien stehen wir häufig weit entfernt von größeren Orten. Wenn dort die Starterbatterie schwächelt, möchten wir nicht darauf angewiesen sein, dass zufällig ein anderes Fahrzeug für die Starthilfe zur Verfügung steht.
Ein Start-Booster ist dafür eine einfache Absicherung. Er ist kompakt, benötigt wenig Platz und kann direkt an der Starterbatterie beziehungsweise an den vom Fahrzeughersteller vorgesehenen Starthilfepunkten angeschlossen werden.
Eine defekte Batterie repariert er natürlich nicht. Aber wenn die vorhandene Batterie nicht mehr genügend Leistung zum Starten des Motors liefert, kann der Booster den notwendigen zusätzlichen Startstrom bereitstellen.
Start-Booster und Ladebooster sind nicht dasselbe
Die Bezeichnungen können beim Wohnmobil leicht für Verwirrung sorgen.
Ein Starthilfe-Booster wie unser NOCO GB40 ist ein mobiler Akku, der kurzfristig einen hohen Strom für den Startvorgang zur Verfügung stellt.
Ein Ladebooster im Wohnmobil hat dagegen eine völlig andere Aufgabe. Er wird fest in die Fahrzeugelektrik integriert und dient dazu, die Aufbaubatterie während der Fahrt kontrolliert über die Lichtmaschine zu laden.
Für die Starthilfe brauchst Du einen Start-Booster – keinen Ladebooster.
Welche Leistung braucht ein Starthilfe-Booster fürs Wohnmobil?
Nicht jeder Booster eignet sich automatisch für jedes Wohnmobil. Vor dem Kauf solltest Du insbesondere auf die Spannung des Startsystems, Motorart und Hubraum sowie die Herstellerfreigabe des Boosters achten.
Unser NOCO GB40 arbeitet mit 12 Volt und besitzt laut Hersteller einen Spitzenstrom von 1.000 Ampere. NOCO gibt ihn für Benzinmotoren bis 6,0 Liter und Dieselmotoren bis 3,0 Liter an.
Unser Iveco Daily 4×4 besitzt einen 3,0-Liter-Dieselmotor und liegt damit genau an dieser angegebenen Grenze.
Gerade bei größeren Wohnmobilen solltest Du deshalb nicht einfach irgendeinen Booster kaufen. Je nach Fahrzeug kann ein deutlich leistungsfähigeres Modell notwendig sein.
ℹ️ Wohnmobil winterfest machen: Kälte betrifft nicht nur die Starterbatterie. Wir zeigen Dir, wie wir unser Wohnmobil auf Reisen bei Schnee, Frost und niedrigen Temperaturen vorbereiten.
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Mit dem Wohnmobil im Winter durch Skandinavien zu reisen, stellt andere Anforderungen an das Fahrzeug als eine Tour im Sommer....
Unsere Erfahrungen mit dem NOCO GB40 nach fast 10 Jahren
Unseren NOCO Boost Plus GB40 haben wir im Juni 2017 gekauft. Trotz seines Alters funktioniert der ursprüngliche Booster bei uns noch immer.
Inzwischen haben wir damit auch unseren Iveco Daily 4×4 mit 3,0-Liter-Dieselmotor erfolgreich gestartet. Dass unser Iveco genau an der von NOCO angegebenen Hubraumgrenze für Dieselmotoren liegt, macht diese Erfahrung für uns besonders interessant.
Das bedeutet natürlich nicht, dass der GB40 jeden 3,0-Liter-Diesel unter allen Bedingungen problemlos startet. Wir können lediglich aus unserer eigenen Erfahrung sagen: Bei unserem Iveco hat es funktioniert.
Auch der interne Akku unseres GB40 ist nach fast zehn Jahren noch einsatzbereit. Wir laden den Booster ungefähr alle sechs Monate nach und kontrollieren den Ladezustand zusätzlich vor längeren Reisen.
Die lange Lebensdauer unseres Geräts hat uns positiv überrascht. Eine allgemeine Lebensdauer lässt sich daraus aber nicht ableiten. Alterung, Nutzung, Ladezustand und Lagerbedingungen haben Einfluss auf Lithium-Akkus.
NOCO GB40: Die wichtigsten technischen Daten
Der GB40 ist für 12-V-Blei-Säure-Starterbatterien ausgelegt und liefert laut NOCO bis zu 1.000 Ampere Spitzenstrom. Neben der Starthilfefunktion besitzt er eine integrierte LED-Leuchte mit 100 Lumen und einen USB-Ausgang. Das Gehäuse ist mit IP65 klassifiziert.
Für uns sind diese Zusatzfunktionen allerdings zweitrangig. Entscheidend ist, dass der Booster kompakt im Wohnmobil verstaut werden kann und unseren Iveco im Bedarfsfall starten konnte.
So schließt Du den NOCO GB40 zur Starthilfe an
Beim Anschluss sind die Vorgaben des Fahrzeugherstellers und die Bedienungsanleitung des Boosters entscheidend. Der folgende Ablauf bezieht sich auf den NOCO GB40 und ein übliches Fahrzeug mit negativer Masse. NOCO sieht dabei die rote Klemme am Pluspol und die schwarze Klemme am Minuspol beziehungsweise einem geeigneten Massepunkt des Fahrzeugs vor.
NOCO empfiehlt beim GB40 bei einem erfolglosen Versuch zunächst etwa 20 bis 30 Sekunden zu warten. Innerhalb von 15 Minuten sollen nicht mehr als fünf aufeinanderfolgende Startversuche erfolgen. Danach soll das Gerät zunächst abkühlen beziehungsweise ruhen.
Wichtig: Nicht jedes Fahrzeug sieht den direkten Anschluss beider Klemmen an die Batteriepole vor. Gibt der Fahrzeughersteller spezielle Starthilfepunkte oder einen Massepunkt vor, verwendest Du diese.
Wenn die Batterie extrem entladen ist: Manual Override
Der NOCO GB40 besitzt zusätzlich einen manuellen Override-Modus. Dieser kann notwendig sein, wenn die Spannung der Starterbatterie so niedrig ist, dass der Booster eine sichere Verbindung nicht mehr automatisch erkennt.
Diese Funktion sollte jedoch nicht leichtfertig verwendet werden. Im manuellen Modus werden Schutzmechanismen umgangen. Die korrekte Polarität und der richtige Anschluss müssen deshalb zweifelsfrei feststehen.
Wir würden den Manual Override ausschließlich entsprechend der aktuellen Bedienungsanleitung des jeweiligen NOCO-Modells verwenden. NOCO weist selbst darauf hin, dass sich die Vorgehensweise je nach Modell unterscheiden kann.
Start-Booster im Winter: Kälte nicht unterschätzen
Gerade für Skandinavien ist die Temperatur ein wichtiger Punkt. Starterbatterien werden bei niedrigen Temperaturen stärker gefordert, gleichzeitig verlieren auch Lithium-Akkus bei Kälte an Leistungsfähigkeit.
Wir lagern unseren NOCO deshalb nicht dauerhaft im kalten Außenbereich, sondern im beheizten Aufbau unseres Wohnmobils.
Vor längeren Reisen kontrollieren wir zusätzlich den Ladezustand. So liegt der Booster nicht jahrelang unbeachtet irgendwo im Fahrzeug und ist hoffentlich genau dann leer, wenn wir ihn brauchen.
Welcher NOCO Start-Booster passt zu welchem Wohnmobil?
Der GB40 ist nicht das einzige Modell von NOCO. Für größere Motoren bietet der Hersteller deutlich leistungsfähigere Booster an.
Innerhalb der klassischen Boost-Serie reichen die aktuellen Herstellerangaben vom GB40 mit 1.000 Ampere bis zum GB150 mit 3.000 Ampere. Daneben gibt es die neuere Boost-X-Serie mit höheren Leistungsstufen und USB-C-Power-Delivery.
| NOCO-Modell | Spitzenstrom | Benzin | Diesel |
|---|---|---|---|
| GB40 | 1.000 A | bis 6,0 l | bis 3,0 l |
| GB50 | 1.500 A | bis 7,0 l | bis 4,5 l |
| GB70 | 2.000 A | bis 8,0 l | bis 6,0 l |
| GB150 | 3.000 A | bis 9,0 l | bis 7,0 l |
| GBX45 | 1.250 A | bis 6,5 l | bis 4,0 l |
| GBX55 | 1.750 A | bis 7,5 l | bis 5,0 l |
| GBX75 | 2.500 A | bis 8,5 l | bis 6,0 l |
| GBX155 | 4.250 A | bis 10,0 l | bis 8,0 l |
Die Werte stammen aus den aktuellen Modellangaben von NOCO.
Für ein Wohnmobil mit größerem Dieselmotor kann damit beispielsweise ein GB50, GB70 oder ein Modell aus der Boost-X-Serie besser zur Motorgröße passen als unser GB40.
Die Boost-X-Serie bietet zusätzlich USB-C-Power-Delivery. Beim GBX45 nennt NOCO beispielsweise 1.250 Ampere Spitzenstrom und eine Freigabe für Dieselmotoren bis 4,0 Liter; das größte Modell GBX155 erreicht 4.250 Ampere und ist für Dieselmotoren bis 8,0 Liter angegeben.
Wir selbst nutzen allerdings den GB40. Die anderen Modelle führen wir hier als Alternativen für Fahrzeuge auf, für die der GB40 laut Herstellerangaben zu klein dimensioniert ist.
Start-Booster oder Starthilfekabel?
Ein klassisches Starthilfekabel funktioniert ohne eigenen Akku und muss deshalb auch nicht aufgeladen werden. Dafür benötigst Du ein geeignetes zweites Fahrzeug.
Ein Start-Booster macht Dich davon unabhängig. Genau das ist für uns auf abgelegenen Reisen der entscheidende Vorteil.
Wir betrachten beide Möglichkeiten deshalb nicht als direkte Konkurrenten. Ein geeignetes Starthilfekabel kann weiterhin sinnvoll sein. Der Booster ermöglicht jedoch eine Starthilfe, wenn weit und breit kein passendes Spenderfahrzeug verfügbar ist.
Wie oft laden wir unseren NOCO GB40?
In unserem Alltag laden wir den GB40 ungefähr alle sechs Monate nach. Das hat bei unserem Gerät bisher gut funktioniert.
Daraus würden wir allerdings keine allgemeine Ladeempfehlung ableiten. Vor einer längeren Reise kontrollieren wir zusätzlich den Ladezustand. Entscheidend sind letztlich die Vorgaben des Herstellers und der tatsächliche Zustand des Boosters.
Ein jahrelang ungeladener Start-Booster hilft wenig, wenn seine Energie genau dann fehlt, wenn die Starterbatterie schlappmacht.
Wann hilft ein Start-Booster nicht?
Ein Start-Booster ist keine Reparatur für eine defekte Starterbatterie. Ebenso wenig hilft er, wenn der Motor aus einem völlig anderen Grund nicht startet.
Wiederkehrende Startprobleme solltest Du deshalb nicht dauerhaft mit einem Booster überdecken. Eine altersschwache oder defekte Starterbatterie muss überprüft und gegebenenfalls ersetzt werden.
Auch nach mehreren erfolglosen Startversuchen ist Fehlersuche sinnvoller als immer neue Versuche mit dem Booster.
ℹ️ Wintercamping in Skandinavien: Wenn Du auch bei Schnee und Minusgraden mit dem Wohnmobil unterwegs bist, findest Du in unserem ausführlichen Ratgeber weitere Erfahrungen und Tipps für Reisen durch Skandinavien im Winter.
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Wintercamping in Skandinavien klingt zunächst nach tief verschneiten Campingplätzen, Polarlichtern und einem warmen Wohnmobil mitten in einer weißen Landschaft. Tatsächlich...
Fazit: Der NOCO GB40 bleibt bei uns im Wohnmobil
Unser NOCO Boost Plus GB40 begleitet uns bereits seit 2017 und funktioniert auch nach fast zehn Jahren noch. Besonders überzeugt hat uns, dass wir damit sogar unseren Iveco Daily 4×4 mit 3,0-Liter-Dieselmotor erfolgreich starten konnten.
Wir laden den Booster ungefähr alle sechs Monate nach und lagern ihn im beheizten Aufbau. Viel Aufwand macht er damit nicht.
Gerade auf abgelegenen Reisen durch Skandinavien ist er für uns eine zusätzliche Absicherung: Wenn die Starterbatterie schwächelt, müssen wir nicht erst auf ein zweites Fahrzeug für die Starthilfe warten.
Ob der GB40 auch zu Deinem Wohnmobil passt, solltest Du anhand von Spannung, Motorgröße und Herstellervorgaben prüfen. Für größere Dieselmotoren bietet NOCO entsprechend leistungsfähigere Modelle an.
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