Öland gehört zu den abwechslungsreichsten Reisezielen an der schwedischen Ostseeküste. Auf der langgestreckten Insel erwarten Dich kilometerlange Strände, kleine Fischerdörfer, historische Windmühlen, eindrucksvolle Leuchttürme und eine Landschaft, die sich deutlich vom schwedischen Festland unterscheidet. Besonders reizvoll ist der Wechsel zwischen den rauen Kalksteinküsten im Westen, den Wäldern im Norden und den weiten, offenen Flächen im Süden.
Mit dem Wohnmobil lässt sich Öland hervorragend auf einem Roadtrip entdecken. Die Entfernungen sind überschaubar und viele Sehenswürdigkeiten liegen direkt an der Strecke oder sind über kurze Abstecher erreichbar. Trotzdem lohnt es sich, mehrere Tage einzuplanen, denn gerade die kleinen Orte, Küstenabschnitte und Wanderwege machen den besonderen Reiz der Insel aus.
Wir stellen Dir eine Rundreise vor, die Dich von der Ölandbrücke zunächst entlang der Westküste bis zur Nordspitze führt. Anschließend geht es über die Ostseite der Insel in den Süden und durch die Landschaft des Stora Alvaret zurück zum Ausgangspunkt.
Die Insel Öland auf einen Blick
➡️ Schweden mit dem Wohnmobil entdecken: Wenn Du neben Öland noch weitere Regionen Schwedens erkunden möchtest, findest Du in unserem Ratgeber für die erste Schwedenreise viele praktische Tipps zur Reiseplanung mit Wohnmobil und Wohnwagen.
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Öland Roadtrip: Route und Reisedauer im Überblick
Die Insel Öland liegt vor der südostschwedischen Küste und ist über eine gut sechs Kilometer lange Brücke mit der Stadt Kalmar verbunden. Die Insel erstreckt sich über rund 137 Kilometer von Norden nach Süden, ist aber an vielen Stellen nur wenige Kilometer breit. Dadurch kannst Du während Deiner Rundreise immer wieder zwischen Ost- und Westküste wechseln.
Für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten empfehlen wir vier bis fünf Tage. Wenn Du gerne wanderst, längere Strandtage einlegen möchtest oder besonders gemütlich reist, kannst Du problemlos eine ganze Woche auf Öland verbringen.
Die Rundreise ist so angelegt, dass Du die Insel einmal in ihrer ganzen Länge kennenlernst. Einzelne Stopps kannst Du je nach Wetter, Reisezeit und persönlichen Interessen ergänzen oder auslassen.
Öland-Roadtrip: Die Route in 5 Tagen
Von Kalmar über die Nordspitze bis in den Süden Ölands und zurück.
-
01
Anreise und Borgholm
Färjestaden · Schlossruine Borgholm · Solliden
-
02
Die raue Westküste
Sandvik · Jordhamn · Byrums Raukar · Neptuni Åkrar · Byxelkrok
-
03
Der Norden Ölands
Långe Erik · Trollskogen · Böda Sand
-
04
Entlang der Ostküste
Kleine Küstenorte · Kapelludden · Eketorps Borg
-
05
Die Südspitze
Ottenby · Långe Jan · Stora Alvaret · Gettlinge
Unser Tipp: Plane 4–5 Tage für die Rundreise ein. Für Wanderungen und entspannte Strandtage lohnt sich eine zusätzliche Nacht im Norden.
Tag 1: Über die Ölandbrücke nach Borgholm
Anreise über die Ölandbrücke
Dein Roadtrip beginnt in Kalmar, wo die Ölandbrücke das schwedische Festland mit der Insel verbindet. Schon während der Überfahrt öffnet sich der Blick über den Kalmarsund und die flache Küstenlandschaft. Auf Öland angekommen, erreichst Du zunächst Färjestaden, einen der größeren Orte der Insel.
Färjestaden bietet sich für einen ersten Zwischenstopp an, bevor Du der Westküste in Richtung Norden folgst. Die Strecke nach Borgholm führt durch eine vergleichsweise offene Landschaft mit Feldern, kleinen Siedlungen und immer wieder schönen Ausblicken auf das Meer. Unterwegs begegnen Dir auch die für Öland typischen Windmühlen, von denen zahlreiche Exemplare bis heute erhalten geblieben sind.
➡️ Maut in Schweden: Die Ölandbrücke ist mautfrei. Welche Gebühren auf anderen Strecken in Schweden anfallen können und wie die Bezahlung funktioniert, erfährst Du in unserem ausführlichen Maut-Ratgeber.
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Schlossruine Borgholm
Eines der bekanntesten Bauwerke Ölands ist die Schlossruine Borgholm. Die mächtigen Mauern stehen auf einer Anhöhe oberhalb der Stadt und gehören zu den eindrucksvollsten historischen Sehenswürdigkeiten der Insel. Das Bauwerk blickt auf eine lange Geschichte zurück und wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach umgebaut, bevor ein Brand im Jahr 1806 große Teile zerstörte.
Heute kannst Du die weitläufige Ruinenanlage erkunden und durch die ehemaligen Säle, Innenhöfe und Befestigungen spazieren. Besonders beeindruckend sind die gewaltigen Mauern und der Blick über die umliegende Landschaft bis zum Kalmarsund. Für die Besichtigung solltest Du ausreichend Zeit einplanen, denn die Anlage ist deutlich größer, als sie von außen zunächst wirkt.
Schloss Solliden und Borgholm
Nur wenige Kilometer von der Schlossruine entfernt liegt Schloss Solliden, die Sommerresidenz der schwedischen Königsfamilie. Während das Schloss selbst nicht regulär besichtigt werden kann, sind die gepflegten Parkanlagen saisonal für Besucher zugänglich. Besonders die unterschiedlichen Gartenbereiche bilden einen schönen Kontrast zur rauen Landschaft, die Dich auf den folgenden Etappen erwartet.
Anschließend lohnt sich ein Abstecher in das Zentrum von Borgholm. Der Ort gehört zu den beliebtesten Urlaubszielen auf Öland und bietet Restaurants, Cafés, kleine Geschäfte und einen Hafen. Gerade am Abend ist die Stadt ein angenehmer Platz, um den ersten Reisetag ausklingen zu lassen.
Tag 2: Entlang der rauen Westküste bis Byxelkrok
Die Kalksteinküste bei Äleklinta und Sandvik
Nördlich von Borgholm verändert sich die Landschaft allmählich. Die Westküste wird stellenweise felsiger und die flachen Küstenabschnitte gehen in markante Kalksteinformationen über. Besonders die Gegend rund um Äleklinta und Sandvik zeigt eine andere Seite Ölands als die bekannten Sandstrände im Norden.
In Sandvik kannst Du einen kleinen Hafen und eine der bekanntesten Windmühlen der Insel entdecken. Die Umgebung eignet sich außerdem für kurze Spaziergänge entlang der Küste. Bei ruhigem Wetter ist der Blick über den Kalmarsund besonders schön, während Wind und Wellen die Landschaft deutlich rauer erscheinen lassen können.
Jordhamn und die historischen Steinbrüche
Ein interessanter Zwischenstopp ist Jordhamn. Hier erinnert eine historische, windbetriebene Schleifmühle an die Zeit, als Kalkstein auf Öland abgebaut und verarbeitet wurde. Der Steinabbau hat die Landschaft der Insel über Jahrhunderte geprägt und ist an vielen Stellen bis heute sichtbar.
Rund um Jordhamn kannst Du die flache Küstenlandschaft erkunden und bekommst einen guten Eindruck davon, wie eng Natur und traditionelle Handwerksgeschichte auf Öland miteinander verbunden sind. Für diesen Stopp benötigst Du keine lange Besichtigung, aber er passt hervorragend zu einer gemütlichen Fahrt entlang der Westküste.
Byrums Raukar: Kalksteinsäulen am Meer
Zu den außergewöhnlichsten Natursehenswürdigkeiten Ölands gehören die Byrums Raukar. Direkt an der Westküste stehen mehrere freistehende Kalksteinsäulen, die über lange Zeit durch die Einwirkung des Meeres geformt wurden. Die hellen Felsen bilden zusammen mit dem Wasser und dem steinigen Strand eine eindrucksvolle Kulisse.
Die Formationen lassen sich bei einem Spaziergang aus nächster Nähe betrachten. Besonders schön ist dieser Küstenabschnitt bei tief stehender Sonne, wenn die Felsen lange Schatten werfen. Da der Untergrund teilweise aus unebenen Steinen und Felsplatten besteht, sind feste Schuhe sinnvoll.
Neptuni Åkrar und Byxelkrok
Weiter nördlich erreichst Du die sogenannten Neptuni Åkrar, die Neptunsfelder. Dabei handelt es sich um ausgedehnte Strandwälle aus Geröll und Steinen, die eine ungewöhnlich karge Küstenlandschaft bilden. Zwischen den Steinen wachsen nur wenige Pflanzen, wodurch sich ein beinahe unwirklicher Eindruck ergibt.
Nicht weit entfernt liegt Byxelkrok, ein kleiner Hafenort im Norden Ölands. Hier kannst Du am Wasser entlangspazieren, in der Saison in einem der Restaurants einkehren oder einfach das maritime Flair genießen. Byxelkrok ist ein guter Ausgangspunkt für die Erkundung der Nordspitze am nächsten Tag.
Tag 3: Långe Erik, Trollskogen und die Strände im Norden
Leuchtturm Långe Erik an der Nordspitze
Ganz im Norden Ölands steht der Leuchtturm Långe Erik auf der kleinen Insel Stora Grundet. Der weiß gestrichene Turm mit seiner dunklen Laterne ist eines der bekanntesten Wahrzeichen Ölands. Er wurde im 19. Jahrhundert errichtet und markiert die nördliche Spitze der Insel.
Schon die Lage macht diesen Ort zu einem lohnenden Ziel. Die Küste ist hier von Steinen, niedriger Vegetation und dem offenen Meer geprägt. Bei gutem Wetter kannst Du entlang der Uferbereiche spazieren und die besondere Atmosphäre an der Nordspitze genießen. Ob eine Besteigung des Leuchtturms möglich ist, hängt von den jeweiligen Öffnungszeiten ab.
Trollskogen: Der geheimnisvolle Trollwald
Nur wenige Kilometer entfernt wartet mit dem Trollskogen eines der schönsten Naturgebiete Ölands. Der Wald liegt auf der Halbinsel Grankullavik und unterscheidet sich deutlich von den offenen Landschaften, die Du bisher auf Deiner Rundreise gesehen hast. Alte, knorrige Eichen, windgeformte Kiefern und dicht bewachsene Waldbereiche verleihen ihm eine beinahe märchenhafte Atmosphäre.
Besonders auffällig sind die teilweise stark verdrehten Bäume, deren ungewöhnliche Formen durch die natürlichen Wachstumsbedingungen und den Einfluss des Windes entstanden sind. Auf ausgeschilderten Wegen kannst Du den Wald zu Fuß erkunden. Eine längere Runde führt durch unterschiedliche Landschaftsbereiche und teilweise bis in die Nähe der Küste.
Für den Trollskogen solltest Du mindestens zwei Stunden einplanen, wenn Du nicht nur einen kurzen Spaziergang unternehmen möchtest. Der Wald ist ein schöner Kontrast zu den Küstenstopps und gehört für uns zu den Highlights, die auf einer Öland-Rundreise nicht fehlen sollten.
Böda Sand und die Ostseeküste
Nach dem Besuch des Trollwaldes führt Dich die Route an die nordöstliche Küste. Hier befindet sich mit Böda Sand einer der bekanntesten Sandstrände Schwedens. Der lange, helle Strand fällt flach zum Meer ab und ist besonders bei Familien und Badeurlaubern beliebt.
In der Hauptsaison kann es rund um Böda deutlich lebhafter werden als in vielen anderen Teilen der Insel. Dafür findest Du hier eine gute touristische Infrastruktur und zahlreiche Möglichkeiten, einen entspannten Strandtag einzulegen. Außerhalb der Hauptreisezeit wirkt der Küstenabschnitt oft wesentlich ruhiger und eignet sich hervorragend für lange Spaziergänge am Wasser.
Wenn Du genügend Zeit hast, lohnt es sich, im Norden eine zusätzliche Nacht einzuplanen. So kannst Du den Trollskogen in Ruhe erkunden und anschließend noch einige Stunden am Strand verbringen.
Tag 4: Über die Ostküste in den Süden Ölands
Kleine Dörfer und eine ruhigere Küstenlandschaft
Am vierten Tag geht es entlang der Ostseite der Insel in Richtung Süden. Im Vergleich zur touristisch geprägten Westküste und dem beliebten Norden wirken viele Abschnitte hier ruhiger und ursprünglicher. Kleine Dörfer, Felder, Weiden und vereinzelte Häfen bestimmen das Landschaftsbild.
Du musst dabei nicht jeden Kilometer unmittelbar am Meer entlangfahren. Die schönsten Eindrücke entstehen häufig durch kurze Abstecher zu kleinen Küstenorten oder über Nebenstraßen, die durch die offene Landschaft führen. Gerade mit dem Wohnmobil lohnt es sich, den Tag nicht zu voll zu planen und unterwegs ausreichend Zeit für spontane Pausen zu lassen.
Kapelludden: Leuchtturm und mittelalterliche Ruinen
Ein besonders lohnender Stopp an der Ostküste ist Kapelludden. Auf einer flachen Landzunge stehen ein Leuchtturm, die Ruinen einer mittelalterlichen Kapelle und ein historisches Steinkreuz. Die einzelnen Bauwerke liegen in einer weiten, offenen Küstenlandschaft, die besonders bei windigem Wetter ihren eigenen Reiz entfaltet.
Kapelludden gehört nicht zu den größten Sehenswürdigkeiten der Insel, ist aber gerade wegen seiner abgeschiedenen Lage interessant. Bei einem Spaziergang kannst Du die historischen Überreste entdecken und den Blick über die Ostsee genießen. Die Verbindung aus Geschichte, Küste und weiter Landschaft macht diesen Ort zu einem schönen Zwischenstopp auf dem Weg nach Süden.
Eketorps Borg: Eine rekonstruierte Ringburg
Im südlichen Teil Ölands liegt Eketorps Borg, eine rekonstruierte Ringburg mit Ursprüngen in der Eisenzeit. Die kreisförmige Befestigungsanlage vermittelt einen Eindruck davon, wie die Menschen hier vor vielen Jahrhunderten lebten und ihre Siedlungen schützten.
Anders als bei einer klassischen Burgruine wurden in Eketorp Teile der historischen Anlage wieder aufgebaut. Dadurch kannst Du nicht nur die äußeren Mauern betrachten, sondern auch mehr über die frühere Nutzung und das Leben innerhalb der Befestigung erfahren. Die Besichtigungsmöglichkeiten und Angebote vor Ort sind saisonabhängig.
Eketorps Borg liegt bereits in der offenen Landschaft Südölands und bildet einen guten Übergang zum letzten Abschnitt Deines Roadtrips.
Tag 5: Ottenby, Långe Jan und die Landschaft des Stora Alvaret
Ottenby und der Leuchtturm Långe Jan
An der Südspitze Ölands erwartet Dich mit Ottenby eines der bekanntesten Naturgebiete der Insel. Die flache Küstenlandschaft ist besonders für ihre Vogelwelt bekannt und zählt zu den bedeutenden Beobachtungsgebieten Schwedens. Vor allem während des Vogelzugs lassen sich hier zahlreiche Arten entdecken.
Das markanteste Bauwerk ist der Leuchtturm Långe Jan. Mit rund 42 Metern Höhe gehört er zu den höchsten Leuchttürmen Schwedens und überragt die offene Landschaft der Südspitze. Bei entsprechender Öffnung kannst Du den Turm besteigen und den Blick über die Ostsee und die umliegenden Küstenflächen genießen.
Auch ohne Besteigung lohnt sich ein Besuch. Die Umgebung eignet sich für Spaziergänge, Vogelbeobachtungen und eine Pause am südlichsten Punkt Deiner Rundreise. Besonders bei wechselhaftem Wetter wirken der Leuchtturm und die weite Küstenlandschaft ausgesprochen eindrucksvoll.
Stora Alvaret: Eine einzigartige Kalksteinlandschaft
Auf der Rückfahrt in Richtung Ölandbrücke solltest Du Dir Zeit für das Stora Alvaret nehmen. Diese ausgedehnte Kalksteinlandschaft prägt große Teile des südlichen Ölands und gehört zu den außergewöhnlichsten Naturräumen Schwedens. Statt dichter Wälder erwarten Dich offene Flächen, niedrige Vegetation, Trockenmauern und eine Landschaft, die stellenweise fast baumlos erscheint.
Der dünne Boden über dem Kalkstein schafft besondere Lebensbedingungen für Pflanzen und Tiere. Vor allem im Frühjahr und Frühsommer können die scheinbar kargen Flächen überraschend farbenreich sein. Gleichzeitig ist die Landschaft seit langer Zeit durch Landwirtschaft und Weidewirtschaft geprägt.
Das landwirtschaftlich genutzte Südöland gehört seit dem Jahr 2000 zum UNESCO-Welterbe. Dabei steht nicht nur die Natur im Mittelpunkt, sondern vor allem das Zusammenspiel aus menschlicher Nutzung, historischen Siedlungen und einer über Jahrhunderte geformten Kulturlandschaft.
Wenn Du die Landschaft nicht nur aus dem Wohnmobilfenster betrachten möchtest, bieten sich kurze Wanderungen in ausgewiesenen Naturgebieten an. Besonders reizvoll sind die weiten Ausblicke und die ungewöhnliche Stille, die diesen Teil der Insel von den belebteren Küstenorten unterscheidet.
Gettlinge und die historischen Gräberfelder
Auf dem Rückweg entlang der südwestlichen Inselseite kannst Du noch einen Stopp beim Gräberfeld von Gettlinge einlegen. Die vorgeschichtliche Anlage erstreckt sich über einen längeren Abschnitt der Landschaft und umfasst zahlreiche historische Gräber und Steinsetzungen.
Der Besuch lässt sich gut mit einem kurzen Spaziergang verbinden. Die alten Steinsetzungen und die weite Umgebung verdeutlichen, wie lange Öland bereits besiedelt ist. Gleichzeitig bietet sich hier noch einmal die Gelegenheit, die offene Landschaft Südölands in Ruhe auf Dich wirken zu lassen.
Anschließend führt Dich die Route über die westliche Inselseite zurück nach Färjestaden und über die Ölandbrücke auf das Festland.
Weitere Sehenswürdigkeiten auf Öland
Wenn Du mehr als fünf Tage Zeit hast, gibt es auf Öland noch zahlreiche weitere interessante Orte. Besonders sehenswert sind die historischen Windmühlen, die über die gesamte Insel verteilt stehen. Einige sind gut erhalten und bilden beliebte Fotomotive, andere stehen eher unscheinbar am Straßenrand oder mitten in der offenen Landschaft.
Auch das Freilichtmuseum Himmelsberga ist einen Abstecher wert, wenn Du Dich für die traditionelle Bauweise und das frühere Leben auf Öland interessierst. Die historischen Höfe und Gebäude geben einen Einblick in die ländliche Kultur der Insel.
Im Inselinneren findest Du außerdem weitere vorgeschichtliche Befestigungen wie Gråborg und Ismantorp. Diese Orte lassen sich besonders gut in eine längere Rundreise einbauen, wenn Du neben den Naturhighlights auch die Geschichte Ölands intensiver kennenlernen möchtest.
➡️ Mit dem Auto nach Schweden: Ob Du über Dänemark und die Brücken fährst oder eine Fähre nach Schweden nimmst – in unserem Anreise-Ratgeber stellen wir Dir die verschiedenen Möglichkeiten vor und helfen Dir bei der Routenplanung.
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Mit dem Wohnmobil auf Öland unterwegs
Öland ist ein schönes Reiseziel für eine Wohnmobilreise. Die Straßen sind überwiegend gut ausgebaut und die Entfernungen zwischen den Sehenswürdigkeiten vergleichsweise kurz. Auf kleineren Nebenstraßen kann es allerdings enger werden, insbesondere wenn Du zu abgelegenen Küstenabschnitten oder kleinen Häfen fährst.
Während der Sommerferien ist Öland ein beliebtes Urlaubsziel. Besonders rund um Borgholm, Böda und die bekannten Strände kann es dann deutlich voller werden. Für die Hauptreisezeit empfiehlt es sich deshalb, Campingplätze frühzeitig auszuwählen und gegebenenfalls zu reservieren.
Auf der Insel gibt es sowohl größere Campinganlagen als auch kleinere Stellplatzangebote. Welche Übernachtungsmöglichkeit am besten passt, hängt davon ab, ob Du möglichst nah an den Sehenswürdigkeiten bleiben möchtest oder lieber einen ruhigen Platz etwas abseits der touristischen Zentren suchst.
Wichtig ist außerdem, dass das schwedische Jedermannsrecht nicht bedeutet, dass Du mit dem Wohnmobil überall übernachten darfst. Insbesondere in Naturschutzgebieten, auf Privatgrundstücken und an entsprechend beschilderten Parkplätzen gelten Einschränkungen. Achte deshalb auf die örtlichen Regelungen und nutze ausgewiesene Übernachtungsmöglichkeiten.
➡️ Freistehen in Schweden: Darfst Du mit dem Wohnmobil einfach am Meer oder in der Natur übernachten? In unserem Ratgeber erklären wir, welche Regeln in Schweden gelten und worauf Du bei der Stellplatzsuche achten solltest.
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Wann ist die beste Reisezeit für Öland?
Die beste Reisezeit für einen Öland-Roadtrip hängt davon ab, was Du auf der Insel unternehmen möchtest. Im späten Frühjahr und Frühsommer zeigt sich die Landschaft besonders reizvoll. Viele Pflanzen blühen, die Tage sind lang und die Temperaturen eignen sich gut für Wanderungen und Besichtigungen.
Im Juli und August ist Öland ein beliebtes Sommerreiseziel. Dann herrschen häufig gute Bedingungen für Strandtage und Badeausflüge, gleichzeitig sind die bekannten Urlaubsorte und Campingplätze stärker besucht. Wenn Du gerne Restaurants, Cafés und touristische Angebote nutzt, profitierst Du in dieser Zeit von der umfangreicheren Infrastruktur.
Auch der frühe Herbst kann für eine Rundreise interessant sein. Die Insel wird ruhiger und gerade die Küstenlandschaften entfalten bei wechselndem Wetter ihren besonderen Charme. Allerdings können saisonale Sehenswürdigkeiten, Gastronomiebetriebe und Campingplätze bereits eingeschränkte Öffnungszeiten haben.
Für eine abwechslungsreiche Reise mit Naturerlebnissen, Wanderungen und möglichst wenig Trubel würden wir vor allem den Juni oder den frühen September in Betracht ziehen.
Wie viele Tage solltest Du für Öland einplanen?
Grundsätzlich kannst Du die wichtigsten Orte Ölands auch in drei Tagen besuchen. Dann bleibt allerdings wenig Zeit für längere Spaziergänge, Wanderungen oder entspannte Stunden am Meer. Gerade der Norden und Süden der Insel liegen weit genug auseinander, dass eine zu knapp geplante Rundreise schnell in viel Fahrerei ausartet.
Mit vier bis fünf Tagen kannst Du die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in einem angenehmen Tempo entdecken. Du hast genügend Zeit für Borgholm, die Kalksteinküste, die beiden Leuchttürme, den Trollskogen und die besonderen Landschaften Südölands.
Wenn Du Öland mit einem längeren Schweden-Roadtrip kombinierst, lässt sich die Insel hervorragend als eigenständiger Reiseabschnitt einbauen. Für einen reinen Badeurlaub oder eine besonders entspannte Wohnmobilreise lohnt sich dagegen auch ein Aufenthalt von einer Woche oder länger.
Fazit: Lohnt sich ein Roadtrip über Öland?
Öland ist weit mehr als eine schwedische Ferieninsel mit schönen Stränden. Gerade die landschaftlichen Gegensätze machen einen Roadtrip so abwechslungsreich: Im Norden erwarten Dich dichte Wälder, lange Sandstrände und der Leuchtturm Långe Erik, während die Westküste mit ihren Kalksteinformationen und kleinen Häfen begeistert. Im Süden prägen offene Weidelandschaften, historische Fundstätten und der imposante Leuchtturm Långe Jan das Bild.
Besonders schön ist, dass sich die verschiedenen Sehenswürdigkeiten ohne große Umwege miteinander verbinden lassen. Du kannst morgens an einer rauen Felsküste spazieren, mittags eine historische Burg erkunden und am Nachmittag durch eine nahezu baumlose Kalksteinlandschaft fahren.
Für uns gehört Öland deshalb zu den Inseln, die sich ideal in eine längere Schwedenreise mit dem Wohnmobil integrieren lassen. Wenn Du Natur, abwechslungsreiche Küsten und historische Sehenswürdigkeiten magst, solltest Du für Öland unbedingt einige Tage einplanen.
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