Måtind Wanderung: Auf den Gipfel über der Küste von Andøya

Der Måtind gehört zu den Bergen, bei denen die Höhe kaum etwas darüber aussagt, wie spektakulär die Aussicht vom Gipfel ist. Gerade einmal 408 Meter ragt der Berg auf der Insel Andøya in die Höhe. Doch direkt unterhalb des Gipfels fällt die Landschaft steil zum Atlantik ab und eröffnet einen fantastischen Blick über die zerklüftete Küste der Vesterålen.

Wir sind im Sommer 2026 auf den Måtind gewandert und haben dafür die vergleichsweise kurze Variante vom Parkplatz Baugtua zwischen Bleik und Stave gewählt. Von dort führt der Weg durch das Fjell bis zum Gipfel und anschließend auf derselben Strecke wieder zurück.

Måtind Wanderung auf einen Blick
RegionAndøya, Vesterålen
GipfelMåtind, 408 m
StartParkplatz Baugtua
StreckeCa. 7,6 km hin und zurück
GehzeitEtwa 3–4 Stunden plus Pausen
SchwierigkeitMittelschwer
Höchster PunktMåtind, 408 m
HighlightsHøyvika, Bleiksøya und Atlantikküste
TourtypHin- und Rückweg auf gleicher Strecke
Unsere TourSommer 2026

Ausgangspunkt der Måtind Wanderung

Unsere Wanderung beginnt am kleinen Parkplatz Baugtua an der Straße zwischen Bleik und Stave. Die Koordinaten unseres Ausgangspunkts sind:

69.235413, 15.947252

Der Parkplatz liegt direkt an der Straße und ist ein beliebter Ausgangspunkt für die Wanderung auf den Måtind. Von Bleik kommend erreichst Du ihn nach wenigen Kilometern in Richtung Stave.

Hier startet nicht nur der Weg auf den Måtind. Das Gebiet wird vom Küstenwanderweg zwischen Stave und Bleik durchzogen, sodass verschiedene Touren und Kombinationen möglich sind.

Wir haben uns für die einfache Variante entschieden: vom Parkplatz direkt auf den Måtind und auf demselben Weg wieder zurück.

Der Beginn der Wanderung führt durch ein lichtes Wäldchen.

Vom Parkplatz hinauf ins Fjell

Vom Parkplatz führt der Wanderweg zunächst durch niedrige Vegetation und ein kleines Birken-Waldstück. Schon bald beginnt der erste deutlichere Anstieg.

Gerade dieser erste Abschnitt verlangt etwas Kondition. Der Untergrund wird zunehmend steinig und der Weg gewinnt relativ schnell an Höhe. Technisch ist die Tour für geübte Wanderer aber gut machbar.

Nach dem ersten größeren Anstieg auf den Bergkamm verändert sich die Landschaft deutlich. Die Bäume bleiben zurück und vor uns öffnet sich die typische Landschaft der Vesterålen.

Nun wird auch deutlich, warum die Wanderung trotz der geringen Gipfelhöhe so reizvoll ist. Wir bewegen uns schon früh oberhalb großer Teile der umliegenden Landschaft und bekommen immer wieder neue Ausblicke auf Berge, Täler und Meer.

Schon bald wird es steil und steinig.

Über das Hochland Richtung Måtind

Nach dem steileren Anfang wird die Wanderung angenehmer. Der Weg führt über offenes, teilweise felsiges Fjell und steigt nicht mehr permanent steil an.

Die Route ist grundsätzlich gut zu erkennen. In steinigeren Bereichen helfen Markierungen und Steinmännchen bei der Orientierung. Bei Nebel oder sehr schlechter Sicht würden wir uns darauf allerdings nicht allein verlassen und zusätzlich eine Offline-Karte bzw. GPS-Navigation verwenden.

Unterwegs lohnt es sich ohnehin, immer wieder stehen zu bleiben. Mit jedem Abschnitt verändert sich der Blick auf die umliegende Küstenlandschaft.

Schließlich erreichen wir eine Wegkreuzung. Hier treffen verschiedene Varianten des Küstenwanderwegs zwischen Stave und Bleik zusammen. Für uns geht es weiter in Richtung Måtind.

Die Höhenmeter werden zu Beginn der Wanderung gemacht.
Danach geht es auf dem Kamm weiter.
Der Gipfel des Måtind ragt wie eine Schanze in den Atlantik.

Der letzte Abschnitt zum Gipfel

Je näher wir dem Måtind kommen, desto eindrucksvoller wird die Lage des Berges. Obwohl der Gipfel nur 408 Meter über dem Meer liegt, vermittelt die unmittelbare Nähe zum Atlantik ein völlig anderes Gefühl.

Unser Ziel liegt bei ungefähr:

69.242329, 15.866072

Die letzten Meter führen schließlich hinauf zum Gipfelbereich. Spätestens hier wird klar, warum der Måtind zu den bekanntesten Wanderzielen auf Andøya gehört.

Die Aussicht vom Gipfel ist gewaltig.

Aussicht vom Måtind

Oben angekommen öffnet sich ein beeindruckendes Panorama über die Westküste von Andøya.

Besonders markant ist der Blick hinunter in Richtung Høyvika. Der helle Strand liegt eingerahmt zwischen Bergen und Meer tief unterhalb des Gipfels. Weiter draußen im Atlantik ist Bleiksøya zu erkennen.

Auch entlang der Küste bieten sich immer wieder neue Perspektiven auf die Berge und Buchten der Vesterålen.

Vorsicht an den Abbruchkanten

So schön die Aussicht ist, am Gipfel ist etwas Vorsicht angebracht. Teile des Geländes fallen steil in Richtung Küste ab und es gibt dort keine Absperrungen.

Vor allem bei starkem Wind, Nässe oder schlechter Sicht solltest Du ausreichend Abstand von den Kanten halten. Das gilt natürlich besonders, wenn Du mit Kindern unterwegs bist.

Zu weit nach vorne sollte man sich nicht wagen.
Auf dem Gipfel ist man leider selten allein.

Rückweg vom Måtind zum Parkplatz

Wir nehmen für den Rückweg dieselbe Strecke wie beim Aufstieg.

Vom Gipfel geht es zunächst zurück zur Wegkreuzung und anschließend über das offene Fjell in Richtung Baugtua. Der letzte größere Abstieg entspricht dem steileren Abschnitt vom Beginn der Tour.

Gerade auf steinigem oder nassem Untergrund lohnt es sich hier, etwas langsamer zu gehen. Anschließend führt der Weg wieder durch die niedrigere Vegetation zurück zum Parkplatz.

Damit kommen wir insgesamt auf ungefähr 7,6 Kilometer für die Wanderung.

Auch der Rückweg hat noch tolle Ausblicke zu bieten.

Wie schwierig ist die Måtind Wanderung?

Wir würden die Wanderung als mittelschwere Tour einordnen.

Die reine Distanz von rund 7,6 Kilometern ist überschaubar und auch die Gipfelhöhe von 408 Metern klingt zunächst wenig spektakulär. Der erste Anstieg ist jedoch durchaus anstrengend und der teilweise steinige Untergrund verlangt etwas Trittsicherheit.

Danach wird das Gelände angenehmer. Trotzdem bleibt es eine Bergwanderung und kein Spazierweg.

Gute Wanderschuhe würden wir deshalb auch bei trockenem Wetter empfehlen. Nach Regen können feuchte Erde, Felsen und moorige Abschnitte zusätzlich rutschig werden.

Wetter auf dem Måtind

Bei einer Wanderung auf Andøya solltest Du das Wetter nicht nur nach der Temperatur beurteilen. Der Måtind liegt unmittelbar an der offenen Atlantikküste und ist entsprechend dem Wind ausgesetzt.

Auch im Sommer gehören deshalb eine winddichte Schicht und Regenschutz in unseren Rucksack. Bei schlechter Sicht verliert die Wanderung außerdem einen großen Teil ihres Reizes, denn gerade das Panorama über die Küste ist das eigentliche Highlight der Tour.

Wir würden daher lieber auf ein geeignetes Wetterfenster warten, anstatt den Måtind unbedingt an einem bestimmten Tag einzuplanen.

Bei schlechter Sicht würden wir die Wanderung nicht empfehlen - Die Aussicht macht ehrfürchtig.

Was gehört für die Wanderung in den Rucksack?

Für unsere Variante auf den Måtind brauchst Du keine besondere technische Ausrüstung. Normale Ausrüstung für eine Bergwanderung reicht aus.

Dazu gehören für uns vor allem feste Wanderschuhe, ausreichend Wasser (es gibt unterwegs keine Möglichkeit Wasser nachzufüllen), etwas Verpflegung sowie Regen- und Windschutz. Eine Offline-Karte oder eine andere Form der Navigation haben wir bei Wanderungen in Norwegen ebenfalls dabei.

Auch im Sommer kann sich das Wetter auf den Vesterålen schnell verändern. Eine zusätzliche wärmende Schicht nimmt im Rucksack kaum Platz weg und kann bei Wind auf dem Gipfel sehr angenehm sein.

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Måtind oder kompletter Küstenweg zwischen Stave und Bleik?

Unsere Wanderung ist nur eine Möglichkeit, den Måtind zu erreichen.

Der Berg liegt am Küstenwanderweg zwischen Stave und Bleik. Dieser führt auf rund neun Kilometern durch eine abwechslungsreiche Landschaft mit Stränden, felsiger Küste, Mooren und Bergen. Für die komplette Strecke einschließlich Abstecher zum Måtind solltest Du deutlich mehr Zeit einplanen und außerdem berücksichtigen, dass Start- und Zielpunkt nicht identisch sind.

Wenn Du hauptsächlich auf den Måtind möchtest, ist der Einstieg bei Baugtua wesentlich unkomplizierter. Du erreichst den Gipfel auf direkterem Weg und kommst anschließend wieder zu Deinem Fahrzeug zurück.

Genau deshalb haben wir uns für diese Variante entschieden.

Unser Fazit zur Måtind Wanderung

Der Måtind zeigt eindrucksvoll, dass ein Berg nicht besonders hoch sein muss, um eine spektakuläre Wanderung zu bieten.

Die Tour ist mit rund 7,6 Kilometern gut überschaubar, bietet aber trotzdem alles, was wir an Wanderungen in Nordnorwegen mögen: offenes Fjell, felsiges Gelände, Meer, weiße Strände und eine großartige Aussicht vom Gipfel.

Besonders der Blick auf Høyvika, Bleiksøya und die zerklüftete Westküste von Andøya macht die Wanderung für uns zu einem der besonderen Naturerlebnisse auf den Vesterålen.

Wer auf Andøya unterwegs ist und eine Tour sucht, die sich gut an einem halben Tag unterbringen lässt, sollte den Måtind deshalb auf jeden Fall im Hinterkopf behalten.

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Matthias

Nordlandverrückt und gerne draußen unterwegs. Hat Spaß am Fotografieren, Wandern, Packrafting und Mountainbiking. Ab 2026 Vollzeit im Reisemobil unterwegs auf der Suche nach mehr Freiheit und mehr Norden.

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