Mit der Zeit sammelt sich im Wohnmobil einiges an Ausrüstung an. Vieles davon gehört für uns inzwischen ganz selbstverständlich zum Fahrzeug und bleibt dauerhaft an Bord. Dazu zählen nicht die großen Dinge wie Campingmöbel oder unsere Küchenausstattung, sondern vor allem praktische Helfer, die wir unterwegs immer wieder brauchen.
Ein Teil davon kommt das ganze Jahr über zum Einsatz, anderes benötigen wir vor allem auf unseren Reisen durch Skandinavien und im Winter. Wir zeigen Dir hier unsere Wohnmobil-Grundausstattung und ergänzen die Liste um unsere Erfahrungen aus dem Reisealltag.
Eiskratzer, Schneebesen und Schaufel: Schnee schnell vom Wohnmobil entfernen
Ein Eiskratzer, Schneebesen und Schneeschaufel gehören für uns auf Herbst-/Winterreisen durch Skandinavien unbedingt ins Wohnmobil.
Durch die Höhe und die großen Flächen eines Campers ist ein kleiner Schneebesen aus dem Pkw nicht unbedingt die praktischste Lösung.
Unser Produkt:
Wir haben mit den Produkten von Fiskars gute Erfahrungen gemacht. Relativ preiswert und doch stabil.
Auffahrkeile für einen geraden Stand
Nicht jeder Stellplatz ist eben. Auffahrkeile gehören deshalb für uns zur Grundausstattung und helfen dabei, das Wohnmobil auch auf unebenem Untergrund vernünftig auszurichten.
Je nach Untergrund und Jahreszeit kann außerdem entscheidend sein, wie stabil die Keile sind und wie viel Grip sie bieten.
Unser Produkt:
Wir nutzen schon lange die relativ kompakten TRED Ausgleichskeile und sind damit sehr zufrieden.
Unsere Erfahrung:
Keile nutzen wir gelegentlich. Da wir ungern schief schlafen, ist das für uns ein Teil des Komforts, den wir immer dabei haben, auch wenn wir sie nicht oft nutzen. Größe und Gewicht sind hier leider immer ein Thema.
CEE-Kabel für die Stromversorgung auf dem Stellplatz
Auch wenn wir unterwegs nicht immer auf Landstrom angewiesen sind, gehört ein CEE-Kabel für uns zur Grundausstattung im Wohnmobil. Auf Camping- und Stellplätzen können wir damit das Fahrzeug an die vorhandene Stromversorgung anschließen und die Bordbatterien laden beziehungsweise unsere 230-Volt-Verbraucher über Landstrom nutzen.
Wichtig ist dabei nicht nur eine ausreichende Kabellänge. Das Kabel muss für den Einsatz im Freien geeignet sein und zu den üblichen CEE-Anschlüssen auf Camping- und Stellplätzen passen. Gerade auf größeren Plätzen kann der Stromanschluss außerdem einige Meter vom Fahrzeug entfernt liegen.
Unser CEE-Kabel:
Wir nutzen schon einige Jahre das sehr stabile 25m-Kabel „Kalle das Kabel“. Davon sind wir überzeugt. Selbst nach der langen Zeit und vielen Fahrzeugen, die über das Kabel gefahren sind, zeigt es keine Verschleißerscheinungen. Den höheren Preis ist das Produkt unserer Meinung nach wert.
Unsere Erfahrung:
Auf eine schwere Kabeltrommel verzichten wir. Eine Aufbewahrungstasche ist für uns flexibler und leichter.
Adapter für unterschiedliche Stromanschlüsse
Nicht überall treffen wir auf den gleichen Stromanschluss. Deshalb haben wir zusätzlich passende Adapter dabei, um auch bei abweichenden Anschlüssen flexibel zu bleiben.
Gerade auf längeren Reisen durch verschiedene Länder ist es praktisch, nicht erst vor Ort nach einer passenden Lösung suchen zu müssen.
Unsere Adapter:
Wir führen die klassischen Adapter „Schuko auf CEE“ immer mit uns und brauchen sie regelmäßig.
Unsere Erfahrung:
Gerade in Skandinavien trifft man noch häufig auf Schuko-Steckdosen am Stellplatz. Daher ist dieser Adapter ein „Must-Have“.
Sandboards als Helfer für weichen Untergrund
Auf Gras, Sand, Schnee oder aufgeweichtem Untergrund können Sandboards hilfreich sein. Hier gibt es sehr viele verschiedene Lösungen, die vom Fahrzeuggewicht und dem Einsatzzweck (Sand, Schnee…) abhängen.
Unsere Ausrüstung:
Wir nutzen persönlich die GFK-Sandboards von Sandbleche.de. Sie haben uns schon öfters „aus der Patsche“ geholfen.
Unsere Erfahrung:
Der Umgang mit GFK-Sandboards geht meist nicht ohne Verletzungen an den Händen ab. Daher immer Handschuhe tragen. Für viele Fahrzeuge sind die Sandboards von Campnetic sicher eine gute Alternative mit einer angegebenen Tragkraft bis 10 Tonnen.
Reifenluftdruck unterwegs kontrollieren
Der richtige Reifenluftdruck ist gerade bei einem schweren Wohnmobil wichtig. Deshalb möchten wir ihn auch unterwegs kontrollieren können und uns nicht ausschließlich darauf verlassen, irgendwann eine passende Tankstelle zu finden.
Unsere Ausrüstung:
Wir nutzen ein Reifendruck-Messgerät, das ohne Batterien funktioniert, die immer dann leer sind, wenn man sie braucht. Durch unseren fest eingebauten Kompressor im Fahrzeug sind wir aber auch in einer komfortablen Situation.
Unsere Erfahrung:
Wer sich festgefahren hat, und den Luftdruck reduzieren muss, der ist froh, ein Reifendruck-Messgerät mit Ablassfunktion dabei zu haben.
Starthilfe für den Fall der Fälle
Eine leere Starterbatterie ist unterwegs besonders ärgerlich. Eine kompakte Starthilfe kann deshalb eine sinnvolle Ergänzung der Fahrzeugausrüstung sein – insbesondere auf Reisen, bei denen wir häufiger weit entfernt von größeren Orten unterwegs sind.
Unser Produkt:
Wir nutzen seit 2017 den NOCO Boost GB40 und er funktioniert nach fast 10 Jahren immer noch! Zum Aufladen der Batterie haben wir den NOCO Genius 5 dabei, der sich auch schon mehrfach als sehr hilfreich erwiesen hat.
Unsere Erfahrung:
Das Gerät hat unseren 3.0-Liter Dieselmotor schon mehrfach gut gestartet.
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Eine schwache Starterbatterie kommt meistens ungelegen. Gerade wenn ein Fahrzeug längere Zeit steht oder überwiegend auf kurzen Strecken bewegt wird,...

Eine leere Starterbatterie ist unterwegs ärgerlich – irgendwo abseits größerer Orte in Skandinavien erst recht. Deshalb gehört ein Starthilfe-Booster schon...
Abschleppen und Bergen
Auch wenn wir diese Ausrüstung möglichst nie benötigen möchten, können geeignete Hilfsmittel für eine Panne oder eine festgefahrene Situation sinnvoll sein.
Gerade hier achten wir allerdings darauf, nur Dinge mitzunehmen, deren Einsatz für unser Fahrzeug sinnvoll ist und mit denen wir auch umgehen können.
Unsere Ausrüstung:
Da wir mit 7,2 Tonnen nicht mehr ganz leicht sind, nutzen wir hier stabilere Produkte mit höherer Bruchlast von ARB. Im Fahrzeug haben wir immer mehrere Kinetikseile, Nicht-Kinetikseile und Softschäkel.
Unsere Erfahrung:
Die Bergeausrüstung (Bruchlast) muss zum Fahrzeug passen. Prinzipiell bevorzugen wir Kinetikseile wegen der schonenderen Belastung aufs Fahrzeug. Dazu passend verwenden wir nur Softschäkel wegen dem viel geringeren Verletzungsrisiko bei Seilbruch. Wir haben schon mehrfach andere Fahrzeuge „aus dem Schlamm“ gezogen und sind von Kinetikseilen überzeugt.
Warnwesten, Warndreieck und Sicherheitsausrüstung
Einige Dinge gehören nicht nur aus praktischen Gründen ins Fahrzeug. Zur Grundausstattung zählen für uns auch Warnwesten, Warndreieck und weitere Sicherheitsausrüstung für Pannen und Notfälle.
Da sich die gesetzlichen Anforderungen je nach Reiseland unterscheiden können, prüfen wir vor einer Reise zusätzlich, welche Ausrüstung vorgeschrieben ist.
Unsere Ausrüstung:
Haben wir immer dabei. Wann hast Du zuletzt aufs Verfallsdatum Deines Erste-Hilfe-Sets geschaut?
Leiter für Arbeiten am Wohnmobil
Bei einem hohen Wohnmobil gibt es immer wieder Stellen, die vom Boden kaum erreichbar sind. Eine kompakte Leiter kann deshalb beim Reinigen, Beladen oder bei kleineren Arbeiten am Fahrzeug sehr praktisch sein.
Wir verwenden dafür eine Teleskopleiter, die sich trotz ihrer Arbeitshöhe vergleichsweise kompakt im Wohnmobil verstauen lässt.
Unsere Ausrüstung:
Wir nutzen schon seit Jahren die extrem stabile Teleskopleiter von Leitertec.
Mehr über unsere Erfahrungen mit dieser Leiter für Camping, Haus und Garten findest Du in unserem ausführlichen Leitertec Teleskopleiter Test:
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Leitertec Teleskopleiter für Camper im Test + 10 % Rabattcode Eine gute Teleskopleiter ist für Camper fast unverzichtbar – egal...
Kleine Helfer, die wir immer im Wohnmobil haben
Neben der größeren Grundausstattung gibt es einige Kleinigkeiten, die kaum Platz benötigen, unterwegs aber immer wieder praktisch sind.
Bei uns an Bord:
Sicherheitshandschuhe, Stirnlampe und Handfeger sind praktische kleine Helfer, die wir immer dabei haben.
Was wir bewusst nicht zu dieser Grundausstattung zählen
Einige Ausrüstungsbereiche sind inzwischen so umfangreich, dass wir sie separat behandeln. Dazu gehören beispielsweise unsere Campingmöbel, die Wasserversorgung und später auch Werkzeug, Stromversorgung und Küchenausstattung.
So bleibt unsere Grundausstattung überschaubar und wird nicht zu einer endlosen Liste mit Dingen, die angeblich jeder Camper unbedingt besitzen muss.
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Gute Campingmöbel gehören für uns zu den Dingen, bei denen sich Qualität auf längeren Reisen schnell bemerkbar macht. Schließlich stehen...

Eine funktionierende Wasserversorgung gehört für uns zu den grundlegendsten Dingen im Camper. Gerade wenn wir länger unterwegs sind und nicht...
Unsere Wohnmobil-Grundausstattung im Winter
Auf unseren Winterreisen durch Skandinavien verändert sich die Ausrüstung deutlich. Schneebesen, Eiskratzer und Schneeschaufel gehören dann für uns selbstverständlich an Bord.
Je nach Reiseziel und Bedingungen kommt weitere Winterausrüstung hinzu. Was wir für Reisen bei Schnee und tiefen Temperaturen benötigen und worauf wir beim Wintercamping achten, behandeln wir deshalb ausführlicher in unseren Beiträgen zum Wintercamping in Skandinavien.
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Wintercamping in Skandinavien klingt zunächst nach tief verschneiten Campingplätzen, Polarlichtern und einem warmen Wohnmobil mitten in einer weißen Landschaft. Tatsächlich...
Unser Fazit zur Wohnmobil-Grundausstattung
Bei der Grundausstattung geht es für uns nicht darum, möglichst viele vermeintlich unverzichtbare Camping-Gadgets mitzunehmen. Entscheidend ist, was wir unterwegs tatsächlich brauchen und was uns in bestimmten Situationen weiterhilft.
Einige Dinge bleiben deshalb das ganze Jahr im Fahrzeug, während andere erst vor einer Winterreise dazukommen. Mit jeder Reise zeigt sich ein bisschen besser, welche Ausrüstung wirklich sinnvoll ist – und was zu Hause bleiben kann.
Für uns gilt immer: Haben ist im Zweifelsfall besser als brauchen – und in Skandinavien kann der nächste BILTEMA weit weg sein!
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