Stauraum kann man im Wohnmobil eigentlich nie genug haben. Trotzdem geht es für uns nicht darum, jeden freien Winkel mit Ausrüstung vollzupacken. Viel wichtiger ist, dass die Dinge, die wir unterwegs tatsächlich benötigen, einen festen Platz haben und auch nach mehreren Wochen auf Reisen noch schnell zu finden sind.
Besonders in der Heckgarage kommt einiges zusammen: Werkzeug, Wasserausrüstung, Campingzubehör und je nach Jahreszeit zusätzliche Ausrüstung für unsere Reisen durch Skandinavien. Mit der Zeit haben wir deshalb ein System aus Transportboxen und festen Aufbewahrungsplätzen entwickelt.
Dabei spielt nicht nur Ordnung eine Rolle. Die Ausrüstung muss während der Fahrt auch so verstaut sein, dass sie nicht unkontrolliert durch die Heckgarage oder andere Staufächer rutschen kann.
In diesem Beitrag zeigen wir Dir, wie wir unseren Stauraum im Wohnmobil organisieren, welche Transportboxen wir verwenden und wie wir unsere Ausrüstung unterwegs sichern.
Transportboxen für die Heckgarage
Transportboxen sind für uns die einfachste Möglichkeit, Ordnung in der Heckgarage zu halten. Statt viele einzelne Gegenstände lose zu verstauen, können wir zusammengehörige Ausrüstung gemeinsam unterbringen.
Das hat noch einen weiteren Vorteil: Benötigen wir beispielsweise unsere Kanuausrüstung, können wir die entsprechende Box herausnehmen und haben direkt alles zusammen.
Bei der Auswahl achten wir vor allem darauf, dass die Boxen stabil, gut stapelbar und in ihren Abmessungen auf unseren vorhandenen Stauraum abgestimmt sind.
Unsere Transportboxen:
Wir nutzen hauptsächlich transparente Euroboxen, da hier auch von der Seite der Inhalt gesehen werden kann. Aber auch die Boxen von Gregory haben sich bei uns bewährt: stabil, durchsichtiger Deckel und aufklappbar von beiden Seiten. Die Aluboxen haben wir für unsere „Medical Rescue Box“ und für unser Bergematerial in Gebrauch.
Unsere Erfahrung:
Bewährt haben sich bei uns vor allem die Größen 60*40*32cm, 60*40*22cm sowie 40*30*22cm.
Transparente oder geschlossene Transportboxen?
Bei transparenten Boxen lässt sich von außen schnell erkennen, was sich darin befindet. Geschlossene Boxen wirken dagegen häufig robuster und schützen den Inhalt vollständig vor Blicken und Licht.
Welche Variante sinnvoller ist, hängt deshalb stark vom Einsatzzweck ab.
Unsere Lösung:
Wir nutzen gerne auch die verschließbaren Transportboxen von Auer. Hier lagern wir zB Brennholz, wo die Möglichkeit besteht, das sich noch Insekten darin befinden könnten.
Unsere Erfahrung:
Ein guter Mix aus transparenten und schwarzen Transportboxen funktioniert für uns gut.
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Beim Overlanding in entlegenen Regionen kann medizinische Hilfe weit entfernt sein. Deshalb gehört für uns neben dem klassischen Erste-Hilfe-Set eine...
Wäschekorb: Schmutzwäsche platzsparend verstauen
Auch für Schmutzwäsche braucht es im Wohnmobil einen festen Platz. Gerade auf längeren Reisen kommt schnell einiges zusammen, gleichzeitig möchten wir dafür möglichst wenig wertvollen Stauraum opfern.
ür uns ist wichtig, dass sich die Wäsche darin unkompliziert sammeln lässt und der Korb im Wohnmobil einen festen Platz hat. Praktisch ist außerdem eine Lösung, die sich bei Nichtgebrauch klein zusammenfalten oder anderweitig platzsparend verstauen lässt.
Unser Wäschekorb:
Wir verwenden den Gregory Alpaca Gear Basket
Unsere Erfahrung:
Er läßt sich sehr klein zusammenlegen bei Nichtgebrauch. Zudem ist er leicht und faßt sehr viel Wäsche.
Boxen beschriften und Inhalt schneller finden
Wenn mehrere ähnliche Transportboxen nebeneinander stehen, hilft eine eindeutige Kennzeichnung. So müssen wir nicht erst verschiedene Boxen öffnen, bis wir das gesuchte Zubehör gefunden haben.
Unsere Erfahrung:
Wir nutzen einen kleinen Etikettendrucker, mit dem wir auch unterwegs jederzeit Beschriftungen produzieren können. Wiegt fast nichts und ist ehr praktisch! Lediglich direkte längere Sonneneinstrahlung verfärbt das Etikett mit der Zeit.
Werkzeug ordentlich verstauen
Werkzeug gehört bei uns zu den Dingen, die unterwegs schnell erreichbar sein sollen. Gleichzeitig möchten wir nicht, dass einzelne Werkzeuge lose in der Heckgarage herumliegen.
Deshalb bewahren wir unser Werkzeug in der Tool-Roll von Nakatanenga auf und haben dafür einen festen Platz vorgesehen.
ℹ️ Welche Werkzeuge wir auf unseren Reisen tatsächlich dabeihaben, zeigen wir Dir ausführlich in diesem Beitrag:
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Ein gut ausgestatteter Werkzeugkoffer gehört für uns auf längeren Reisen zur Grundausstattung im Wohnmobil. Dabei geht es nicht darum, eine...
Wasserschlauch und Zubehör verstauen
Auch unsere Ausrüstung für die Wasserversorgung möchten wir getrennt von anderer Ausrüstung aufbewahren. Gerade beim Frischwasserschlauch achten wir darauf, dass er sauber verstaut wird.
Wir nutzen hierzu einen wasserdichten Seesack, den wir auch mal auf dreckigen Boden stellen können, ohne dass der Inhalt leidet. Und nach Benutzung kann der nasse Schlauch verstaut werden, ohne das die Heckgarage feucht wird.
ℹ️ Welche Ausrüstung wir zum Befüllen und zur Pflege unseres Wassersystems verwenden, findest Du in unserem Beitrag [Wasserversorgung im Camper: Unsere Ausrüstung für unterwegs].
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Eine funktionierende Wasserversorgung gehört für uns zu den grundlegendsten Dingen im Camper. Gerade wenn wir länger unterwegs sind und nicht...
Große und sperrige Ausrüstung in der Heckgarage
Nicht alles lässt sich sinnvoll in einer Transportbox verstauen. Campingmöbel, Schneeschaufel und andere größere Gegenstände benötigen eigene Plätze. Auch für Lebensmittel die kurzfristig gekühlt werden müssen, gibt es sehr gute Lösungen.
Bei uns betrifft das beispielsweise:
Campingstühle, Tische, Schneeschaufel, Leiter etc.
ℹ️ Unsere Stühle, Tische und Fußauflagen stellen wir Dir separat bei unseren Campingmöbeln fürs Wohnmobil vor.
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Gute Campingmöbel gehören für uns zu den Dingen, bei denen sich Qualität auf längeren Reisen schnell bemerkbar macht. Schließlich stehen...
Ladungssicherung in der Heckgarage
Ordnung allein reicht während der Fahrt nicht aus. Boxen und andere Ausrüstungsgegenstände sollten nicht ungesichert durch die Heckgarage rutschen können.
Deshalb sichern wir unsere Ausrüstung so, dass sie während der Fahrt möglichst an ihrem vorgesehenen Platz bleibt. Welche Lösung sinnvoll ist, hängt dabei von der Heckgarage, den vorhandenen Befestigungspunkten und der transportierten Ausrüstung ab.
Unsere Lösung:
Wir haben Airlineschienen in der Heckgarage und nutzen Zurrschienen, Ösen, Gurte und Spanngummis.
Unsere Erfahrung:
Gerade Spanngurte in verschiedenen Längen und Breiten sind an Airlineschienen eine von uns oft genutzte Ladungssicherung.
Kleinteile ordentlich aufbewahren
Schrauben, Sicherungen, Adapter, Steckverbinder und andere Kleinteile verschwinden in einer großen Transportbox besonders schnell. Auch eine Kabeltasche für diverse elektronische Kleinteile ist sehr sinnvoll.
Für solche Dinge verwenden wir deshalb kleine Beutel und Mesh-Boxen.
Unsere Tipps für mehr Ordnung im Wohnmobil
Aus unseren Erfahrungen haben sich einige einfache Grundsätze ergeben:
Zusammengehörige Dinge gemeinsam verstauen:
So befindet sich beispielsweise das Zubehör für einen bestimmten Einsatzzweck möglichst in derselben Box.
Häufig benötigte Ausrüstung erreichbar halten:
Was wir regelmäßig brauchen, sollte nicht hinter fünf anderen Boxen stehen.
Nicht jede Lücke ausnutzen:
Etwas freier Platz erleichtert das Ein- und Ausladen und verhindert ständiges Umräumen.
Boxengrößen bewusst auswählen:
Eine riesige Box ist nicht automatisch praktischer. Voll beladen kann sie schnell zu schwer werden.
Ausrüstung sichern:
Auch eine perfekt sortierte Box sollte während der Fahrt nicht unkontrolliert verrutschen können.
Unser Fazit zu Stauraum und Transportboxen im Wohnmobil
Ein gutes Ordnungssystem im Wohnmobil entsteht für uns nicht dadurch, möglichst viele Aufbewahrungsprodukte zu kaufen. Entscheidend ist vielmehr, dass unsere Ausrüstung einen sinnvollen Platz hat, schnell erreichbar ist und während der Fahrt sicher verstaut werden kann.
Transportboxen helfen uns dabei enorm. Mit unterschiedlichen Größen können wir zusammengehörige Ausrüstung gemeinsam aufbewahren und den vorhandenen Stauraum besser nutzen.
Wie gut eine Lösung wirklich funktioniert, zeigt sich aber erst unterwegs. Deshalb hat sich auch unser System mit jeder Reise weiterentwickelt – und wahrscheinlich wird sich daran auch in Zukunft noch das eine oder andere ändern.
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