Ein gut ausgestatteter Werkzeugkoffer gehört für uns auf längeren Reisen zur Grundausstattung im Wohnmobil. Dabei geht es nicht darum, eine komplette Werkstatt mitzunehmen. Für kleinere Reparaturen, lockere Schrauben oder eine schnelle improvisierte Lösung möchten wir unterwegs aber nicht jedes Mal nach einer Werkstatt oder einem Baumarkt suchen müssen.
Gerade auf unseren Reisen durch Skandinavien sind wir häufig weit abseits größerer Orte unterwegs. Deshalb haben wir mit der Zeit eine Werkzeugausstattung zusammengestellt, mit der wir viele kleinere Probleme selbst lösen können.
Welche Werkzeuge wir tatsächlich dabeihaben und was sich davon unterwegs bewährt hat, zeigen wir Dir in diesem Beitrag.
Unser Werkzeugkoffer im Wohnmobil
Den größten Teil unseres Werkzeugs bewahren wir gemeinsam in der Tool-Roll von Nakatanenga auf. So haben wir die wichtigsten Werkzeuge an einem Ort und müssen bei einer Reparatur nicht verschiedene Staufächer durchsuchen. Das Produkt ist robust und gut verarbeitet.
Bei der Zusammenstellung des Equipments war uns wichtig, einen vernünftigen Kompromiss aus Auswahl, Qualität, Gewicht und Platzbedarf zu finden. Ein Wohnmobil bietet zwar mehr Stauraum als ein Pkw, unnötig viel schweres Werkzeug möchten wir trotzdem nicht durch Skandinavien fahren.
Schraubendreher und Bits
Schrauben begegnen einem im Wohnmobil praktisch überall. Möbel, Verkleidungen, technische Einbauten und Zubehör sind mit ganz unterschiedlichen Schrauben befestigt.
Statt zahlreiche einzelne Schraubendreher mitzunehmen, kann deshalb ein kompakter Satz mit verschiedenen Bits sinnvoll sein.
Unsere Ausrüstung:
Wir sind mit der Qualität von Wera sehr zufrieden und führen schon lange ein umfangreiches Werkzeug-Set mit uns.
Unsere Erfahrung:
Die kompakten Schraubendreher von Wera mit mehreren Bits im Griff sind sehr gut zu bedienen.
Winkelschlüsselsatz
Damit lassen sich viele Arbeiten erledigen, bei denen Schraubendreher und Zange nicht weiterhelfen.
Unsere Ausrüstung:
Das Set von Wera beinhaltet alle gängigen Größen und ist leicht zu verstauen
Unsere Erfahrung:
Man braucht das Set häufiger als man denkt im Wohnmobil.
Zangen für Reparaturen unterwegs
Ein paar unterschiedliche Zangen gehören für uns ebenfalls ins Wohnmobil. Welche davon sinnvoll sind, hängt natürlich davon ab, welche Arbeiten man selbst erledigen möchte.
Unsere Ausrüstung:
Die Knipex-Zangen sind sehr stabil. Wir haben sie schon häufiger für verschiedene Reparaturen am Wohnmobil gebraucht.
Unsere Erfahrung:
Gerade der Mini-Zangenschlüssel ist sehr praktisch und hat uns an verschiedenen Stellen im Camper schon gute Dienste geleistet.
Schraubenschlüssel und verstellbare Schlüssel
Nicht jede Verschraubung lässt sich sinnvoll mit einer Ratsche erreichen. Deshalb haben wir zusätzlich ein Set Ringratschenschlüssel dabei.
Unsere Ausrüstung:
Bisher ist noch kein Ratschenschlüssel kaputt gegangen. Uns hat die Qualität von Wera überzeugt.
Unsere Erfahrung:
Durch die Ratschenfunktion braucht man nicht viel Raum zum Arbeiten. Sehr praktisch!
Multitool: Viele Werkzeuge auf kleinem Raum
Ein Multitool ist kein Ersatz für einen gut ausgestatteten Werkzeugkoffer. Für eine schnelle Kleinigkeit ist es unterwegs aber ausgesprochen praktisch.
Das meiste ist sofort griffbereit, ohne dass wir dafür erst den Werkzeugkoffer hervorholen müssen.
Unser Multitool:
Wera Tool-Check Combi 1
Unsere Erfahrung:
Das Werkzeug bewahren wir griffbereit im Camper auf und können so kleine Reparaturen schnell erledigen.
Werkzeug für Elektrik und Fehlersuche
Wenn unterwegs ein elektrisches Problem auftritt, ist die Ursache nicht immer sofort offensichtlich. Schon einfache Hilfsmittel können dabei helfen, einen Fehler einzugrenzen.
Bei uns gehören deshalb Multimeter, Spannungsprüfer und Crimpzange zur Ausstattung.
Unsere Ausrüstung:
Auch hier arbeiten wir lieber mit Qualitätsprodukten für den privaten Bereich.
Unsere Erfahrung:
Arbeiten an elektrischen Anlagen setzen allerdings entsprechendes Fachwissen voraus. Gerade an der 230-Volt-Anlage des Wohnmobils sollte man nicht einfach ausprobieren, wenn die notwendigen Kenntnisse fehlen.
Akkuschrauber – sinnvoll oder unnötiger Ballast?
Ein Akkuschrauber nimmt deutlich mehr Platz ein als ein einfacher Schraubendreher. Trotzdem kann er sinnvoll sein, wenn unterwegs häufiger kleinere Reparaturen oder Arbeiten am Fahrzeug anfallen.
Unsere Ausrüstung:
Wir nutzen hier das Produktuniversum von Einhell mit den wasserdichten Akkus, die für verschiedene Geräte verwendet werden können.
Unsere Erfahrung:
Besonders praktisch finden wir die Kombination aus Schlagschrauber und Bohrschrauben. So lassen sich die Muttern unserer LKW-Reifen lösen und die Profi-Wurmis im Boden versenken.
Drehmomentschlüssel und Werkzeug für die Räder
Wer Arbeiten an Rädern selbst durchführen möchte, benötigt dafür geeignetes Werkzeug. Dazu können beispielsweise ein ausreichend dimensionierter Radschlüssel und ein Drehmomentschlüssel gehören.
Unsere Ausrüstung:
Wir führen einen ausreichend dimensionierten Drehmomentschlüssel mit uns. Bei unserem LKW brauchen wir dazu mehr als 300Nm Drehmoment, was mit einem nicht zu verachtenden Gewicht verbunden ist.
Unsere Erfahrung:
Bei sicherheitsrelevanten Arbeiten am Fahrzeug verlassen wir uns nicht auf Improvisation. Werkzeug mitzunehmen bedeutet für uns nicht automatisch, jede Reparatur selbst durchführen zu wollen.
Kabelbinder: Kleine Helfer für erstaunlich viele Probleme
Kabelbinder gehören für uns zu den unscheinbarsten, aber praktischsten Dingen im Werkzeugvorrat. Damit lässt sich unterwegs schnell etwas befestigen, fixieren oder zumindest provisorisch sichern.
Wir haben deshalb unterschiedliche Größen dabei. Sie benötigen kaum Platz und können bei einer improvisierten Reparatur ausgesprochen hilfreich sein.
Unsere Ausstattung:
UV-beständige Kabelbinder in verschiedenen Größen. Schlauchklemmen können bei Reparaturen auch ein wichtiger Helfer sein.
Unsere Erfahrung:
Bei einem Schlauchriss in unserer Diesel-Zusatzheizung konnte eine passende Schlauchklemme das Schlimmste verhindern.
Gewebeklebeband für provisorische Reparaturen
Auch ein gutes Gewebeklebeband und selbstverschweißendes Reparaturband kann unterwegs erstaunlich hilfreich sein. Natürlich ersetzt Klebeband keine fachgerechte Reparatur. Wenn zunächst etwas befestigt, abgedichtet oder bis zur nächsten Reparaturstelle gesichert werden muss, kann es aber eine schnelle Zwischenlösung sein.
Unser Produkt:
Mit den Produkten von Tesa haben wir in den letzten Jahren gute Erfahrungen gemacht.
Ersatzteile und Verbrauchsmaterial
Werkzeug allein hilft wenig, wenn für eine kleine Reparatur das entscheidende Ersatzteil fehlt. Deshalb haben wir zusätzlich einige Kleinteile und Verbrauchsmaterialien dabei.
Welche davon sinnvoll sind, hängt stark vom eigenen Wohnmobil und der verbauten Technik ab.
Bei uns dabei:
Sicherungen, Unterlegscheiben, Schlauchschellen, Steckverbinder, Dichtungen
Mit der Zeit hat sich bei uns vor allem das angesammelt, was zu unserem Fahrzeug und unserer technischen Ausstattung passt. Eine riesige Sammlung universeller Ersatzteile mitzunehmen, nur weil man sie irgendwann vielleicht gebrauchen könnte, halten wir dagegen nicht für sinnvoll.
Werkzeug und unsere übrige Camper-Ausstattung
Unser Werkzeug ist nur ein Teil der Ausrüstung, die dauerhaft im Wohnmobil mitfährt. Einige Dinge, die man ebenfalls für Arbeiten rund ums Fahrzeug benötigt, haben wir bewusst nicht in diesen Beitrag aufgenommen.
Arbeitshandschuhe, Stirnlampe, CEE-Kabel und weitere Dinge findest Du beispielsweise in unserem Beitrag zur Wohnmobil Grundausstattung: Was wir immer dabeihaben.
Unsere Campingmöbel fürs Wohnmobil und die Produkte zur Wasserversorgung im Camper stellen wir ebenfalls in eigenen Beiträgen ausführlicher vor.
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Unser Fazit zum Werkzeug im Wohnmobil
Unser Werkzeug fürs Wohnmobil ist über die Jahre gewachsen. Entscheidend ist für uns dabei nicht die größtmögliche Auswahl, sondern dass wir für typische kleinere Reparaturen und Probleme unterwegs das passende Werkzeug griffbereit haben.
Gerade auf längeren Reisen durch Skandinavien gibt uns das die Möglichkeit, viele Kleinigkeiten selbst zu erledigen, ohne dafür sofort eine Werkstatt suchen zu müssen.
Trotzdem muss nicht jede denkbare Reparatur unterwegs selbst durchgeführt werden. Bei sicherheitsrelevanten Arbeiten oder Problemen, für die uns das notwendige Wissen fehlt, gehört das Wohnmobil für uns weiterhin in fachkundige Hände.
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