Skuleskogen Wanderung: Von Entré Nord zum Tärnättvattnet

Der Skuleskogen Nationalpark bietet so viele unterschiedliche Wandermöglichkeiten, dass sich ein einziger Besuch kaum lohnt. Nachdem wir den Nationalpark bereits von verschiedenen Seiten kennengelernt haben, starten wir dieses Mal am Entré Nord. Unsere Rundwanderung verbindet dabei gleich zwei völlig unterschiedliche Landschaften: zunächst die Küste mit den Tärnättholmarna und anschließend den kleinen Waldsee Tärnättvattnet im Inneren des Nationalparks.

Dazwischen wartet allerdings ein ziemlich anspruchsvoller Aufstieg. Gerade dieser Wechsel macht die Wanderung für uns besonders reizvoll. Erst laufen wir relativ entspannt durch den Wald und an der Küste entlang, später geht es steil hinauf durch felsiges Gelände und schließlich wieder durch die Wälder zurück zum Parkplatz.

Wenn Du den Skuleskogen noch nicht kennst, findest Du in unserem großen Artikel zum Skuleskogen Nationalpark zunächst einen Überblick über die drei Eingänge, Landschaft, Wanderwege und die wichtigsten Ziele im Park.

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Skuleskogen Wanderung ab Entré Nord
Start & ZielEntré Nord
RouteTärnättholmarna – Tärnättvattnet – Entré Nord
Streckeca. 10 km, je nach Abstechern
TourRundwanderung
Schwierigkeitanspruchsvoll
UntergrundWaldwege, Felsen & steile Pfade
HighlightsKüste, Tärnättholmarna & Tärnättvattnet
BademöglichkeitTärnättvattnet
Koordinaten Tärnättholmarna63.110881, 18.546585
Koordinaten Tärnättvattnet63.111611, 18.509335
Am Entré Nord des Skuleskogen Nationalpark geht es gemütlich los.

Start unserer Wanderung am Entré Nord

Unsere Wanderung beginnt am Entré Nord, dem nördlichen der drei Zugänge zum Skuleskogen Nationalpark. Die Anfahrt erfolgt über Köpmanholmen und Näske. Direkt am Eingang gibt es einen Parkplatz, Toiletten sowie einen überdachten Informationsbereich mit Rast- und Feuerstelle.

Wir haben uns für eine Rundwanderung entschieden, die uns zunächst in Richtung Küste führt. Später wollen wir zum Tärnättvattnet aufsteigen und von dort durch das Innere des Nationalparks zurück zum Entré Nord wandern.

Diese Laufrichtung erweist sich im weiteren Verlauf als durchaus sinnvoll. Denn zwischen den Tärnättholmarna und dem Tärnättvattnet liegt einer der steilsten Wanderwege des gesamten Nationalparks.

Zunächst verläuft der Weg in der Nähe der Küste durch waldiges Gebiet.

Von Entré Nord hinunter zur Küste

Vom Entré Nord folgen wir zunächst dem Weg nach Süden. Dieser Abschnitt gehört zum Wegenetz des Höga Kustenleden und führt uns durch den für Skuleskogen typischen Wald in Richtung Ostseeküste.

Im Vergleich zu den felsigen und teilweise sehr steilen Wegen im Inneren des Nationalparks ist dieser erste Abschnitt noch angenehm zu laufen. Bald erreichen wir die Küstenlandschaft und folgen dem Kuststigen weiter nach Süden.

Der Küstenweg verbindet Entré Nord und Entré Syd und gehört zu den weniger bergigen Wegen im Skuleskogen. Trotzdem handelt es sich nicht um einen ausgebauten Spazierweg. Wurzeln, Steine und unebener Waldboden gehören auch hier dazu.

Gerade als Einstieg in unsere Runde gefällt uns dieser Abschnitt gut. Noch wissen wir allerdings, dass der deutlich anstrengendere Teil erst vor uns liegt.

Die Hütte auf Tärnettholmen ist sehr gut ausgestattet.
Auch die Lagerplätze dort bieten alles notwendige.
Die Nähe zur Ostsee macht den Teil der Tour sehr interessant.

Tärnättholmarna – hinaus bis ans Meer

Unser erstes größeres Ziel sind die Tärnättholmarna. Hier zeigt sich besonders schön, wie stark die Landschaft der Höga Kusten durch die Landhebung geprägt wurde.

Was heute wie ein Teil der Küste wirkt, waren ursprünglich zwei kleine vorgelagerte Inseln. Durch die fortschreitende Landhebung entstanden mit der Zeit sandige Verbindungen zum Festland. Heute können wir deshalb zu Fuß bis zum äußeren Yttre Tärnättholmen laufen.

Wir folgen dem Weg bis zu unserem Rastplatz bei 63.110881, 18.546585.

Nach den Waldpassagen öffnet sich hier der Blick auf das Meer. Felsen, kleine Sandflächen, Wald und die Ostsee ergeben eine vollkommen andere Landschaft als die höheren Bereiche des Skuleskogen.

Wir legen hier unsere erste Pause ein und genießen die Aussicht. Genau diese Mischung aus Küste und Bergen macht den Nationalpark für uns so besonders.

Yttre Ternättholmen bietet sich für eine Pause vor dem steilen Anstieg zum Tärnettvattnet an.

Von den Tärnättholmarna zum Tärnättvattnet

Nach unserer Rast verlassen wir die Küste und wenden uns in Richtung Tärnättvattnet. Jetzt ändert sich der Charakter der Wanderung deutlich.

Der Weg steigt zunehmend an und wird anspruchsvoller. Zwischen den Tärnättholmarna und dem Tärnättvattnet verläuft ein sehr steiler Abschnitt durch felsiges Gelände. Teilweise fordert der Weg deutlich mehr Konzentration als die vergleichsweise gemütlichen Kilometer entlang der Küste.

Genau deshalb würden wir die Runde wieder in dieser Richtung laufen. So bewältigen wir den schwierigsten Abschnitt bergauf.

Die Nationalparkverwaltung empfiehlt ausdrücklich, diesen Weg nicht in Gegenrichtung vom Tärnättvattnet hinunter zu den Tärnättholmarna zu laufen. Bei nassem Wetter solltest Du den Abschnitt komplett meiden, da die Felsen dann sehr rutschig werden können.

Für kleinere Kinder und Wanderungen mit Hund ist dieser Teil der Strecke ebenfalls nicht geeignet.

Der Aufstieg zum Tärnettvattnet ist steil und schwer zu gehen.
Besonders bei Nässe würden wir von diesem Teil der Wanderung abraten.

Steiler Aufstieg durch den Skuleskogen

Auf diesem Abschnitt zeigt der Skuleskogen seine deutlich wildere Seite. Der gemütliche Küstenweg liegt hinter uns und wir gewinnen nun spürbar an Höhe.

Der Pfad führt durch Wald und über felsigen Untergrund. Gerade an den steileren Stellen braucht es etwas Trittsicherheit. Die reine Kilometerzahl der Tour sagt deshalb wenig darüber aus, wie anstrengend die Wanderung tatsächlich ist.

Das solltest Du bei Deiner Zeitplanung berücksichtigen. Zehn Kilometer im Skuleskogen können wesentlich länger dauern als zehn Kilometer auf einem normalen Waldweg.

Dafür erleben wir auf dieser Runde innerhalb weniger Stunden sehr unterschiedliche Landschaften – und genau das ist für uns der eigentliche Reiz dieser Wanderung.

Oben angekommen, ist die Aussicht über die Höga Kusten gigantisch.

Tärnättvattnet – Pause und Baden im See

Schließlich erreichen wir mit dem Tärnättvattnet bei etwa 63.111611, 18.509335 unser zweites großes Ziel.

Der kleine See liegt mitten im Wald und wirkt nach dem steilen Aufstieg fast wie ein natürlicher Ruheplatz. Am Tärnättvattnet gibt es eine einfache Übernachtungshütte und Feuerstellen. Auch Zelten ist an den dafür vorgesehenen Bereichen möglich.

Für uns steht aber erst einmal eine ausgiebige Pause auf dem Programm.

An einem warmen Wandertag bietet sich hier außerdem eine Möglichkeit, die wir natürlich nutzen: Wir gehen im Tärnättvattnet baden.

Nach dem schweißtreibenden Aufstieg ist das Wasser eine willkommene Abkühlung. Anschließend nehmen wir uns genügend Zeit für unsere Pause am See, bevor wir den letzten Abschnitt der Rundwanderung angehen.

Gerade dieser Stopp ist für uns eines der Highlights der Tour. Während die Tärnättholmarna von Meer und Küstenlandschaft geprägt sind, liegt der Tärnättvattnet ruhig zwischen den Wäldern des Nationalparks. Zwei vollkommen unterschiedliche Orte innerhalb einer einzigen Wanderung.

Der idyllische Tärnettvattnet bietet sich für ein kühles Bad und eine Pause an. Mit Wasserfilter kann hier Frischwasser gebunkert werden.

Vom Tärnättvattnet zurück zum Entré Nord

Vom See setzen wir unsere Rundwanderung in nördlicher Richtung fort. Damit verlassen wir den Bereich um den Tärnättvattnet und laufen durch das Innere des Nationalparks zurück zum Ausgangspunkt.

Der Rückweg führt wieder überwiegend durch Wald. Nach dem steilen Aufstieg von der Küste ist dieser Teil angenehmer zu laufen, auch wenn das Gelände im Skuleskogen weiterhin uneben bleibt.

Nach und nach schließt sich unsere Runde und schließlich erreichen wir wieder den Parkplatz am Entré Nord.

Damit liegen rund zehn abwechslungsreiche Kilometer hinter uns – wobei die Strecke durch den Abstecher hinaus auf die Tärnättholmarna etwas variieren kann.

Der Rückweg verläuft wieder durch waldiges Gebiet.
Auch hier sollte man trittsicher sein.

Wie schwierig ist die Wanderung?

Wir würden diese Runde als anspruchsvolle Wanderung einstufen. Das liegt weniger an der reinen Distanz als am Gelände.

Der Küstenabschnitt ist vergleichsweise moderat. Der entscheidende Teil ist der steile Aufstieg von den Tärnättholmarna in Richtung Tärnättvattnet. Hier solltest Du trittsicher sein und vernünftige Wanderschuhe tragen.

Bei trockenem Wetter lässt sich der Aufstieg mit entsprechender Kondition gut bewältigen. Bei Regen oder nassen Felsen sieht das anders aus. Dann würden wir diesen Abschnitt nicht empfehlen.

Auch ausreichend Zeit solltest Du mitbringen. Wir wollen auf dieser Tour schließlich nicht nur Kilometer sammeln. Allein für unsere Pausen an den Tärnättholmarna und am Tärnättvattnet nehmen wir uns bewusst Zeit.

Die offizielle Einstufung der längeren Nord-Runde lautet ebenfalls anspruchsvoll. Für die rund zehn Kilometer solltest Du deshalb eher einen größeren Teil des Tages als nur wenige Stunden einplanen.

Interessante Baumpilzformation am Wegesrand.

Unsere Laufrichtung würden wir wieder wählen

Bei Rundwanderungen stellt sich häufig die Frage, in welcher Richtung man sie am besten läuft. Bei dieser Tour haben wir darauf eine ziemlich klare Antwort.

Wir würden wieder Entré Nord → Tärnättholmarna → Tärnättvattnet → Entré Nord wählen.

Der wesentliche Grund ist der steile Abschnitt zwischen Küste und See. In unserer Richtung geht es dort bergauf. In umgekehrter Richtung müsstest Du die schwierige Passage hinuntersteigen.

Genau davon rät auch die Nationalparkverwaltung ab.

Zusätzlich gefällt uns der Aufbau der Tour in dieser Richtung: Wir starten mit dem vergleichsweise entspannten Küstenabschnitt, machen unsere erste Rast am Meer, nehmen anschließend den anspruchsvollen Aufstieg in Angriff und werden mit einer langen Pause und einem Bad im Tärnättvattnet belohnt.

Danach bleibt der Rückweg zum Parkplatz.

Was solltest Du mitnehmen?

Vor allem ausreichend Trinkwasser solltest Du bereits am Entré Nord dabeihaben. An den Eingängen des Nationalparks gibt es keine Möglichkeit, Trinkwasser aufzufüllen.

Unterwegs gibt es zwar natürliche Wasserläufe, deren Wasser ist jedoch unbehandelt und seine Qualität wird nicht kontrolliert. In trockenen Sommern können kleinere Bäche zudem zeitweise trockenfallen.

Für diese Runde würden wir außerdem feste Wanderschuhe, wetterangepasste Kleidung und ausreichend Verpflegung einpacken. Im Sommer kommen Badesachen für den Tärnättvattnet dazu.

Eine Offline-Karte beziehungsweise eine zuvor heruntergeladene Wanderkarte ist ebenfalls sinnvoll. Im Skuleskogen gibt es Bereiche ohne zuverlässigen Mobilfunkempfang.

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Wann eignet sich die Tour?

Für diese Wanderung würden wir einen trockenen Tag vom späten Frühjahr bis in den Herbst wählen. Gerade für den steilen Abschnitt zwischen den Tärnättholmarna und dem Tärnättvattnet spielt das Wetter eine wichtige Rolle.

Im Sommer bietet sich natürlich zusätzlich das Bad im Tärnättvattnet an. Juli und Anfang August gehören allerdings zur Hauptsaison im Skuleskogen. Wenn Du es ruhiger magst, sind Juni oder die Zeit ab Mitte August interessante Alternativen.

Im Herbst verändert sich die Tour noch einmal deutlich, wenn sich die Wälder verfärben. Dann werden allerdings die Tage kürzer und nasse Wege wahrscheinlicher.

Unser Fazit zur Wanderung ab Entré Nord

Diese Rundwanderung gehört für uns zu den Touren, die besonders gut zeigen, wie abwechslungsreich der Skuleskogen Nationalpark ist.

Vom Entré Nord laufen wir zunächst durch den Wald und anschließend an der Ostseeküste entlang bis zu den Tärnättholmarna. Nach unserer Rast am Meer folgt mit dem steilen Aufstieg der anstrengendste Abschnitt der Tour. Am Tärnättvattnet angekommen, werden wir dafür mit einem wunderschönen Platz für eine ausgiebige Pause und ein erfrischendes Bad belohnt.

Danach schließt sich die Runde durch die Wälder zurück zum Entré Nord.

Wenn Du eine etwas anspruchsvollere Tagestour suchst und nicht nur eines der bekannten Ziele im Skuleskogen sehen möchtest, können wir diese Runde empfehlen. Vor allem die Kombination aus Ostseeküste, Tärnättholmarna, steilem Aufstieg und Tärnättvattnet macht sie für uns zu einer der abwechslungsreichen Wanderungen im Nationalpark.

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Matthias

Nordlandverrückt und gerne draußen unterwegs. Hat Spaß am Fotografieren, Wandern, Packrafting und Mountainbiking. Ab 2026 Vollzeit im Reisemobil unterwegs auf der Suche nach mehr Freiheit und mehr Norden.

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