Der Klassiker – Camping am Geirangerfjord

Eines der Top-Ten-Ausflugsziele in Fjord-Norwegen dürfte der weltbekannte Geirangerfjord sein. Der 15 Kilometer lange Fjord gehört seit 2005 zum UNESCO Weltnaturerbe. Er gehört zur Provinz Møre og Romsdal und liegt etwa 200 Kilometer nordöstlich von Bergen. Stellenweise ist der Geirangerfjord, der wohl einer der bekanntesten Fjorde Norwegens ist, über einen Kilometer breit und bis zu 260 Meter tief. Seine Felswände ragen bis 1500 Meter steil in die Höhe. Eindrucksvolle Wasserfälle stürzen donnernd in das tiefblaue Wasser des Fjords und hinterlassen einen Nebelschleier in dem sich die Sonne glitzernd bricht. Die drei bekanntesten Wasserfälle des Fjords sind die „Sieben Schwestern“, der „Brautschleier“ und der „Freier“. Geformt wurde diese überwältigende Landschaft von den Kräften der letzten Eiszeit, die vor etwa 10.000 Jahren endete und deren Gletscher die Fjorde in den Stein gemeißelt und die Berge herausgearbeitet haben. Auf den nur wenige Meter breiten Felsabsätzen schmiegen sich vereinzelt Einödhöfe in bis zu 250 Metern Höhe an die Fjordwand. Erst 1963 wurde der letzte Einödhof von seinen Einwohnern aufgegeben. Heute dienen sie teilweise noch als Ferienhäuser.

Am Ende des Fjords liegt die einzige Ortschaft am gesamten Fjord, Geiranger (Website mit Informationen über den Ort), ein ehemaliges kleines Bauerndorf. Sie ist geprägt von Cafés, Läden und Souvenirshops. Direkt am Hafen gibt es einen Parkplatz auf dem auch wenige Wohnmobile Platz finden.

Obwohl einhundert Kilometer von der Küste entfernt, fahren große Kreuzfahrtschiffe – auch die Schiffe der Hurtigruten – teilweise mehrmals täglich diese Ortschaft an. Bis zu 5000 Touristen ergießen sich dann aus den Riesenschiffen in den kleinen Ort. Dann möchte man nicht anwesend sein!

Über den Landweg ist Geiranger aus nörd- und südlicher Richtung über steile Serpentinen mit dem Fahrzeug erreichbar. Wohnmobile und PKW´s haben hierbei sicher kein Problem. Als Fahrer eines Wohnwagengespanns sollte man erstens entsprechend routiniert sein und zweitens über ein starkes Zugfahrzeug verfügen. Es gibt einige Haarandelkurven, die knifflig werden könnten. Allerdings sieht man auch große Busse in Geiranger. Wir haben den Geirangerfjord bisher schon mehrfach mit dem Wohnmobil besucht – mit unserem 14-Meter-Gespann haben wir uns aber noch nicht getraut.

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Anreisemöglichkeiten

  • Die schönste Anfahrt führt von Åndalsnes im Norden kommend über den Rv63 zunächst steil in Haarnadelkurven auf den spektakulären Trollstigen, dann leicht abfallend vorbei am Gudbrandsjuvet, mit der Fähre über den Storfjord und zum Abschluss eine enge Serpentinenstraße vorbei an der Adlerkurve hinab nach Geiranger. Für uns die landschaftlich reizvollste Anfahrt.
  • Von Süden über den Rv63 kommend, passiert man die optionale Passstraße zum Aussichtsberg Dalsnibba auf fast 1500 Metern Höhe und kurvt in Serpentinen hinab nach Geiranger.
  • Mit dem Schiff oder der Autofähre erreicht man von Hellesylt (Link zur Website) aus Geiranger unkompliziert. Eine Fahrplanauskunft über die Fjord1-Website ist möglich. Auch die Hurtigruten bieten „Kurzkreuzfahrten“ durch den Geirangerfjord an. Die Fahrt durch den Fjord bietet fantastische Ausblicke auf die steilen Felswände und die imposanten Wasserfälle (z.B. die „Sieben Schwestern“).

Camping in Geiranger

  • Geirangerfjorden Feriesenter (Link zur Website): Für uns persönlich immer der erste Campingplatz am Geirangerfjord. Die Zufahrt ist etwas steil abwärts, aber auch mit dem Wohnwagen noch gut zu machen (zumindest haben wir dort auch schon einige große Exemplare stehen sehen…). Wenn es länger geregnet hat, ist die Stellplatzwiese oft sehr durchweicht. Allerdings wird man mit einem traumhaften Stellplatz direkt am Fjord belohnt und kann den riesigen Kreuzfahrtschiffen quasi vom Frühstückstisch aus beim Einlaufen zusehen. Auch die „Sieben Schwestern“ sind vom Campingplatz aus zu sehen. Angeln direkt am Platz im Fjord ist prima möglich, es geht schnell und tief nach unten. Der Fjord läßt sich mit Kajaks erkunden, die am Campingplatz gebucht werden können. Ist das Wetter aber schlecht hat man in Geiranger höchstens für einen Tag etwas zu erleben, dann wird´s besonders mit Kindern schnell langweilig.
  • Weitere Campingplätze am Fjord, die wir aber nicht besucht haben und daher nicht beurteilen können sind: Geiranger Camping und Fjorden Campinghytter.

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Ausflüge

  • Für einen bequemen Ausflug per Schiff läßt sich z.B. eine Fjordsightseeing-Tour mit der M/S Geirangerfjord buchen.
  • Ein spektakulärer Tiefblick auf den Geirangerfjord ist von der Adlerkurve (Ørnesvingen) möglich, die mit dem PKW von Geiranger in nördlicher Richtung über den Rv63 nach kurzer Fahrt erreicht werden kann. Ein kleiner Parkplatz, der leider oft übervoll ist, ermöglicht einen Stop. Hier sollte man sein Stativ für ein Panoramafoto nicht vegessen!
  • Ebenfalls mit dem PKW erreicht man über den Rv63 von Geiranger aus in südlicher Richtung den 1476 Meter hohen Dalsnibba. Dort kann man eine spektakuläre Rundumsicht auf die gesamte Geirangerregion genießen (Zufahrt über den Pass mit knapp 20 steilen Kehren nicht mit dem Wohnwagen; Cafeteria). Allerdings lohnt sich die Fahrt nur bei gutem Wetter, sonst steht man nach kurvenreicher Anfahrt in der Nebelsuppe.
  • Vom Hafen in Geiranger aus kann man gruppenweise mit einem kleinen motorisierten Wikingerschiff den Fjord befahren.
  • Direkt in Geiranger gibt es eine gut sortierte Touristeninformation, über welche Ausflüge zu diversen Zielen und geführte Touren gebucht werden können. Die Preise sind oft norwegentypisch „knackig“ und eher familienunfreundlich.
  • Norwegian Fjord Centre (Link zur Website): Hier kann man sich direkt in der Ortschaft Geiranger über den Fjord, seine Geschichte und seine Bewohner informieren.
  • Weitere Informationen zum Fjord und Vorschläge zu Unternehmungen findest Du hier.

Du warst schon mal am Geirangerfjord und hast noch einen guten Tipp? Wir freuen uns über Kommentare und Anregungen!

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